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Olympiaregion Seefeld will nichts Besonderes sein

Wer sich im Wintersport auskennt – und derjenige muss nicht einmal ein großartig fundiertes Fachwissen haben – wird, wenn er den Namen Seefeld hört, diesen unweigerlich mit Hochleistungssport in Verbindung bringen. Der kleine Ort in Tirol war während der Olympischen Winterspiele in Innsbruck (1964 und 1976) zweimal Austragungsort der nordischen Skidisziplinen, und sogar ein drittes Mal, als im Januar 2012 die Olympischen Jugend-Winterspiele auf dem weitläufigen Hochplateau stattfanden. Außerdem trafen sich hier 1985 die „Nordischen“ zu ihren Weltmeisterschaften. Wegen Schneemangels in Innsbruck wurden die nordischen Disziplinen der Paralympics 1988 in Seefeld ausgetragen.

Eine WM steht an

Seefeld liegt auf einer Hochebene zwischen Wettersteingebirge und Karwendel an einer seit dem Mittelalter bedeutenden Altstraße von Mittenwald nach Innsbruck. - Foto: Dieter Warnick

Seefeld liegt auf einer Hochebene zwischen Wettersteingebirge und Karwendel an einer seit dem Mittelalter bedeutenden Altstraße von Mittenwald nach Innsbruck. – Foto: Dieter Warnick

Ferner ist der Weltcupzirkus seit 2000 regelmäßig hier zu Gast. Erst diese regelmäßigen Veranstaltungen haben es möglich gemacht, dass Seefeld erneut eine WM ausrichten darf, und zwar vom 19. Februar bis 3. März 2019.

Das Gebiet, das sich seit 1. Januar 2003 durch den Zusammenschluss der örtlichen Tourismusvereine „Olympiaregion Seefeld“ nennt, zu der auch die benachbarte Gemeinde Leutasch gehört, hat das ganze Jahr über jede Menge zu bieten, nicht nur Hochleistungssport – eine typische Winter- und Sommerdestination für jung und alt, und vor allem für Familien bestens geeignet!

„Das Besondere an Seefeld ist, dass unsere Gemeinde zwar ein Ort ist, an dem viele Prominente Urlaub machen oder auch eine Bleibe haben, aber sie werden so behandelt wie jeder andere Gast auch,“ erzählt Walter Lamprechter, Skischulleiter und Bergführer. „Wir machen keinen Unterschied, ob einer viel Geld hat oder eher nicht.“ Exklusives Ambiente geht eine Symbiose ein mit dem dörflichen Charakter der 3300-Einwohner-Gemeinde, noble Winterfrische mit weltmeisterlichem Langlaufen.

10.000 Gästebetten

Das Seekirchl steht als Wahrzeichen Seefelds am Ortsrand des Ortsteils Kirchwald. - Foto: Dieter Warnick

Das Seekirchl steht als Wahrzeichen Seefelds am Ortsrand des Ortsteils Kirchwald. – Foto: Dieter Warnick

Dass Seefeld von wohlhabenden Gästen gerne besucht wird, verdeutlicht auch die Anzahl an hochwertigen Unterkünften. Zwei Fünf-Sterne-Hotels, vier Vier-Sterne-S-Häuser und 16 Vier-Sterne-Herbergen belegen dies. Für den schmaleren Geldbeutel gibt es natürlich jede Menge gediegen-familiäre Quartiere. Eines haben alle Unterkünfte gemein – die ursprüngliche Tiroler Lebensart.

Rund um den Dorfplatz finden sich Geschäfte, Boutiquen und Cafés. - Foto Dieter Warnick

Rund um den Dorfplatz finden sich Geschäfte, Boutiquen und Cafés. – Foto Dieter Warnick

Insgesamt warten 10.000 Gästebetten darauf, belegt zu werden. „Bis 2013 waren wir der kleinste Ort in Tirol mit den meisten Fünf-Sterne-Häusern“, berichtet Lamprechter weiter, „insgesamt gab es sechs. Jetzt sind es nur noch zwei. Warum das so ist, weiß ich nicht, es wird wohl steuerliche Gründe haben.“

In Seefeld stößt man unweigerlich auf eine Hand voll Familien, die den Ort prägen und geprägt haben. Ob in der Gastronomie, im Handel, der Modebranche oder ganz profan in Supermärkten, dem Gast bleibt nicht verborgen, wer die Geschicke der Dorfgemeinschaft beeinflusst und – natürlich im Hintergrund – den Ton angibt.

