Reisegeschichten

Wattenmeerinsel Texel: Rotweißblaues Juwel der Nordsee

Das Texeler Paracentrum hat sich in seiner 35-jährigen Existenz auf dem Flugplatz Texel einen guten Ruf erworben. Sie können hier ruhigen Gewissens den First Jump Course buchen, der eine eintägige Grundausbildung umfasst, an dessen Ende Ihr erster Fallschirmsprung steht.

Möwen umschwärmen das Aussichtsdeck der Autofähre. Nach der Überfahrt von Den Helder an die Nordspitze Hollands zur größten der westfriesischen Inseln: salziger Wind, eine feuchte Brise – und eine unglaublich vielfältige Natur: Wälder, Heide, Polder, Strand, Watt, Hügel. Einmalig – und deshalb zum Nationalpark erklärt – sind die Texel Dünen, die immense Sandfläche De Hors und das Dünental Der Slufter, wo das Nordsee Wasser bei Flut Inland strömt und viele salzliebende Pflanzen wachsen. An schönen Tagen blendet der Sand wie Schnee. Und über urigen Bretterbuden, die in Holland „Pavillons“ heißen, knattert die abgewetzte rotweißblaue Flagge im Wind. Weiterlesen

Barbados: Sinnliche Genüsse für die Augen und den Gaumen

Magisch: Der Sonnenuntergang über dem Atlantik.

„Woh! I’m going to Barbados, backa to the palm trees…“ – Der 70er-Jahre Hit der britischen Studioband „Typically Tropical“ macht bis heute Sommerlaune. Auch der musikalische Empfang der Calypso-Band, zu deren Rhythmen zwei dunkelhäutige Schönheiten am „Grantley Adams International Airport“ in Bridgetown ihre Hüften schwingen, macht Lust auf Me(h)er. Wir sind eingestimmt und bereit – zum Eintauchen ins karibische Lebensgefühl! Weiterlesen

Weit abseits ausgetretener Pfade – eine Reise durch Tadschikistan

Trekking mit Pferd.

4.00 Uhr früh, Flughafen Duschanbe: verschlafene Fluggäste, Anstellen am Schalter zur Passkontrolle für die Einreise. Aber an welchem Schalter? Vier Schalter sind für Tadschiken geöffnet und nur einer für „all passports“. Der aber ausschließlich für Inhaber des kürzlich eingeführten e-Visums – das hat keiner. So bleibt der Schalter eben frei. Endlich haben wir es geschafft, und draußen empfängt uns warme Luft und der Fahrer, der uns zum Green House Hostel bringt. Vier große Koffer werden im Kofferraum der Limousine verstaut – kein Problem, viel Schnur hält die Koffer auch bei geöffnetem Deckel sicher fest. Nach kurzer Fahrt hält das Auto vor einem unscheinbaren Blechtor. Dahinter eine schöne alte Villa mit Vorgarten und altem Baumbestand. Weiterlesen

Canazei: Jeden Tag auf einer anderen Piste

Abendstimmung im Fassatal.

Geographisch ist es ein Gebirgseinschnitt, doch das weitläufige, von eindrucksvollen Bergen umgebene Tal im Norden Italiens von Molina bis Canazei hat sich zwei Namen gegeben: Von Molina bis Moena erstreckt sich das Fleimstal (Val di Fiemme) mit den Orten Cavalese und Predazzo, und von Moena bis Canazei das Fassatal (Val di Fassa). Der typisch trientinische Landstrich bildet die Grenze zu Südtirol, hier geht es vom Deutschsprachigen ins Italienische über. Vor allem aber pflegen die Einheimischen dort die ladinische Sprache. Weiterlesen

Namaste Nepal!

Gebetsfahnen sind heute im Buddhismus übliche Fahnen in meist kleiner rechteckiger Form. Sie werden von den Gläubigen bis zur vollständigen Verwitterung dem Wind ausgesetzt, damit nach ihrer Überzeugung die Gebete dem Himmel zugetragen werden. Foto: Gebeco.

Vor dem Landeanflug taucht die Kette der schnee- und eisbedeckten Gipfel des Himalaya auf. Kathmandu – wir kommen! Sobald wir den Flughafen verlassen und von unserem freundlichen Guide im Empfang genommen werden, finden wir uns in einem Wirrwarr aus fremden Eindrücken, Gerüchen und Hupkonzerten wieder. Der chaotisch wuselnde Verkehr auf den größeren Straßen scheint undurchdringlich. Zwischen hupenden Autos quetschen sich Moped- und Fahrradfahrer. Mädchen in dunkelblauer Schuluniform, die Haare artig mit roten Schleifen zu Schaukeln geflochten, überqueren todesmutig die Straße. Weiterlesen

Von furios bis kurios: Der Wilde Kaiser

Noch leuchtet der Mond über dem Wilden Kaiser, doch bald übernimmt die Sonne und wird das Gebirgsmassiv und die Ortschaft Going anleuchten. - Foto: Ferienregion Wilder Kaiser

