Fern-Reisen

Abwarten und Tee trinken – Tagebuch einer Wüstentour

Dünendunst III.

In der Wüste heiße ich Hamadi. Den Namen haben mir Mohammed, Mustapha und Khalid geschenkt, gleich nach der Ankunft im Camp und der Tee-Zeremonie zur Begrüßung. Die drei jungen Männer arbeiten für Ali Mohammed Banane, der mich in das Camp in die Dünen der Erg Chegaga gebracht hat. Das Lager liegt etwa eineinhalb Stunden Autofahrt entfernt von M’ Hamid, ganz im Süden Marokkos. Kurz nach dem Städtchen mit seinen knapp 10.000 Einwohnern wird aus der Asphaltstraße eine Schotterpiste, um sich wenig später als Spur in der Wüste zu verlieren. Hier ein Autowrack, da ein alleinstehender Baum und Sand. Weiterlesen

Zwischen Himmel und Erde. Notizen aus Südafrika

An der Strandpromenade von Hermanus kennen die Touristen nur eine Blickrichtung: Hinauf aufs Meer. Ab August bringen in der geschützten Bucht die Südkaper, eine Walart, dort ihre Jungen zur Welt und sind gut zu beobachten. Hermanus ist die Wal-Metropole Südafrikas.

„Shosholoza, shosholoza / Ku lezontaba / Stimela siphum’ eSouth Africa“, sangen unüberhörbar etwa dreißig farbige Mädchen und Jungen am Flughafen Johannesburg und tanzten dazu ausgelassen. Sie zogen die Aufmerksamkeit aller weißen Mitflieger auf sich, die dem lebhaften Schauspiel wohlwollend zusahen. Das ist Südafrika, Lebensfreude und Aufgeschlossenheit , urteilten wir als Neuankömmlinge spontan. Südafrika, ein Land, in dem es möglich ist, fröhlich und hoffnungsvoll zu leben und auch Eigenheiten zu bewahren. Ein Land, in dem alle, ob schwarz oder weiß, gerne und friedlich miteinander zusammen leben. Weiterlesen

Barbados: Sinnliche Genüsse für die Augen und den Gaumen

Magisch: Der Sonnenuntergang über dem Atlantik.

„Woh! I’m going to Barbados, backa to the palm trees…“ – Der 70er-Jahre Hit der britischen Studioband „Typically Tropical“ macht bis heute Sommerlaune. Auch der musikalische Empfang der Calypso-Band, zu deren Rhythmen zwei dunkelhäutige Schönheiten am „Grantley Adams International Airport“ in Bridgetown ihre Hüften schwingen, macht Lust auf Me(h)er. Wir sind eingestimmt und bereit – zum Eintauchen ins karibische Lebensgefühl! Weiterlesen

Weit abseits ausgetretener Pfade – eine Reise durch Tadschikistan

Trekking mit Pferd.

4.00 Uhr früh, Flughafen Duschanbe: verschlafene Fluggäste, Anstellen am Schalter zur Passkontrolle für die Einreise. Aber an welchem Schalter? Vier Schalter sind für Tadschiken geöffnet und nur einer für „all passports“. Der aber ausschließlich für Inhaber des kürzlich eingeführten e-Visums – das hat keiner. So bleibt der Schalter eben frei. Endlich haben wir es geschafft, und draußen empfängt uns warme Luft und der Fahrer, der uns zum Green House Hostel bringt. Vier große Koffer werden im Kofferraum der Limousine verstaut – kein Problem, viel Schnur hält die Koffer auch bei geöffnetem Deckel sicher fest. Nach kurzer Fahrt hält das Auto vor einem unscheinbaren Blechtor. Dahinter eine schöne alte Villa mit Vorgarten und altem Baumbestand. Weiterlesen

Namaste Nepal!

Gebetsfahnen sind heute im Buddhismus übliche Fahnen in meist kleiner rechteckiger Form. Sie werden von den Gläubigen bis zur vollständigen Verwitterung dem Wind ausgesetzt, damit nach ihrer Überzeugung die Gebete dem Himmel zugetragen werden. Foto: Gebeco.

