Raushier-Kolumne

Willkommen in der Türkei – ein subjektiver Bericht

Angelika Groß lebt in der Türkei.

Die Türkei machte in den vergangenen Monaten fast ausschließlich negativ von sich reden. Während man sich an gewisse Krisenherde ja fast schon gewöhnt hatte, erreichen uns nach dem missglückten Putschversuch immer mehr schockierende Meldungen. Die Demokratie scheint sich ihrem Ende zuzuneigen, so scheint es. Aufgrund der Terroranschläge und der beunruhigenden politischen Situation sind die Tourismuszahlen erheblich zurückgegangen. Es ist das Bild eines rückwärtsgewandten Landes entstanden, dessen EU-Beitritt in unendliche Ferne rückt. Zeit eine Lanze für dieses faszinierende Land zu brechen, das mehr ist als nur Recep Tayyip Erdoğan. Weiterlesen

Notizen aus Bangladesch – Teil 8

Gläubiger Moslem.

Es gibt noch mehr über die Menschen in Bangladesch zu erzählen: Zuerst möchte ich über eine sehr außergewöhnliche Gruppe von Menschen sprechen – die Hijras. Diese bilden eine Parallelgesellschaft, die abseits von der Mehrheit der Bevölkerung lebt. Hijras gibt es auch in Indien und anderen Teilen Südasiens. Sie sind „das dritte Geschlecht“ und sehen sich weder als Mann noch als Frau. Weiterlesen

Notizen aus Bangladesch – Teil 5

Öffentliche Waschgelegenheit.

Auf unserer Reise nach Bangladesch habe ich Billie kennengelernt. Billie ist eine sehr sympathische Kolumbianerin, die im Oman lebt. Sie reiste während unseres Aufenthalts in Dhaka an. Sie ist eine Freundin meines Sohnes Rainer, der sie im vergangenen Jahres auf einer Reise durch CouchSurfing kennengelernt hat. Ihre Gesellschaft war sehr angenehm. Sie hat viel Humor. Weiterlesen

Notizen aus Bangladesch – Teil 4

Ehrengast auf der Siegertribüne.

Außer der Reihe möchte ich von einem unglaublichen, wirklich ungewöhnlichem Erlebnis erzählen, das sich während meiner ersten Bangladesch-Reise im Jahr 2010 ereignet hat. Zusammen mit meinen Freunden Inge und Peter habe ich damals einen Ausflug in die Sundarbans gemacht. Die Sundarbans sind die größten Mangrovenwälder der Erde und liegen zum größten Teil in Bangladesch und zu einem kleineren Teil im indischen Bundesstaat Westbengalen.  Weiterlesen

Notizen aus Bangladesch – Teil 3

Vieles wird in Bangladesch auf dem Kopf getragen.

Dhaka ist eine der am schnellsten wachsenden Städte der Welt. Heute erzähle ich etwas über die Menschen in dieser Stadt – sie finde ich am interessantesten. Es gibt eine Studie darüber, wo in der Welt die glücklichsten Menschen leben. Einige meinen, Bangladesch gehöre dazu. Wenn man das Leben der Menschen dort beobachtet, dann bekommen Worte wie „wichtig“, „unwichtig“ und „Glück“ eine ganz andere Bedeutung. Allein dadurch ist so eine Reise wirklich unvergesslich. Eine Reise nach Bangladesch ist kein „Urlaub“, sondern eher eine Lebenserfahrung und Horizonterweiterung. Ich war wieder in einer fremden Welt, wo man sich einfach nur treiben lassen muss. Weiterlesen

Notizen aus Bangladesch – Teil 2

Zugfahren in Bangladesch.

Bleiben wir auf der Straße. In Dhaka fahren schätzungsweise 70 Prozent mit einem gefälschten Führerschein, was anscheinend nur ein kleines Problem ist. Die Polizei hat Wichtigeres zu tun. Wir waren sehr oft per Fahrrad- und Autorikscha unterwegs. Preise werden generell vorher ausgehandelt. Grundsätzlich versuchen die meisten, Ausländer doppelt zur Kasse zu bitten. Das ist verständlich, da sie alle für einen Hungerlohn arbeiten. Eine Fahrt mit der Fahrradrikscha kostet im Schnitt 40 Taka pro Kilometer. Das sind 40 Cent. Da sind wir schon auch mal zu dritt drauf gesessen; eine ziemliche Schufterei für die Fahrer. Von dem kleinen Lohn, den die Fahrer bekommen, müssen sie ca. die Hälfte abgeben, da fast alle ihre Rikschas von einem Unternehmen gemietet haben. Die neueren Rikschas haben einen kleinen Motor, wie die Elektrofahrräder hierzulande. Das macht es den Fahrern natürlich um einiges leichter. Weiterlesen

Notizen aus Bangladesch – Teil 1

Rikschas gehörten zum Straßenbild.