Das Kaisergebirge, zwischen Kufstein und St. Johann in Tirol gelegen, ist ein wahrlich majestätischer Gebirgszug. Es besteht aus dem markanten Felsmassiv des Wilden Kaisers, der durch seine schroffen Zacken seinem Namen alle Ehre macht – die höchste Erhebung ist die Ellmauer Halt mit 2344 Metern –, und seinem kleinen Bruder, dem Zahmen Kaiser, dessen höchster Punkt gerade einmal die 2000-Meter-Grenze erreicht. Weder durch Straßen noch durch Seilbahnen erschlossen, ist der größte Teil des Kaisergebirges ein über 100 Quadratkilometer großes, unberührtes Naturschutzgebiet, und das seit über 50 Jahren. Weiterlesen

Waikiki – das Herz von Hawaii

Ein ganz normaler Strandtag am Waikiki Beach.

Die erste Station meiner unzähligen Hawaii-Reisen ist immer Oahu. Am „Gathering place“ landen alle großen Maschinen am Flughafen von Honolulu. Oahu ist die drittgrößte der Hawaii-Inseln und macht mit seiner knappen Million an Einwohnern 75 Prozent der Bevölkerung des 50. Bundesstaates aus. Wie auch alle anderen Inseln ist Oahu das Ergebnis zweier Vulkane, dem Waianae und dem Koonau. Mit seinen Wolkenkratzern und fast 40.000 Hotelzimmern allein in Waikiki erinnert Honolulu an die großen Metropolen des amerikanischen Festlandes. Auf den ersten Blick hat das so gar nichts mit Paradies zu tun, doch schon nach wenigen Autominuten von Honolulu entfernt, erreicht man einsame Täler, Regenwald und üppige Vegetation. Weiterlesen

Biathlon-Schnupperkurs: 50 Meter können verdammt weit weg sein

Und los gehts: Kimme – Korn und Schuss. - Foto: Dieter Warnick

Wie angenehm es doch ist, daheim im Fernsehsessel zu sitzen und sich Biathlon anzusehen. Eine Sportart, die sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem Event gemausert hat, das die Massen anzieht, egal ob an den Fernsehgeräten oder live vor Ort. Eine Sportart begeistert Millionen. Die TV-Quoten sind stabil hoch, das Zuschaueraufkommen in den Weltcup-Orten kaum zu überbieten. Ob in Ruhpolding oder Oberhof, ob in Oslo oder Trondheim, ob in Chanty-Mansijsk, Antholz, Pokljuka, Hochfilzen, Östersund, Kontiolahti oder an einem anderen Weltcuport – Biathlon erfreut sich nach wie vor einer äußerst großen Wertschätzung. Aber erst derjenige, der es ausprobiert hat, wie es ist, diesen Sport zu betreiben, kann ein wenig nachvollziehen, was jeder einzelne dieser Sportler leistet. Ein Schnupperkurs ist da genau das Richtige. Weiterlesen

Karibikinsel Saint Lucia: Dschungelkonzert der Pfeiffrösche

Wenn die tropische Nacht anbricht, dann setzt es ein, das exotische Orchester von Saint Lucia. Es klingt als würden tausende von Zikaden ihr Streichkonzert der Sehnsucht anstimmen. Doch wenn man genauer hinschaut, wenn man den Blick auf das satte Grün, unter die Blätter oder auch an Laternen oder Mäuerchen konzentriert, dann findet man immer und immer wieder – kleine, grün-braune Frösche. Weiterlesen

Vinschgau: Auf leisen Sohlen durch den Schnee

Abschalten vom Alltag: Bei einer Schneeschuhwanderung in einem der ruhigen Seitentäler des Vinschgaus ist das perfekt möglich. - Foto: Vinschgau Marketing / Frieder Blickle

Die ersten jungfräulichen Spuren in den glitzernden Neuschnee zu ziehen ist nicht jedem vergönnt und ein besonderes Erlebnis. Im Morgengrauen den Tag heraufziehen sehen und ganz gemütlich einen Schritt vor den anderen zu setzen auch nicht. Durch den unberührten Pulverschnee im Vinschgau zu stapfen und es unter den Schuhen quietschen zu hören erinnert zwar an ein dumpfes Geräusch, in Anbetracht der bevorstehenden Wanderung, mit Schneeschuhen unter den Füßen, klingt es aber wie Gute-Laune-Musik. Kein Wunder, wenn der eine oder andere neidvoll aufstöhnt, der dies nicht erleben kann. Weiterlesen

Sand, Strand, Dünen: Ferien in Nordholland

Windmühlen: Neben Blumen und Vögeln ein weiterer Blickfang in Holland, wo sie seit dem 14. Jahrhundert zur Entwässerung eingesetzt wurden, um das Wasser aus den Poldern in mehreren Stufen über die Dämme zu heben. Damit waren Windmühlen die leistungsstärksten Kraftmaschinen der vorindustriellen Zeit.