Höchstgelegenes Hochplateau Österreichs

Idylle pur – der Wildsee. - Foto: Dieter Warnick

Idylle pur – der Wildsee. – Foto: Dieter Warnick

1180 Meter über dem Meeresspiegel liegt der Olympiaort auf dem am höchstgelegenen Hochplateau Österreichs. Umrahmt vom Wettersteingebirge und dem Karwendel scheinen die Hohe Munde (2662 Meter), die Seefelder Spitze (2222), die Reither Spitze (2374) und der Hocheder (2797) durch ihre Wucht den Ort quasi vor Unheil zu beschützen.

Bei gutem Wetter geht die Sicht nicht nur bis zum Zugspitzmassiv, sondern auch bis zu den Zillertaler-, Stubaier- und Lechtaler Alpen.

Der Wildsee – ein besonderes Idyll

Die Hohe Munde ist 2662 Meter hoch und der Hausberg von Seefeld. - Foto: Dieter Warnick

Die Hohe Munde ist 2662 Meter hoch und der Hausberg von Seefeld. – Foto: Dieter Warnick

Für Walter Lamprechter gibt es nichts Schöneres, als in Seefeld zu Hause zu sein, auch, „weil wir ein Erholungsort der Sonderklasse sind. Im Sommer sind wir in wenigen Minuten im Grünen und im Winter im Skigebiet oder auf der Loipe. Herz was willst du mehr!“

Südlich des Wildsees breitet sich das Reither Moor aus, ein aus der Verlandung des Natursees hervorgegangenes, mit Latschen durchsetztes Hochmoor. Eine Ähnlichkeit zu den Pilzköpfen der Beatles ist nicht von der Hand zu weisen. - Foto: Dieter Warnick

Südlich des Wildsees breitet sich das Reither Moor aus, ein aus der Verlandung des Natursees hervorgegangenes, mit Latschen durchsetztes Hochmoor. Eine Ähnlichkeit zu den Pilzköpfen der Beatles ist nicht von der Hand zu weisen. – Foto: Dieter Warnick

Ein besonderes Idyll ist der Wildsee, ein Natursee mit zwei Strandbädern, und nur wenige Gehminuten vom Ortszentrum entfernt. Am Ostufer haben sich kleinere Schilfbestände ausgebreitet, am Westufer lädt der Mischwald (Einheimische nennen ihn „unser Märchenwald“), der bis an den See heranreicht, zu einem kleinen Spaziergang im Schatten ein. Dieses kleine, nur gut sechs Hektar große Gewässer, gab vermutlich dem Ort, der 1022 zum ersten Mal Erwähnung fand („Sevelt“ / Feld am See), seinen Namen. Die Seepromenade ist zirka 2,5 Kilometer lang und gehört, weil äußerst lohnenswert, bei einem Seefeld-Besuch zum Pflichtprogramm. Und sogar ein Moor gibt es, das Reither Moor im Süden. Im Jahr 1926 wurde dieses Hochmoor zum Naturdenkmal erklärt. Einen Stopp sollte der Besucher auch bei den beiden Skisprungschanzen und den satten Grünflächen, die im Winter als Loipen dienen, einlegen.

Das Seekirchl das Wahrzeichen

Im Jahr 2019 findet in Seefeld die Nordische Ski-WM statt. - Foto: Dieter Warnick

Im Jahr 2019 findet in Seefeld die Nordische Ski-WM statt. – Foto: Dieter Warnick

In der kleinen und feinen Fußgängerzone haben sich 80 Geschäfte und Boutiquen angesiedelt. Sehenswert und als Fotomotiv bestens geeignet ist das Seekirchl, das Wahrzeichen des Ortes. Der Dorfplatz, an dem sich, abgesehen vom ehemaligen Augustinerkloster und dem Pfarrhaus, kaum noch traditionelle Gebäude befinden, wird überstrahlt von der mächtigen Pfarrkirche St. Oswald, einer der schönsten spätgotischen Kirchenbauten Tirols.

Ob auf flachen Panoramawegen oder im Hochgebirge – rund um Seefeld wird es dem Wanderer niemals langweilig. - Foto: Tourismusverband Olympiaregion Seefeld

Ob auf flachen Panoramawegen oder im Hochgebirge – rund um Seefeld wird es dem Wanderer niemals langweilig. – Foto: Tourismusverband Olympiaregion Seefeld

Wer alpin wandern will, der kann sich auf den insgesamt 650 Kilometer Wander- und Bergwegen sowie Klettersteigrouten austoben. Goldrichtig ist hier auch der Mountainbiker, der auf dem 570 Kilometer umspannenden Bikenetz die eine oder andere Herausforderung finden wird. Und wer jetzt immer noch nicht ausgelastet ist, der kann seiner Spielsucht frönen – ein Casino (am Dorfplatz) ist nämlich ebenfalls vorhanden.

Informationen: Tourismusverband Olympiaregion Seefeld, Heilbadstr. 827, A-6100 Seefeld, Tel.: 0043 50 88 00; E-Mail: region@seefeld.com; Internet: www.seefeld.com

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