Reisegeschichten



Görlitz: Ein einzigartiges Freiluft-Museum

Der Görlitzer Untermarkt ist der zentrale Ort in der Altstadt. Der Platz ist durch die mittige Bebauung in einen nördlichen und einen südlichen Teil getrennt. Der Neptunbrunnen (im Vordergrund) befindet sich an der Stelle eines historischen Röhrkastens (eine Art Brunnen) und wurde 1756 fertiggestellt. Die Alte Waage und mehrere Bürgerhäuser, die sogenannte Zeile, teilen den Untermarkt hinter dem Brunnen in zwei Teile. In der Enge der Stadt wurden schon vor 400 Jahren fünf Etagen hohe Wohnhäuser erbaut. – Foto: Dieter Warnick

Diese Stadt ist ein Gesamtkunstwerk und an architektonischem Reichtum kaum zu überbieten! Ein einziges, ja einzigartiges, großes Freiluft-Museum mit einer Ansammlung außergewöhnlicher Bauwerke und bedeutender Baudenkmäler unterschiedlichster Stilepochen. Annähernd 4000 Gebäude stehen unter Denkmalschutz – schier unglaublich. Das Zentrum überzeugt in selten dagewesener Harmonie und Schönheit. Weiterlesen



Auf den Spuren von Künstlern – Mit dem Rad zu Joseph Beuys

Kühe am Rhein

Mit dem Rad rollt ein Mann in den mittleren Jahren mit Anglerweste und Hut drei Stufen hinab. Er ignoriert das Hindernis und schaut in die Ferne. Der Radler ist Joseph Beuys, der von der Kunstakademie Düsseldorf entweder zu einem seiner Lieblingskneipen in der Altstadt radelt oder sich auf den Weg macht zu seiner Atelier-Wohnung in Oberkassel. Vom obersten Stockwerk bis in den Keller hinab bugsierte auf dem Rad bereits der junge Joseph in der Klever Hindenburg-Oberschule. Eine seiner Marotten! Seine Mutter liebte sie nicht, zumindest aber brachten sie ihm die Anerkennung seiner Kameraden. Damals nannten sie ihn „Bomber“. Nicht ahnend, dass im Zweiten Weltkrieg ihr Mitschüler in einem Bomber über der Krim abgeschossen wurde. Dieser Abschuss, die legendäre Rettung und Heilung bewirkten, dass Beuys nach dem Krieg seine Zukunft als Künstler sah. Weiterlesen



Bautzen: Türme, Senf und eine unrühmliche Vergangenheit

Altstadtpanorama mit (von links) der Alten Wasserkunst (das Wahrzeichen der Stadt), Michaeliskirche, Wasserturm und Dom St. Petri. – Foto: Jens-Michael Bierke

Zwei Sprachen, acht Museen, 17 markante Türme und Bastionen, 20 Sorten Senf, 200 Dinosaurier, eine über 1000-jährige Geschichte sowie unzählige Kneipen und gastronomische Betriebe – Bautzen, auf einem Felsplateau erbaut, muss man einfach gesehen haben. In der 38 000-Einwohner-Stadt in der Oberlausitz (Sachsen) leben nicht nur Deutsche, sondern auch Sorben, Angehörige des kleinsten slawischen Volkes. Weiterlesen



Timmendorfer Strand: Trotz Corona pulsiert das Leben

Besser geht`s nicht: Blauer Himmel, eine blaue Ostsee und ein kilometerlanger Sandstrand. – Foto: TSNT GmbH

Einer der bekanntesten Küstenabschnitte Deutschlands befindet sich am südwestlichsten Strand der Ostsee, an einer der lieblichsten Gestaden der Lübecker Bucht, ist sieben Kilometer lang, erstreckt sich von der Ortschaft Niendorf bis vor die Tore der Gemeinde Scharbeutz, ist „übersät“ von feinstem Sand und unzähligen Strandkörben und ein Dorado für alle Wasserratten und Sonnenanbeter – die Rede ist von Timmendorfer Strand, einem Touristen-Hotspot, der diesen Namen wahrlich verdient. Weiterlesen



Der Ammersee – Bayerns drittgrößtes Binnengewässer: Lässiger geht’s nicht

Sonnenuntergang am Ammersee. – Foto: Kunz-PR

Der Ammersee, rund 40 Kilometer südwestlich von München gelegen, ist mit einer Uferlänge von 43 Kilometern und einer Fläche von 47 km² ein gutes Stück kleiner als der in der Nachbarschaft liegende, mondäne Starnberger See (Uferlänge 50 Kilometer, Fläche 57 km²), und auch ein bisschen unbekannter als sein großer Bruder, aber keineswegs weniger reizvoll. Anwohner und Urlauber genießen zu jeder Jahreszeit das entspannte Lebensgefühl am, im und rund um den See. Zwischen den Ortschaften Utting (4550 Einwohner) und Dießen (11 100 Einwohner) am Westufer sowie Herrsching (11 000 Einwohner) im Südosten herrscht Einigkeit: Lässiger lässt es sich kaum leben. Besonders im Sommer, wenn der Tag mit einem Kopfsprung vom Sprungturm beginnt und mit einem „Sundowner“ am Strand endet. Weiterlesen



Unterwegs auf Seeland: Dänemarks schönste Insel

Am Hafen von Rörvig.

