Die Südtiroler Landeshauptstadt Bozen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten neu erfunden, Tradition mit Moderne verbunden und Kultur mit Natur verschmolzen. So ist mit dem WaltherPark in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof und zur Altstadt ein Hotspot entstanden, der seinesgleichen sucht.
Zahlen und Fakten

Neuer Hotspot in Bozen ist der WaltherPark in unmittelbarer Nähe zum Zentrum. – Foto: Courtesy Waltherpark
So kann man in über 80 Geschäften unter einem Dach herrlich bummeln und shoppen. 23 Gastronomiebetriebe laden zum Verweilen ein. Für Speis und Trank ist bestens gesorgt. Entstanden sind ferner 110 Wohnungen, gestaltet von Sir David Chipperfield. Einzug gehalten hat auch, mit 114 Zimmern, die Hotelkette Falkensteiner, die folgendermaßen für sich wirbt: „Wo Glamour auf Tradition trifft. Stilvolles Design, atemberaubendes Panorama und japanische Fusion-Küche vereinen urbane Eleganz mit alpinem Charme.“ Interessant auch: Rund 1000 Menschen arbeiteten in Spitzenzeiten am Bau und es entstanden etwa 1000 neue Arbeitsplätze.
Die richtige Balance schaffen

In über 80 Geschäften kann man unter einem Dach herrlich bummeln und shoppen. – Foto: Courtesy Waltherpark
Thibault Chavanat, der französische Ingenieur und heutige Direktor des WaltherParks, erläutert das Ziel des Projekts: einen wenig genutzten Teil der Altstadt aufzuwerten und eine Balance zwischen privaten Flächen und öffentlichem Raum zu schaffen.
Die Idee für dieses spektakuläre Gebäude-Ensemble entstand 2012, die Genehmigung erfolgte 2016, drei Jahre später begann der Bau. Auf der Großbaustelle meisterten die Teams Herausforderungen, wie den Fund von Weltkriegsbomben und eine unterirdische Wasserquelle, die Überschwemmungen verursachte. Schließlich konnte die Eröffnung am 16. Oktober 2025 gefeiert werden.
Markante Fassade mit eigenständiger Identität
Das architektonische Highlight stammt von Sir David Chipperfield, dem bekannten britischen Pritzker-Preisträger. Der gebürtige Londoner schuf eine Fassade mit markanter, eigenständiger Identität.
Die 110 Wohnungen beginnen ab dem dritten Stockwerk in 15 Metern Höhe und verfügen über hängende Gärten mit beeindruckendem Stadtblick. ” Es sind keine Luxuswohnungen, sondern qualitativ hochwertige Wohnungen mit klarer architektonischer Handschrift“, erklärt Thibault Chavanat.
Eine Belebung für die gesamte Stadt

In 23 Gastronomiebetrieben findet sich für jeden Feinschmecker das passende kulinarische Erlebnis. – Foto: Courtesy Waltherpark
Den Park zwischen Bahnhof und Waltherplatz gestaltete das Berliner Büro Polymorph in enger Zusammenarbeit mit der Stadt und dem städtischen Gartenbauamt. Neue Beete, Kinderspielbereiche, städtische Möbel und ein zentraler Springbrunnen, der im Winter zur Eislaufbahn wird, beleben den grünen Raum. Verbesserte Beleuchtung und Videoüberwachung sorgen dafür, dass der Park sicher und einladend ist. Besucher können hier gleichermaßen entspannen, spielen oder einfach die Atmosphäre genießen. Gleichzeitig erweitert der Fußgängerbereich die Innenstadt um Tausende Quadratmeter urbanen Raum für die Bewohner und und Besucherinnen.
Ein kultureller Treffpunkt
Kunst und Kultur prägen den WaltherPark sichtbar: Die schwebende Installation von Sabine Marcelis, einer niederländischen Künstlerin und Designerin, ein Wandgemälde des lokalen Künstlers Egeon und diverse Grafikdesign-Arbeiten im ”Mercato Centrale“ beleben das Areal und machen es zu einem kulturellen Treffpunkt. So entstand ein Ort, an dem Architektur, Natur und Kreativität zusammenkommen.
Der WaltherPark verwandelt einen ehemals brachliegenden Bereich in ein lebendiges Zentrum für Leben, Arbeit, Kultur und Erholung in Bozen.