Es war unsere zweite Bangladeschreise. Der Grund unserer ersten war die Hochzeit meines Sohnes, was ein tief beeindruckendes und tolles Erlebnis war, worüber ich ein anderes mal berichten werde. Der Abflug war auch diesmal in Frankfurt, Zwischenstopp in Abu Dhabi. Die Wartezeit für den Weiterflug war kurz und die meisten Passagiere hatten von Abu Dhabi aus andere Ziele. Einzig ein junges Mädchen flog mit uns weiter nach Dhaka. Sie wollte dort ihre Schwester besuchen, die mit einem evangelischen Pastor verheiratet ist, der dort eine Gemeinde aufbaut. Das Abenteuer begann gleich nach unserer Landung in Dhaka. Weiterlesen

Sieben Wochen Südostasien: Kambodscha – zwischen Schock und Faszination

Der Zentralmarkt in Battambang.

Von allen Ländern, die ich bereiste ist Kambodscha wohl das unberührteste. Natürlich tummeln sich auch hier Touristen an den bekannten Hotspots, es ist problemlos möglich von A nach B zu reisen und auch die TukTuk-Fahrer stehen dicht an dicht bereit. Trotzdem merkt man, dass   viele Einheimische noch nicht so vertraut mit den „Barang“, wie Menschen aus der westlichen Welt genannt werden, sind. Auf dem Weg von Siem Reap zu einem der schwimmenden Dörfer fanden es kleine Mädchen ganz spannend, sich mit uns in unserem TukTuk zu unterhalten und konnten sich auch nicht verkneifen uns schnell noch anzufassen, bevor unsere Fahrt weiterging. Diese Neugier spiegelte sich gelegentlich in nicht ganz so symphytischer Weise auch bei den Erwachsenen wider, jedoch galt den Touristen hier eher ein neutrales Anstarren als nette Worte oder Gesten. Zu betonen ist jedoch, dass Kambodscha trotz dieser gewöhnungsbedürftigen Art mancher Einheimischer viel zu bieten hat, so habe ich neben dem Besuch von den Tempeln von Angkor und Phnom Penh auch erste Meditationsversuche, Gespräche mit Mönchen und eine abenteuerlicher Fahrt auf einem Bambuszug in Battambang zu meinen Erfahrungen zählen dürfen. Weiterlesen

Sieben Wochen Südostasien: Chiang Mai – Erlebnisse im Norden

Zeit zum Saubermachen und zum Spielen.

Chiang Mai ist wohl nicht der extraordinärste Tipp, wenn es um eine Thailand-Reise geht, aber trotzdem einen Besuch wert. Die kleine Stadt mit rund 160.000 Einwohnern ist der typische Ausgangspunkt für abenteuerliches Raften, das Kennenlernen zutraulicher Elefanten, das Erlernen der Thai-Kochkunst oder einen Ausflug in die Hippie-Stadt Pai. Genau diese Aktivitäten haben wir während unseres einwöchigen Aufenthaltes im Norden unternommen.  Weiterlesen

Sieben Wochen Südostasien: Wenn Flaschen den falschen Weg weisen

Das Taxi-Boot auf dem Weg zum Bottle Beach.

Die Reisegruppe Krüger hat sich für die Zeit in Thailand um einen männlichen Begleiter erweitert, sodass sich das Mieten eines Motorrollers schon auf Koh Samui, der „Honeymoon-Insel“ auf der Westseite Südthailands, großer Beliebtheit erfreute. So konnte ich jeden Tag mit einem mehr oder weniger guten Bauchgefühl, einem fest sitzenden Helm und meiner Kamera ausgestattet die starken Steigungen und felsigen Schotterwege der Inseln als Beifahrerin erleben. An dieser Stelle sei gesagt, dass die Straßen auf Koh Samui puren Luxus darstellen im Gegensatz zu den Erfahrungen, die wir auf Koh Tao sammeln durften.  Weiterlesen

Sieben Wochen Südostasien: Kuhmist, Wasserfälle und Stehaufmännchen

Das Waten durch den Fluss. Foto: Jennifer Jean / Authentic Indonesia

Nachdem die Gili-Inseln mit weißen Sandstränden, atemberaubenden Sonnenuntergängen beim Klang der Trommeln und dem Schnorcheln mit Schildkröten glänzen konnten, war es nun an der Zeit, dass Lombok zeigen durfte, was es zu bieten hat. Von Bali bringt ein Schnellboot die Besucher innerhalb von eineinhalb Stunden zu den Gili-Inseln, von dort aus braucht man mit einem nicht ganz so komfortablen, kleineren Bötchen weitere 20 Minuten, um nach Lombok zu gelangen. Weiterlesen