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Altenmarkt-Zauchensee: Authentisch zwischen Tradition und Moderne

Beide Ortschaften trennen zwar nur zehn Straßenkilometer und 500 Höhenmeter, und sie firmieren unter einem Namen – unter Altenmarkt-Zauchensee nämlich, weshalb die Tourismusverantwortlichen gerne vom doppelten Urlaubs-Paradies sprechen – rein ski-technisch gesehen liegen aber Welten zwischen den beiden Gemeinden. Das ist aber alles andere als negativ gemeint, denn Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an. Nur einen kleinen Makel gibt es: Um von Altenmarkt nach Zauchensee zu kommen, benötigt man ein Auto oder den Skibus (fährt in der Hochsaison alle 15 Minuten). Denn eine direkte Skiverbindung gibt es nicht

Eine Winterlandschaft wie gemalt – Altenmarkt-Zauchensee gilt als sehr schneesicher. - Foto: Altenmarkt-Zauchensee Tourismus

Eine Winterlandschaft wie gemalt – Altenmarkt-Zauchensee gilt als sehr schneesicher. – Foto: Altenmarkt-Zauchensee Tourismus

Während Altenmarkt (Skischaukel Radstadt-Altenmarkt), das 842 Meter hoch gelegen ist und sich in einem weiten, offenen Tal erstreckt, mit seinen 17 Pistenkilometern ein kleines, aber feines Skigebiet ist und vorwiegend Genießer und Familien mit Kindern anzieht (Anfänger sind auf den sanften Übungshängen perfekt aufgehoben), können sich Skibegeisterte rund um Zauchensee (1350 Meter, Skischaukel Zauchensee-Flachauwinkl) auf vier Mal so vielen Pistenkilometern mit 25 Liftanlagen austoben.

Anspruchsvolle Pisten

Die Hänge dort sind eher für Fortgeschrittene geeignet, weil sie durch ihre Höhenlage als anspruchsvoll gelten. Nicht umsonst ist Zauchensee das höchstgelegene Skigebiet in der Salzburger Sportwelt und damit eine der ersten Adressen auf Österreichs alpiner Landkarte. Zudem ist das kleine Hoteldorf (gerade einmal 50 Einwohner) über die Grenzen des Skiverbundes Ski amadé hinaus bekannt – dank seiner Weltcuprennen und seines berühmtesten Einwohners Michael Walchhofer, seines Zeichens Abfahrtsweltmeister 2003 und dreimaliger Weltcupsieger in dieser Disziplin.

Eine Tiefschneeabfahrt über den Wolken – Herz was willst du mehr. - Foto: Altenmarkt-Zauchensee Tourismus

Eine Tiefschneeabfahrt über den Wolken – Herz was willst du mehr. – Foto: Altenmarkt-Zauchensee Tourismus

Der Skipass, mit dem man den Pistenspaß in Altenmarkt-Zauchensee genießt, gilt nicht nur für die Salzburger Sportwelt mit den Orten Flachau, Wagrein, St. Johann/Alpendorf, Zauchensee, Flachauwinkl, Kleinarl, Radstadt, Altenmarkt, Filzmoos, Goldegg und Eben, sondern für das gesamte Ski-amadé-Gebiet (es umfasst insgesamt 25 Orte) mit seinen 270 Lift- und Seilbahnanlagen und 760 Pistenkilometern. Damit ist Ski amadé eines der größten Wintersportgebiete in Europa.

Zauchensees Tourismus-Direktorin Klaudia Zortea appelliert an das Feingefühl aller Urlauber, indem sie sagt: „Altenmarkt-Zauchensee liegt in der Mitte aller Möglichkeiten und ist ein Ort, der die Sinne weckt und gleichzeitig verwöhnt.“

Ein reines Hoteldorf

Altenmarkt liegt im Pongau, hat knapp 4000 Einwohner und ist Mitglied in der Sportwelt Ski amadé. Zusammen mit der kleinen Ortschaft Zauchensee veranstaltet die Gemeinde wichtige Großveranstaltungen, unter anderem alpine Ski-Weltcuprennen. - Foto: Altenmarkt-Zauchensee Tourismus

