Fern-Reisen



Namibia – Auge in Auge mit den schnellsten Raubkatzen der Welt

Auge in Auge mit den schnellsten Raubkatzen der Welt.

Livingstone ist schnell, sehr schnell. Links an seiner Seite hält Darwin gerade noch so Schritt. Nur noch geschätzte zehn Meter sind sie entfernt von ihrer Beute. Sie sind hungrig und steigern ihr Tempo nochmals auf mehr als 70 km/h. Staub wirbelt auf. Lange können die beiden diese hohe Geschwindigkeit nicht mehr halten. Aber die Beute ist in Reichweite, die Belohnung naht und so legen sie einen letzten Endspurt hin, bevor endlich aus der Ladefläche des vor ihnen fahrenden Pick-Ups zwei große Fleischbrocken dumpf auf dem sandigen Boden aufprallen. Weiterlesen



Tauchcamp Marsa Shagra: „Die Natur ist unser Reichtum“

Nahezu geräuschlos gleite ich durch das Element, die Arme ausgebreitet wie Schwingen. Um mich herum prasst eine Landschaft, die der Phantasie von Jules Verne entspringen könnte, mit ihrer Schönheit: Hügel und gar Berge von vielfältigen und farbenfrohen Korallenformationen, in jedem kleinsten Winkel verbirgt sich Leben. Papageienfische und Meeresschildkröten fressen sich an Korallen satt, Gelbflossendrückerfische jagen sich gegenseitig wie in übermütigem Spiel, Zackenbarsche kehren in Putzerstationen ein wie in einem Spa, Soldatenfische fixieren mich mit übergroßen Augen, Blaupunktrochen wirbeln Sand auf, Flötenfische spielen mit den Luftblasen, die wir Taucher ausstoßen, Rotfeuerfische beobachten das Geschehen im Riff mit aufgestellten Flossen, die wie indianischer Kriegsschmuck anmuten. Das schimmernde Schuppenkleid der Fische erinnert an das prächtige Gefieder von exotischen Vögeln, die Schwärme bewegen sich unisono und scheinen einer Choreographie zu folgen. Wenn es ein Äquivalent gibt, in dem sich der Mensch so frei fühlen kann wie ein Vogel, dann ist es das Meer! Hier ist das schwerelose Dahingleiten, das wir ansonsten nur in nächtlichen Träumen erleben, real. Nach einer Stunde geht unser Atemgas zur Neige, ich tauche auf und mein erster Satz lautet: „Ich hatte fast vergessen, wie unfassbar schön das Rote Meer ist!“ Weiterlesen



Rundreise Kuba: Willkommen im Land der Zigarren, Oldtimer und Lebensfreude

Havana. Foto: pixabay.com | 12019 (CC0)

Musik an jeder Ecke, freundliche Gesichter und Rum ohne Ende – das ist Kuba, wie man es kennt und liebt! Für Reiseliebhaber gibt es hier alles, was das Herz begehrt: pulsierende Städte, faszinierende Natur und traumhaft weiße Sandstrände. Auf der Welt gibt es nur wenige Orte, die mit Kuba vergleichbar sind. Und auch, wenn die kubanische Kultur eine völlig andere ist, ist ein Besuch der Insel ein absolutes Muss für alle, die auf Reiseabenteuer stehen und gerne in neue Welten eintauchen. Weiterlesen



Vancouver Island – von Bären, Walen und Natur

Abendstimmung auf der West Coast Wilderness Lodge, Sunshine Coast.

Die große Insel vor Kanadas Westküste ist ein Paradies für Aktivurlauber. Immer wieder als die schönste Insel Nordamerikas gepriesen, hat Vancouver Island keine Mühe, diesem Superlativ gerecht zu werden. Alpine Berglandschaften, üppig grüne Regenwälder, glasklare Forellenbäche und Lachsflüsse, einsame, windzerzauste Küsten, Bade- und Surfstrände sowie eine faszinierende Tierwelt erwarten den Besucher. Weiterlesen