Wir kaufen holländische Tulpen und essen holländisches Lakritz und im Fußball spielt Deutschland gegen Holland. Offiziell aber heißt das Land, das an Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen grenzt, „Nederland“. Die Niederlande umfassen insgesamt zwölf Provinzen, wovon zwei „Holland“ im Namen tragen: Nordholland und Südholland. In diesen beiden Provinzen liegen Metropolen wie Amsterdam, Rotterdam und Den Haag sowie bekannte Kleinstädte wie Edam und Gouda, aus denen der gleichnamige Käse stammt. Weil von der holländischen Küste einst ein Großteil des Handels und der kolonialen Bestrebungen ausging und viel mehr Holländer in der Welt herumkamen als Bewohner anderer Provinzen, verband man das Land mit dem Namen „Holland“. Allerdings bestehen in der Regel die Bewohner des Landes darauf, dass sie Niederländer sind, sofern sie nicht aus Holland kommen. Hier und jetzt geht es hauptsächlich um Nordholland, was wirklich holländisch ist. Weiterlesen

Grenada: Spice-Island betört alle Sinne

Ein Traum von einer Insel.

Karibikinsel für Genießer, Sonnenanbeter und Naturfans: Mehr als 40 Traumstrände, Buchten, türkises Wasser, eine schier unendlich reiche Natur mit Regenwäldern, Wasserfällen, erloschenen Vulkankegeln, Kraterseen, warmen Quellen, Gewürzplantagen, aber auch alte Forts, verträumte Städtchen mit kolonialer Architektur und, für die Karibik typisch, freundliche Einwohner – das ist Grenada an der südlichsten Spitze der Windward Islands! Weiterlesen

Rund um den Kronplatz: Es muss nicht immer Ski sein

los gehts: Kimme – Korn und Schuss. - Foto: Dieter Warnick

Wer an den Kronplatz denkt, also an Südtirols Skiberg Nummer eins, der wird natürlich immer das alpine Vergnügen im Kopf haben. Denn als einer der bekanntesten alpinen Hotspots südlich des Brenners mit 114 Pistenkilometern und Abfahrten in alle Himmelsrichtungen ist der 2275 Meter hohe Berg geradezu dafür prädestiniert, elegante Schwünge in den Schnee zu zaubern. Und dennoch: Rund um die „Glatze“, wie der Hausberg von Bruneck im Volksmund genannt wird, gibt es Freizeitbeschäftigungen, die rein gar nichts mit dem alpinen Skifahren zu tun haben. Zum Beispiel in den lieblichen Seitentälern des Pustertals. Hier einige Beispiele. Weiterlesen

Marmolada: Dem Wahnsinn ganz nah

Schneebedeckte Berge wohin das Auge reicht. - Foto: Dolomiti Superski

In Superlative zu verfallen, gerade in heutiger Zeit, das ist schon fast alltäglich. Toll, krass, geil…., schon für die biedersten Dinge werden Ausdrücke verwendet, die maßlos übertreiben. Doch für einen Skitag auf der Marmolada, der “Königin der Dolomiten”, das passende Wort zu finden, fällt wirklich schwer. Wahnsinn ist vielleicht das richtige. Schon der Anblick ist unvergesslich. Weiterlesen

Azoren-Insel São Miguel: Naturerlebnis auf heißen Quellen

Vom Miradouro da Vista do Rei – der Königsblick lassen sich die Zwillingsseen noch besser wahrnehmen.

Ursprünglich und in weiten Teilen noch immer vom organisierten Tourismus verschont geblieben, rollt sich die Insel São Miguel mit 62 Kilometern Länge, 16 Kilometern Breite und 137. 000 Einwohnern mitten im Atlantik aus und bildet ein Naturparadies, das seines Gleichen sucht. Die Suche nach Party-Meile und Shoppingparadies gestaltet sich selbst in der recht großen Hauptstadt Ponta Delgada schwierig. Ursprünglichkeit und unverfälschtes Leben der kulturell sehr bunt gemischten Azorianer trifft der Reisende an auf der Suche nach einem originären Urlaubserlebnis. Weiterlesen

Nichts für Warmduscher: „Rund Fünen“ mit dem Traditionssegler Albin Köbis

Warm eingepackt gegen Kälte und Wind lässt es sich auf Deck gut aushalten.

Piekfall, Klaufall, Topsegelschot, Gaffelniederholer: Auf einem bald 70 Jahre alten, gaffelgetakelten Traditionssegler gibt es ein paar mehr Vokabeln als auf einer Yacht. Etliche Leinen führen vom Deck himmelwärts und hängen sauber aufgeschossen auf ihrem hölzernen „Nagel“. Winschen oder ähnliche technische Hilfsmittel sind nicht vorhanden. Alle Crewmitglieder helfen mit, wenn es darum geht, auf Kommando die richtige Strippe zu ziehen. Und legen sich dabei mit vereinten Kräften voll ins Zeug. Diese Art gelebter Seemannschaft macht für mich den besonderen Reiz eines „Tradis“ aus. Weiterlesen