Altenmarkt liegt im Pongau, hat knapp 4000 Einwohner und ist Mitglied in der Sportwelt Ski amadé. Zusammen mit der kleinen Ortschaft Zauchensee veranstaltet die Gemeinde wichtige Großveranstaltungen, unter anderem alpine Ski-Weltcuprennen. – Foto: Altenmarkt-Zauchensee Tourismus

Das „Schneeloch“ Zauchensee ist ein reines Hoteldorf, das vorwiegend aus höherpreisigen Beherbergungsbetrieben und Apartmenthäusern besteht, und von wo man sich quasi direkt vom Bett aus auf die Piste schwingen kann. Ein fahrbahrer Untersatz wird nicht benötigt, Lifte, Skiverleih, Skischulen und Gastronomie werden auf kurzen Wegen zu Fuß erreicht. Der Charme eines gewachsenen Dorfes fehlt jedoch fast gänzlich. Ganz im Gegensatz zu Altenmarkt, das ein natürlich gewachsener, traditioneller Ort im Pongau ist, und in dem knapp 4000 Einwohner leben. Einen gemütlichen Bummel in einem der schönsten Orte Österreichs sollte man sich nicht entgehen lassen.

Die Pisten rund um Zauchensee sind mitunter durchaus anspruchsvoll. - Foto: Altenmarkt-Zauchensee Tourismus

Die Pisten rund um Zauchensee sind mitunter durchaus anspruchsvoll. – Foto: Altenmarkt-Zauchensee Tourismus

Früher war Zauchensee ein reines Almdorf, wohin die Bauern aus dem Tal im Sommer ihr Vieh brachten. Das ist heute im Übrigen noch genauso. Ski fuhren dort oben in der abgeschiedenen Idylle lediglich die Einheimischen. Anfang der 1960er-Jahre kannten nur die Wenigsten den Ort, erst nachdem 1964 die Zauchensee-Liftgesellschaft gegründet wurde, kamen die ersten auswärtigen Skitouristen. Fortan wurden Lift um Lift gebaut, und 1980 fand das erste Weltcuprennen statt. Mit der Gründung der Salzburger Sportwelt Amadé im Jahr 1989 war es dann endgültig vorbei mit dem „Geheimtipp“ Zauchensee. Die Pisten zwischen Zauchensee und Flachauwinkel sind weitläufig; wenn sich aber mehr als 10 000 Skifahrer herumtummeln, dann kann es an der einen oder anderen Stelle schon mal eng werden. „Recht viel mehr Leute passen dann aber nicht auf unsere Pisten“, verrät Veronika Scheffer, die Leiterin der Liftgesellschaft.

Der Weltcupzirkus gastiert regelmäßig

Mit der 6er-Sesselbahn geht es von Zauchensee hinauf zur Bergstation der Gamskogelbahn I, wo Maskottchen „Zauchi“ wartet. - Foto: Dieter Warnick

Mit der 6er-Sesselbahn geht es von Zauchensee hinauf zur Bergstation der Gamskogelbahn I, wo Maskottchen „Zauchi“ wartet. – Foto: Dieter Warnick

Seither hat sich viel getan. Der alpine Weltcupzirkus gastiert regelmäßig, die Weltcupstrecke „Kälberloch“ wurde immer wieder um- und ausgebaut und ist mit dem über 70 Prozent steilen Starthang eine der spektakulärsten Damen-Abfahrten. Wasserspeicher für die Beschneiungsanlagen entstanden, ferner 2001 eine multifunktionale Weltcuparena mit Parkgarage, Erlebnisgastronomie, Seminarzentrum, Sportgeschäft und Skistadion. Alte Lifte wurden durch neue Aufstiegshilfen ersetzt. Einzig die in die Jahre gekommene 4er-Schwarzwand-Gondelbahn, die fast hinauf auf den Gamskogel (2188 Meter) fährt, versprüht noch den Charme vergangener Zeiten. Die mittelschwere Abfahrt mit ihren 4,5 Kilometern hinunter in den Ort ist ein Genuss – Fahrspaß pur, und für jeden halbwegs Geübten ohne Probleme machbar. Und natürlich muss die Abfahrt vom Rosskopf (1930 Meter) nach Flachauwinkl (1000 Meter) auf dem Tages-Programm stehen. Eine herrliche Carvingpiste.

