Reisegeschichten



Nordfrankreich: Gedenkstätte erinnert an das Massaker von Oradour

Von einer “deutsch-französischen Harmonie” dürfte man nicht sprechen, “die es nie gab, nie gibt und nie geben wird”, schrieb der französische Deutschlandexperte Henri Ménudier vor einigen Jahren in der Süddeutschen Zeitung aus Anlass des Besuchs des damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck in Oradour. Er könnte sich, zumindest was das zukünftige “Nie” angeht, irren. Weiterlesen



Seiser Alm: Ein einzigartiges Landschaftswunder

Das Dach eines Heuschobers – ein pfiffiges Plätzchen zum Verschnaufen. - Seiser Alm Marketing/Laurin Moser

Die Seiser Alm in Südtirol ist mit 57 Quadratkilometern die größte Hochalm Europas –  und damit ein einzigartiges Landschaftswunder. Hier kann man auf einer Höhe von 1680 bis 2350 Metern wochenlang wandern, kein Weg wird zweimal gelaufen werden müssen. Immer im Blickfeld: Lang- und Plattkofel. Und in der kalten Jahreszeit kommen sowohl die Alpinen als auch die Nordischen voll auf ihre Kosten. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es hier oben natürlich auch – für den kleinen oder großen Geldbeutel. Insgesamt gibt es über 360 bewirtschaftete Hütten, Schwaigen und bewirtschaftete Almen. Weiterlesen



Belgrad: Zwischen Popcorn und Waterfront

Ein Belgrader Rundumschlag auf der Wand eines Schulgebäudes in Dorcol.

In Belgrader Straßen riecht es nach Kino. Auf der Shoppingmeile Knez Mihailova stehen alle paar Meter gelbe Buden. Verkäufer bieten Popcorn mit balkantypischen Gewürzen feil. Musiker klimpern auf verstärkten Elektrogitarren, Maler verkaufen ihre Werke. Aus den Lautsprechern der Cafés dröhnt westliche Popmusik. Dazwischen herrscht geschäftiges Treiben. Bepelzte Serbinnen stöckeln die Fußgängerzone entlang, die Jugend ist auf dem Weg zum Kalmegdan. Die große Parkanlage rund um die Festung wartet mit Blick auf den Zusammenfluss von Save und Donau auf. Dazwischen schieben sich Touristengruppen vorwärts. Im Zentrum zwischen dem Platz der Republik und Kalmegdan ist die Stimmung wie immer. Für die umgebenden Viertel gilt das nicht. Belgrad verändert sich. Zentrum der urbanen Dynamik sind die Stadtteile Dorćol und Savamala. Weiterlesen



Grödnertal: Das Herz der Dolomiten

Die Grödner Berge bilden ein Massiv, wie es schöner fast nicht sein kann. - Foto: Val Gardena-Gröden Marketing

Der Blick zurück ist kein Blick zurück im Zorn. Der Blick zurück in diesem Fall ist ein wehmütiger. Denn wenn man das Grödnertal verlässt in Richtung Kastelruth, dann kann man einen letzten Blick erhaschen, der einzigartig ist. Unweit des Panider Sattels (1437 Meter) – die unscheinbare Straße verbindet die Orte Kastelruth und St. Ulrich – breitet sich das Tal mit seinen Ortschaften Wolkenstein, St. Christina und St. Ulrich noch einmal vor einem aus, ehe man schweren Herzens Abschied nimmt. Aber ein Wiedersehen ist ja nicht ausgeschlossen… Weiterlesen



Weißen Löwen auf der Spur

©Jonathan Ponstingl

Langsam steuert Ranger Nick den grünen Geländewagen durch das südafrikanische Lowveld. Der Baumbestand hat sich gelichtet, eine weite Grasebene öffnet sich vor der Motorhaube. Der exponierte Sitz des Spurenlesers ist zusammengeklappt. Giani hat sich auf den Beifahrersitz gesetzt. Möglichst kompakt soll das Fahrzeug erscheinen. Wir nähern uns einem Rudel Löwen. Es riecht nach Zoo. „Elefantendung“, erklärt Nick. Weiterlesen

 

Bad Berleburg: Schlossherren und Wisent-Herden

Das Wisent ist Europas schwerstes und größtes Landsäugetier. – Foto: BLB-Tourismus GmbH

Bad Berleburg nimmt für sich in Anspruch, ein „Naturparadies in Südwestfalen“ zu sein. Das kann man jederzeit so stehen lassen. Die Stadt gehört zum Kreis Siegen-Wittgenstein in Nordrhein-Westfalen, hat 20 000 Einwohner und ist mit 275 km² eine der flächengrößten Städte Deutschlands. Die Menschen, die hier im Rothaargebirge leben, sind größtenteils mit sich und den Lebensumständen im Reinen, und die Gäste, die hier urlauben, haben ungeahnte Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Vor allem das Schloss Berleburg und die Wisent-Welt lohnen einen Besuch. Weiterlesen



Lindau: Die bayerische Riviera liegt am Bodensee

Der Lindauer Jahrmarkt findet bereits seit 1652 statt und ist ein wahrer Besuchermagnet. Rund um die Seehafenpromenade, am Reichsplatz sowie am Bahnhofsplatz laden über 60 Schausteller zum Vergnügen ein. – Foto: Hari Pulko / Lindau-Tourismus