Tobago: Liming im Reggae-Rhythmus in Trinidads Vorgarten

Trinidad is nice, Tobago is paradise – so heißt es hier ohne jede Spur von Bescheidenheit gegenüber der größeren Schwesterinsel. Der Inselstaat Trinidad und Tobago liegt vor der Nordküste Südamerikas und gehört zu den Kleinen Antillen. Das kleine Tobago liegt zwischen der südlichen Karibik und dem Atlantik – hier kann man also in zwei Meeren tauchen! Dieses Eiland in der Karibik gleich mit einer ganzen Reihe von Superlativen auf: Herrliche Strände, die der Phantasie von Location Scouts für Werbespots zu entstammen scheinen, phantastische Tauchgründe in zwei Meeren, eine einzigartige Vogelwelt, das wahrscheinlich älteste Naturschutzgebiet der Welt im Main Ridge Forest Reserve und unfassbar grundentspannte Einwohner, die gegenüber Touristen eine freundliche Neugier zeigen, sich aber auch gern wieder ihren eigenen Angelegenheiten zuwenden. Der Sound Tobagos ist geprägt von den Steel Pans, der Rhythmus der Insel vom allgegenwärtigen Reggae. Weiterlesen



Kapstädter G´schichten – Wein und Musik

Weltrentner auf Lions Head.

Südafrika. 15. September 2013. Wir sitzen im Restaurant Delaire Graff auf dem Helshoogte Pass zwischen Stellenbosch und Franschhoek und denken über unsere Zukunft nach. Wir, das sind meine Frau und ich. Der 15. September 2013 ist mein 60. Geburtstag. Es ist kühl und wolkig. In den Morgenstunden hat es geregnet. Dennoch ist unsere Stimmung gut. Denn wir freuen uns auf die kommenden Jahre, auf den Start in eine spannende Zukunft. Weiterlesen



Mit dem Motorrad durch Vietnam

Vietnam ist reine Faszination. Kaum ein anderes Land auf dieser Welt hat so viele unberührte Landschaften. Es ist voll von eindrucksvollen Gebirgen, wildem Dschungel, abertausenden von Reisfeldern, reißenden Flüssen und kristallklaren Seen. Und dies ist nur ein kleiner Teil des gesamtem Spektrums. Dennoch sind, mit großem Abstand, die Menschen das Beste was dieses Land zu bieten hat. Es gibt kaum eine Nation, in der man trotz ihrer grausamen jüngeren Vergangenheit, so viele herzensgute Menschen vorfindet wie in Vietnam. Werte wie Liebe, Freude und Gutherzigkeit werden einem jedem Tag aufs Neue näher gebracht und in diesem Land ganz groß geschrieben. Weiterlesen



Kigali – Eine Hauptstadt voller Gegensätze

Die Innenstadt Kigalis.

Kigali ist mit 1,2 Millionen Einwohnern die größte Stadt und gleichzeitig die Hauptstadt Ruandas. Auf gefühlt hunderten Hügeln verteilt, liegt die Millionen-Stadt im Herzen des kleinen ostafrikanischen Landes. Besonders auffällig ist das Grün in Mitten der Stadt. An beinahe jedem Wegrand finden sich Avocado-Bäume und verschiedenste andere Gewächse, die das Stadtbild prägen. Ebenso prägend sind die drastischen Unterschiede der Stadtviertel. Während in reichen Gegenden eine Villa nach der anderen mit einer großen Mauer geschützt ist, gibt es in den ärmeren Gegenden nur Lehmstraßen und kleine Lehmhütten, in denen die Einheimischen leben. Doch was auf dem ersten Blick nach einer Kluft zwischen Arm und Reich aussieht, ist in Wirklichkeit ein Zusammenleben. Weiterlesen



Thailand: Unvergessliche Naturerlebnisse im Regenwald

Mod Dang genießt ein Schlammbad. – Foto: Anke Sieker

Ein Selfie vom Rücken eines Elefanten aus mag das ultimative Urlaubssouvenir eines jeden Snapchatters sein. Auch im Süden Thailands gehört der Ritt auf dem asiatischen Elefanten zur beliebten Touristenattraktion. Nicht so für uns. In dem von uns angesteuerten und als besonders tierfreundlich zertifizierten Urlaubs- und Naturparadies dürfen sich die vom Aussterben bedrohten liebenswerten Dickhäuter noch in ihrem natürlichen Lebensraum frei und artgerecht bewegen, müssen keine Kunststückchen aufführen und auch nicht, wie am Fließband, Touristen-Massen durch die Gegend tragen. Weiterlesen



Fremdes Japan: Wie ich versuchte, 88 Tempel zu erobern, und mich dabei verlor

Impression.