Vor dem Landeanflug taucht die Kette der schnee- und eisbedeckten Gipfel des Himalaya auf. Kathmandu – wir kommen! Sobald wir den Flughafen verlassen und von unserem freundlichen Guide im Empfang genommen werden, finden wir uns in einem Wirrwarr aus fremden Eindrücken, Gerüchen und Hupkonzerten wieder. Der chaotisch wuselnde Verkehr auf den größeren Straßen scheint undurchdringlich. Zwischen hupenden Autos quetschen sich Moped- und Fahrradfahrer. Mädchen in dunkelblauer Schuluniform, die Haare artig mit roten Schleifen zu Schaukeln geflochten, überqueren todesmutig die Straße. Weiterlesen

Waikiki – das Herz von Hawaii

Ein ganz normaler Strandtag am Waikiki Beach.

Die erste Station meiner unzähligen Hawaii-Reisen ist immer Oahu. Am „Gathering place“ landen alle großen Maschinen am Flughafen von Honolulu. Oahu ist die drittgrößte der Hawaii-Inseln und macht mit seiner knappen Million an Einwohnern 75 Prozent der Bevölkerung des 50. Bundesstaates aus. Wie auch alle anderen Inseln ist Oahu das Ergebnis zweier Vulkane, dem Waianae und dem Koonau. Mit seinen Wolkenkratzern und fast 40.000 Hotelzimmern allein in Waikiki erinnert Honolulu an die großen Metropolen des amerikanischen Festlandes. Auf den ersten Blick hat das so gar nichts mit Paradies zu tun, doch schon nach wenigen Autominuten von Honolulu entfernt, erreicht man einsame Täler, Regenwald und üppige Vegetation. Weiterlesen

Karibikinsel Saint Lucia: Dschungelkonzert der Pfeiffrösche

Wenn die tropische Nacht anbricht, dann setzt es ein, das exotische Orchester von Saint Lucia. Es klingt als würden tausende von Zikaden ihr Streichkonzert der Sehnsucht anstimmen. Doch wenn man genauer hinschaut, wenn man den Blick auf das satte Grün, unter die Blätter oder auch an Laternen oder Mäuerchen konzentriert, dann findet man immer und immer wieder – kleine, grün-braune Frösche. Weiterlesen

Grenada: Spice-Island betört alle Sinne

Ein Traum von einer Insel.

Karibikinsel für Genießer, Sonnenanbeter und Naturfans: Mehr als 40 Traumstrände, Buchten, türkises Wasser, eine schier unendlich reiche Natur mit Regenwäldern, Wasserfällen, erloschenen Vulkankegeln, Kraterseen, warmen Quellen, Gewürzplantagen, aber auch alte Forts, verträumte Städtchen mit kolonialer Architektur und, für die Karibik typisch, freundliche Einwohner – das ist Grenada an der südlichsten Spitze der Windward Islands! Weiterlesen

Azoren-Insel São Miguel: Naturerlebnis auf heißen Quellen

Vom Miradouro da Vista do Rei – der Königsblick lassen sich die Zwillingsseen noch besser wahrnehmen.

Ursprünglich und in weiten Teilen noch immer vom organisierten Tourismus verschont geblieben, rollt sich die Insel São Miguel mit 62 Kilometern Länge, 16 Kilometern Breite und 137. 000 Einwohnern mitten im Atlantik aus und bildet ein Naturparadies, das seines Gleichen sucht. Die Suche nach Party-Meile und Shoppingparadies gestaltet sich selbst in der recht großen Hauptstadt Ponta Delgada schwierig. Ursprünglichkeit und unverfälschtes Leben der kulturell sehr bunt gemischten Azorianer trifft der Reisende an auf der Suche nach einem originären Urlaubserlebnis. Weiterlesen

Grönland: Einsames Naturparadies im Eis der Arktis

Kleiner Fischkutter wartet auf den großen Fang.