Wenn die kalte Jahreszeit zum baldigen Rückzug „aufgefordert“ wird, weil die ersten warmen Sonnenstrahlen die Oberhand gewinnen und die Herzen der Menschen hüpfen lassen, wenn eine Entenfamilie friedlich im glasklaren Wasser ihre Runden zieht und über die bevorstehenden Wochen und Monate, die da kommen, wohl ebenso erfreut sein wird, wenn die Segelboote aus der „Winterpause“ geholt werden, um für die ersten Törns startklar gemacht zu werden, wenn die Berge im Hintergrund – von Tag zu Tag mehr – ihre noch schneebedeckten Gipfel freilegen, wenn ein Glas gutgekühlten Weißweins einem Heißgetränk ganz allmählich den Rang abläuft, dann ist ein Verweilen in einem der zahlreichen Cafés mit Blick auf die prächtige Hafeneinfahrt ein ausgezeichneter Ort, die Seele baumeln zu lassen. Weiterlesen



Hochfilzen: Österreichs Schneeloch und Biathlon-Hochburg

Die beschauliche Ortschaft Hochfilzen hat 1200 Einwohner, ist weithin als „Schneeloch“ bekannt und als Biathlon-Hochburg bei den Athleten in aller Welt geschätzt. - Foto: rolart-images

Im idyllisch gelegenen Tiroler Dörfchen Hochfilzen (959 Meter) im sonnigen Pillerseetal gibt es Winter für Winter Schnee über alle Maßen; der Ort ist als regelrechtes „Schneeloch“ in ganz Österreich und darüber hinaus bekannt. Die Straßen, die dorthin führen, sind oftmals von hohen „weißen Wänden“ eingezäunt, und die Loipen erwarten die Langläufer mit einem herrlichen Naturschnee-Erlebnis. Auch mit einem schlecht ausgeprägten Orientierungssinn kann man nicht vom Weg abkommen, denn das Loipennetz ist nicht so ausgedehnt, dass man sich Sorgen machen müsste, nicht zum Ausgangspunkt zurückzufinden; außerdem sind alle Strecken perfekt ausgeschildert. Weiterlesen

 

Arabba: Remmidemmi und Schickimicki haben keine Chance

Das Skigebiet rund um Arabba und die Civetta (Mitte) lässt absolut keine Wünsche offen. - Foto: Ghedina

Die Fahrt nach Arabba, am Fuße des Sellastockes gelegen, kann ganz schön strapaziös und langwierig sein. Vor allem dann, wenn der Winterhimmel seine Schleusen geöffnet hat und Frau Holle die Kissen ausschüttelt. Dann muss der Winterdienst Schwerstarbeit leisten, damit die Straßen passierbar bleiben. Lawinenabgänge und die Pass-Straßen können nämlich so manche Verbindung unmöglich machen. Weiterlesen



Azoreninsel São Miguel: Von Ananasplantagen und heißen Badebecken

Sete Cidades.

Ana Arruda blickt nachdenklich in die Ferne. Sie sitzt im weitläufigen Garten ihrer Ananasplantage auf der Azoreninsel São Miguel. Vor 17 Jahren ist sie aus Lissabon auf die Plantage ihres Großvaters zurückgekehrt, die davor von ihrer Mutter betrieben wurde. Jetzt ist es an der Zeit, einen Nachfolger zu finden, denn der Besitz soll auf jeden Fall in der Familie bleiben. Ihre Tochter hat sich beruflich ganz anders orientiert. Als Diplomatin reist sie um die Welt. Doch ihr Sohn und Schwiegersohn zeigen Interesse und vielleicht wird eines Tages eines ihrer Enkelkinder die Plantage leiten. Weiterlesen



Katalonien: El Berguedà – ein Dorado für Naturliebhaber und Feinschmecker

Bergueda ist Natur pur: Berge, Felder, Wiesen und Wälder mit Pilzen, Hirschen und Wildschweinen © Rafael Lopez-Monné

Was die Köchin auftischte, ließ alle am Tisch innehalten. Den Teller bedeckte ein Mosaik aus Fleisch – brauner Schinken, roter Chorizo und schwarze Butifarra, Paprika- und Blutwurst. Die kann auch weiß sein; wenn kein Schweineblut zugefügt wurde. Ein Klassiker der spanischen Pyrenäen, genauer gesagt, der katalanischen Küche. Weiterlesen



Pillerseetal: Zur Hochzeit ins Gipfelkreuz

Der Rundumblick vom Lärchfilzkogel aus ist atemberaubend. – Foto: Dieter Warnick

Mit seinen 270 Pistenkilometern gehört der Skicirkus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn zu den Global Playern, das ist unbestritten. Wer als kleines Skigebiet die Möglichkeit hat, daran „anzudocken“, der hat alles richtig gemacht. Zu verdanken, dass alles so gekommen ist, wie es jetzt ist, hat dies die Marktgemeinde Fieberbrunn in erster Linie dem Engagement der Geschäftsführer der Bergbahnen, Toni Niederwieser und Martin Trixl. Beide waren die treibenden Kräfte, dass das Projekt nach einer langen Planungsphase in die Tat umgesetzt wurde. Weiterlesen