Freerider kommen voll auf ihre Kosten

Früh übt sich... - Foto: Dieter Warnick

Früh übt sich… – Foto: Dieter Warnick

Voll auf ihre Kosten kommen auch Snowboarder, Freerider und Tiefschnee-Freaks, denn der Weltcuport hat auch jenseits der Piste mit seinen anspruchsvollen Skihängen jede Menge zu bieten. Für Freerider ist das Gebiet ein echter Geheimtipp. Während Cracks hier ihre Adrenalinkicks finden, wenn sie von kleineren Felssprüngen bis zum Sieben-Meter-Jump ihre persönlichen Herausforderungen meistern, finden auch Tiefschnee-Neulinge beste Voraussetzungen. Denn es gibt zahlreiche Stellen, an denen man einfach kurz von der Piste ausscheren und ein paar gefahrlose Pulverschwünge probieren kann.

Betont sportlich geht es auf dem professionellen Trainingszentrum Kogelalm mit seinen drei anspruchsvollen Strecken zu. Wie sagt doch Tourismus-Direktorin Zortea so treffend: „Urlauber genießen bei uns ein authentisches Lebensgefühl zwischen Tradition und Moderne.“

Langläufer werden staunen

Die Pistenpräparierung lässt nichts zu wünschen übrig. - Foto: Dieter Warnick

Die Pistenpräparierung lässt nichts zu wünschen übrig. – Foto: Dieter Warnick

Auch Langläufer dürfen sich bestens aufgehoben fühlen. Schließlich zählt Altenmarkt-Zauchensee mit Zugang zu 260 gespurten Loipen-Kilometern inmitten der Salzburger Sportwelt zu einer der besten Langlauf-Regionen in der Alpenrepublik. Das doppelte Urlaubsparadies hat sich den Cross-Country-Ski-Holidays angeschlossen, einem Urlaubsangebot, das die besten Voraussetzungen für den Langlauf bietet, wie z.B. weitläufige Loipenetze in allen Schwierigkeitsgraden, vorbildliche Leitsysteme sowie kompetente Trainer und Guides.

Die Burgstall-Hütte ist bekannt für ihre kulinarischen Köstlichkeiten und für zivile Preise. - Foto: Dieter Warnick

Die Burgstall-Hütte ist bekannt für ihre kulinarischen Köstlichkeiten und für zivile Preise. – Foto: Dieter Warnick

Eher abenteuerlich geht es dagegen auf den drei Rodelbahnen der Region zu; zwei davon sind beleuchtet. Ruhig ist indes eine romantische, 2,2 Kilometer lange Schneeschuhtour auf dem neu eröffneten Erlebniswanderweg Mondpfad. Start ist am idyllischen Ufer des Zauchensees. Sieben interaktive Erlebnisstationen beleuchten die Bedeutung des Gestirns und erhellen wissenschaftliche und mystische Zusammenhänge.

Trend trifft Technik

Pistenraupe hat auf dieser Piste für perfekte Verhältnisse gesorgt. - Foto: Altenmarkt-Zauchensee Tourismus

Pistenraupe hat auf dieser Piste für perfekte Verhältnisse gesorgt. – Foto: Altenmarkt-Zauchensee Tourismus

Neuester Trend: Seit Januar 2015 kann man eine Daten-Skibrille testen. Alle wichtigen und aktuellen Informationen zur Umgebung kommen direkt in die Skibrille. So findet der Skifahrer etwa den Weg zur gewünschten Skihütte, zum Lift oder einfach einen Überblick über den aktuellen Pisten- oder Liftstatus. Eingeblendet ist auch die gefahrene Geschwindigkeit. Auch werden Skifahrer auf Attraktionen, an denen sie vorbei fahren, hingewiesen und können so nichts mehr verpassen.

Informationen: Altenmarkt-Zauchensee Tourismus, Sportplatzstr. 6, A-5541 Altenmarkt-Zauchensee, Tel.: (0043 6452) 5511; E-Mail: info@altenmarkt-zauchensee.at, Internet: www.altenmarkt-zauchensee.at

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