Kaum mehr als vier Stunden über den Wolken, dann verlassen wir das kleine Flughafengebäude von Kangerlussuaq – und betreten eine andere Welt: Kleine, bunte Fischerdörfer, wie verloren an der endlosen Küste. Zartblaue Eisberge, die im Wasser leuchten. Weltabgeschiedene Täler, durch die glasklare Bäche rauschen. Die größte Insel der Erde zieht uns von der ersten Sekunde an in ihren Bann. Grönland – ein Land geprägt vom ewigen Eis der Gletscher und Eisberge. Und trotzdem nennen die Einheimischen die Insel „Kalaalit Nunaat – Land der Menschen“. Weiterlesen

In acht Tagen durch das Heilige Land

In Jerusalem wird die imposante Tempelmauer unterbrochen durch das Goldene Tor, durch das der Messias, wie die Juden glaubten, die Stadt betrete. Deshalb und aus strategischen Überlegungen vermauerten die Araber das Tor und legten einen Friedhof davor an. Links neben dem Tor die vergoldete Aluminium-Kuppel des Felsendoms.

Ohne Ahnung und voll eifrigen Tatendrangs rennen die Touristen in die Falle, schrieb Anna Mitgutsch in ihrem Roman „Abschied von Jerusalem“ (Berlin 21995). Denn „die Einheimischen lesen in ihnen wie in offenen Büchern“ und sehen, „ob sie ein Ziel haben oder sich treiben lassen.“ Wie Hellseher sagen sie einen Satz, „der neugierig macht.“ So ähnlich erging es uns als Tourist in Jerusalem. Als wir auf den Stadtplan schauten, bot sich uns ein Sepharde an, der umständlich und weit ausholend von der jüdischen Geschichte sprach und eigentlich nur den Weg zeigen wollte. Er führte uns kreuz und quer durch die engen Gassen des jüdischen Viertels, zeigte eine Synagoge nach der anderen und forderte immer wieder auf, Fotos zu machen von den allerbesten Motiven, die allein er kannte. Weiterlesen

Die bunten Berge der Quebrada de Humahuaca

Serranías del Hornocal, Humahuaca.

Nördlich von Salta und San Salvador de Jujuy, eingebettet in die Quebrada de Humahuaca, findet der Reisende eine faszinierende und vielfarbige Bergwelt, in welcher indigene  Bräuche mehr als anderswo in Argentinien noch erlebt und erfahren werden können: Indigenes Kunsthandwerk, die Küche der Anden und eine Kultur, in der sich prä-kolumbische und christliche Einflüsse in einer spannenden Mixtur verbinden. Dazu diese unbeschreiblichen Farben in der Natur – phantastisch! Weiterlesen

Parque Natural do Caraça: Verschnaufpause im Paradies

Caraça liegt inmitten eines Biosphären-Reservats mit üppiger Flora und Fauna.

In engen Kurven schlängelt sich die Straße durch dichte Wälder, steil bergan, gesäumt von undurchdringlichem Grün. Weit und breit keine Menschenseele, die letzten Fazendas liegen längst hinter uns. Eine Schranke markiert die Zufahrt zu einem kleinen Paradies: dem Parque Natural do Caraça. Doch erst nach weiteren gut 15 Kilometern erreichen wir das Santuário do Caraça – eine Oase der Ruhe und des Friedens im sonst vor Lebenslust und  Hektik brodelnden Brasilien. Weiterlesen

Quito: Ein bunter Höhenrausch

Auf den Hochflächen sind Pferde die wichtigsten Begleiter der Menschen.

Im Juli 2013 als bestes Reiseziel in Südamerika ausgezeichnet, mit einem neuen, beruhigenden Flughafen ausgestattet (die Landebahn ist jetzt die längste des Kontinents, sehr im Gegensatz zu den bisherigen Angstlandungs-Bedingungen) hat Quito, die höchste Hauptstadt der Welt, viel zu bieten: einen bunten Stadtkern, grandiose Aussicht vom Hausberg Pichincha, auf den eine angenehm langsame Gondelbahn hinaufführt – immerhin von 2800 auf 4200 Meter – und eine erlebnisreichen Umgebung: Die Hauptstadt von Ecuador hat ein ganz besonderes Flair. Weiterlesen