Von unberührten Sandstränden, kleinen Fischerdörfern, Algenfarmern und Glaskünstlern: Die Anreise ist schon ein Erlebnis. Wer von der dänischen Insel Fünen auf die Insel Seeland will, kommt nicht an ihr vorbei: Die Storebæltsbroen oder auch die Brücke über den Großen Belt ist ein Bauwerk der Superlativ mit einer stolzen Gesamtlänge von fast 13.500 Meter. Es ist ein faszinierendes Gefühl, auf diesem Mega-Bauwerk zu fahren: Das Meer glitzert in der Sonne und vor dem Auto die schier endlose Fahrspur, die den Eindruck vermittelt, in die Unendlichkeit direkt auf dem Wasser zu fahren. Doch viel zu schnell hat man schon wieder festen Boden unter den Reifen, und jetzt heißt es: Willkommen auf Seeland, Dänemarks schönster Insel. Weiterlesen



Auf den Teide: Dem Himmel so nah

Vater Teide: mit 3718 Metern Höhe ...

Talstation des Teleférico del Teide, Punkt neun Uhr: Die Sonne strahlt und der Himmel hat jenes Tiefblau, das man eigentlich so nur aus den Alpen im Winter kennt. Wir aber sind mehr als 3000 Kilometer Luftlinie südwestlich der Alpen, mitten im Frühling und mitten im Atlantik: auf Teneriffa – zum Bergsteigen, besser zum Berg besteigen. Es kribbelt im Bauch. In null Komma nix oder genauer gesagt in acht Minuten schwebt die Gondel hinauf zur Bergstation. Von der Talstation auf 2356 Metern bringt die Gondel 43 Bergfexe und mich rund 1200 Meter höher auf 3555 Meter. Ohne noch auf dem Gipfel des Wahrzeichens der Kanarischen Inseln zu sein sind das schon erstaunliche 593 Meter mehr als unsere Zugspitze misst! Weiterlesen



Isola Albarella – die elegante Privatinsel für jedermann

Klein und fein, nicht nur aus der Vogelperspektive – die Isola Albarella. – Luftaufnahme: Mirco Toffolo

In der griechischen Mythologie sind die Inseln der Glückseligen (griechisch Elysion) im äußersten Westen des damaligen Erdkreises. Hierhin wurden die Helden der Antike entsandt, um als Unsterbliche ein glückliches Leben zu führen. Die Helden des Alltags in unseren Tagen müssen sich jedoch die Orte zum Glücklichwerden selber suchen – zumindest jene für die wenigen Urlaubswochen des Jahres. Weiterlesen

 

Lenggries: „Wo no g´scheid g´rodld, g´schwitzd und g´wanderd wird“

Lois Oswald steht mit dem „Husse“ und dem anderen Rotwild auf „Du und Du. – Foto: Kunz-PR

Rodeln, sogar bergauf, einen Hirsch küssen, über unberührte Hänge und durch stille Täler Schneeschuhwandern. Aber auch Langlaufen in Sonnen- oder Mondschein, Whirlpool und Fass-Sauna mit Aussicht, im luxuriösen Bergcamping nächtigen und natürlich: reichlich Schlemmen auf einer der vielen Hütten am Brauneck. Alternativen zum reinen Alpin-Ski bietet Lenggries reichlich. Und begeistert damit vor allem Eltern und Kinder sowie Genießer. Der perfekte Wintertag im Isarwinkel lockt mit einem Mix aus Abenteuer und Romantik abseits der Piste Weiterlesen

 

Serfaus-Fiss-Ladis: Ideale Destination für Freeride-Einsteiger

Für diese drei Wagemutigen geht es bald weiter. - Foto: Christian Waldegger

Serfaus-Fiss-Ladis spielt in der Champions League der Skigebiete ganz vorne mit. Neben den 214 Kilometern Pisten finden Variantenfahrer zehn offizielle Abseits-Routen. Gerade Freeride-Einsteiger sammeln hier erste Erfahrung im Gelände, können den Tiefschnee unbeschwert genießen und profitieren von der vorbildlichen Markierung auf den Routen. Weiterlesen



Region Villach: Winterzauber im Herzen Kärntens

Winterlandschaft bei Arriach. – Foto: Region Villach Tourismus / Adrian Hipp

Kaum eine Wintersportregion vereint derart viele Freizeitmöglichkeiten wie Villach in Kärnten: Skisport wird auf der Gerlitzen Alpe und dem Dreiländereck geboten, Tourengeher und Langläufer finden im Naturpark Dobratsch optimale Bedingungen, Stadterlebnis verspricht Villach und als Sahnehäubchen wartet die KärntenTherme in Warmbad-Villach. Weiterlesen



Kelchsau: Ein Tag im kleinsten Wintersport-Gebiet der Kitzbüheler Alpen

Die Rodelstrecke bei der Haagalm ist nicht nur bei Touristen gefragt. – Foto: Silvia Seebacher

Was ist denn das hier? Wer moderne High-Tech-Skigebiete gewöhnt ist, begibt sich in der Kelchsau auf Zeitreise. An der Talstation ein Parkplatz ohne Einweiser und mit ganz viel Platz zum Parken. Ein Zweier-Sessellift, der an eine schwebende Holzbank mit Sicherheitsbügel erinnert und so gemächlich nach oben zuckelt, dass man sich fragt, ob der soeben gestartete Tourengeher vielleicht schneller ankommt. Die Entdeckung der Gemächlichkeit und der Beginn eines Skitags in der Ferienregion Hohe Salve inmitten der Kitzbüheler Alpen. Weiterlesen