≫Itadakimasu*≪, sagt Herr Matsugami und lächelt unergründlich. Erfolglos suche ich im Gesicht meines Gastgebers nach einem Hinweis, wie ich mich verhalten soll. Hat er gerade einen Witz gemacht? Soll ich lachen oder wäre das unangebracht? Ich probiere es mit einem freundlichen Augenaufschlag und senke gleich darauf den Blick auf das vor mir stehende Tablett. Herr Matsugami hat Köstlichkeiten der japanischen Küche zu einem Gesamtkunstwerk komponiert. Schälchen mit rohem und gebratenem Fisch grenzen an andere mit Reis und Algen. In der Mitte steht eine dampfende Schüssel Miso-Suppe, auf der zwei hölzerne Essstäbchen liegen. Weiterlesen



Im Herbstfarbenrausch per Rad durch den Nordosten der USA

Herbstfarbenrausch in den Adirondack Mountains im Bundesstaat New York. Die Herbstlaubverfärbung im Oktober wird als Fall Foliage bezeichnet.

Das Timing könnte kaum schlechter sein. Über Nacht ist aus den Tropfen ein Dauerregen geworden. Die White Mountains sind unter einer Wolkendecke begraben, und wenn der Mount Washington, mit seinen 1917 Metern der höchste Berg in New Hampshire wie auch den Neuengland-Staaten, irgendwo dort draußen sein soll, dann muss man das halt einfach glauben. Zu sehen ist wenig bis gar nichts. Jedenfalls nicht von diesem oder anderen Bergen. Aber die Natur spielt nach ihren eigenen Regeln. Rücksicht nehmen auf Touristen, die denken: Indian Summer, das klingt doch nach einer launigen Tour, pardon Radtour? Vergiss es. Immerhin: Das Laub ist bunt und bringt Farbe ins Grau.  Weiterlesen



Fès: Letzte Ausfahrt Mittelalter

Die Altstadt erstreckt sich auf hügeligem Gebiet. Hier die alte Stadtmauer von Fes / © Foto Georg Berg.

Links baumeln abgetrennte Kamelköpfe am Haken, rechts duftet Safran. Auf den Ständen  türmt sich eine Melange exotischer Gewürze. Es riecht nach Getreide, Seifen, nach süßen Backwaren und duftendem Couscous. Und immer wieder der Geruch eines scharfen Suds in einer Tajine, einem aus Lehm gebrannten Schmorgefäß mit gewölbtem Deckel. Die Talaa Kebira, die große Steige, ist die Hauptader der Medina von Fès. Es herrscht drangvolle Enge. Es türmen sich Bananen, Feigen und Datteln zu waghalsigen, farbenfrohen Pyramiden. Und die Luft vibriert von den aufgeregten Stimmen der Händler.

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Karongi – Der wohl schönste Ort Ruandas

Unterwegs auf dem Kivu-See - los geht's.

Eine dreistündige, holprige Busfahrt über unzählige Hügel in einem der beliebten Minibusse trennt Karongi von der Hauptstadt Kigali. In der Kleinstadt angekommen, fällt vor allem eins auf: Stille. Die malerische Kleinstadt Karongi (bis 2006 Kibuye) liegt im Westen Ruandas an der Küste des Kivu-Sees. Mit einer beschaulichen Größe von ca. 50.000 Einwohnern ist sie ein beliebtes Reiseziel für in- und ausländische Touristen. Weiterlesen



Der größte Kick in Nicaragua: Sandboarding auf Vulkanasche

Und ab geht's, die Lavahänge des Cerro Negro hinunter.

Hals- und Beinbruch denen, die die Abhänge von Nicaraguas „Schwarzem Berg“ hinabrauschen: auf einem Board, das eher einem Stück Sperrmüll gleicht. Plötzlich ist er da, der Abgrund, die westliche Flanke von Nicaraguas „Schwarzem Berg“, dem Cerro Negro. Hier soll’s gleich in Schussfahrt über Vulkanasche runtergehen? „Wartet auf meine letzten Instruktionen“, sagt Tourbegleiterin Marjiory, die mit ihrer Prognose Recht behalten hatte: „Wenn ihr nach unserem Aufstieg oben steht, wird es euch steil vorkommen, extrem steil. Zu Beginn sind’s 40, später 45 Grad.“ Weiterlesen