Nah-Reisen



Eichsfeld: Eindrucksvolle Kulturlandschaft in der Mitte Deutschlands

Das Eichsfeld erstreckt sich im nordwestlichen Teil Thüringens, im Südosten Niedersachsens und im nordöstlichen Hessen. Der größte Teil dieser traditionellen Kurturlandschaft ist ländlich geprägt. – Foto: Thüringen Tourismus GmbH

Der Markt Kipfenberg im Landkreis Eichstätt ist der geografische Mittelpunkt Bayerns. Das ist sicher. Nicht gesichert ist dagegen, welcher Ort der Mittelpunkt Deutschlands ist. Darüber streiten sich die wissenschaftlichen Geister. Sicher ist nur, dass dieser Ort in Thüringen liegt. Größtenteils dort eingebettet ist das malerische, ursprüngliche Eichsfeld – eine in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung unbekannte, aber eindrucksvolle Kulturlandschaft, die im „Dreiländereck“ zwischen Thüringen, Niedersachsen und Hessen liegt. Weiterlesen



Südjütland: Die Suche nach den Bausteinen der Hygge

Dorte Amelung, Frank Hansen und die Inhaber des Lokals, Sune Axelsen und Jesper Kock (von links), präsentieren die Bestandteile einer typischen südjütländischen Kaffeetafel

Wie Tapas zieren die kleinen Brötchen, aus denen bescheiden die Käsescheiben zu erkennen sind, die Tische. Umrahmt werden sie von Kuchenstücken, die ein Fünfjähriger als portionsgerechtes Häppchen empfindet. Liebevoll zubereitet und zu Hunderten auf den Tischen verteilt. Mit Blaubeeren und Sahne gefüllt oder auch nur als fester Teig mit Zucker dekoriert. Jesper Kock und Sune Axelsen dekorieren die Tische mit ihrem Team, das für die Feier zuständig ist, die ein- bis zweimal jährlich im Zentrum von Sonderborg stattfindet. Südjütländische Kaffeetafel wird die Zusammenkunft genannt, zur der sich im Laufe des frühen Nachmittags Dutzende von Menschen einfinden, die miteinander reden, gemeinsam singen und eben die kulinarischen Leckerlies vertilgen, für die es eine festgelegte Rezeptfolge gibt. Weiterlesen



Großarltal: „Im Tal der Almen“ gibt es viel zu erleben

Hüttschlag ist ein Bergsteigerdorf und somit Ausgangspunkt für herrliche Wanderungen und Bergtouren. - Foto: www.großarltal.info

Ohne markige Sprüche geht in der Tourismusbranche nichts mehr. Da wird –  vielleicht sogar ohne einen adäquaten Vergleich vorgenommen zu haben – geworben mit dem Berg, der die längste Skiabfahrt und die steilste Downhillstrecke zu bieten hat; oder es wird philosophiert über ein spektakuläres Gebirge mit den schroffesten Zacken und Zinnen. Oder es wird auf eine Bergflanke aufmerksam gemacht, die den spektakulärsten Klettersteig ihr Eigen nennt. Oder eine Talschaft rühmt sich, das beste Radwegenetz von allen zu haben. Oder – wie am westlichsten Zipfel Portugals gesehen, wo die letzte Imbissbude vor Amerika zu einer allerletzten Stärkung einlädt. Und, und, und… Dem Feriengast wird es heutzutage also nicht gerade leicht gemacht, aus den Superlativen das Richtige für sich auszuwählen. Es geht aber auch anders.  Weiterlesen

 

Fassatal: Auf Skiern zwischen drei Welten

Eine gewaltige Bergwelt wartet auf die Gäste des Fassatals.

3256 Meter! Höher geht es in den Dolomiten nicht. Auf jeden Fall nicht mit Skiern. Wir stehen auf der Marmolada, blicken von der Hütte, die wirkt als stamme sie noch aus der Zeit zwischen den Weltkriegen, auf die steile Südseite des Massivs und auf die weiten Skihänge des einzigen Gletschers im Gebiet von Dolomiti Superski. Weiterlesen



Wildschönau: Als sich die komplette Landesregierung den Allerwertesten abfror

Breit öffnet sich dem Betrachter das beschauliche Alpachtal. - Foto: Wildschönau Tourismus

Die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg waren, das ist ja hinlänglich bekannt, vom Bemühen geprägt, die verloren gegangene Ordnung wiederherzustellen. Ferner die am Boden liegende Wirtschaft in Gang zu bringen und die Schäden an der Infrastruktur zu beheben. Das war in den vielerorts zerbombten Städten so, auf dem flachen Land ebenso und natürlich auch in den Bergen. Ab1947 begann der Nachkriegsboom, auch Wirtschaftswunder genannt. Weiterlesen



Garmisch-Partenkirchen: Hier wächst der Likör auf der Bergwiese

Historisches Ensemble – die Ludwigstraße im Ortsteil Partenkirchen. - Foto: Markt Garmisch-Partenkirchen / Marc Hohenleitner

Wer Garmisch-Partenkirchen nur auf Wintersport, Sommerfrische, die Zugspitze und Olympia 1936 reduziert, der wird ziemlich unwissend die Heimreise antreten. Denn die Marktgemeinde mit ihren 29 000 Einwohnern und 10 000 Gästebetten hat weit mehr zu bieten als nur Wandern, Skifahren, urige Wirtshäuser oder sonnenüberflutete Straßencafés. Weiterlesen



Liebliches Taubertal: Wo es Schneeballen auch im Sommer gibt

Bäckermeister Florian Striffler zeigt einen Korb mit einer Rothenburger Spezialität, den Schneeballen.

Wer sich im liebreizenden Tal des Flüsschens Tauber, im “Grenzgebiet” zwischen Mittelfranken, Württemberg und Baden kulturell, museal und kulinarisch auf eine Erlebnisreise begibt, der kann nichts falsch machen, rein gar nichts! Unsere Reise beginnt in Rothenburg ob der Tauber und endet in Tauberbischofsheim. Weiterlesen



Finnmark: Die nördlichste aller Herausforderungen

Nord-Norwegen ist durchaus reizvoll und lädt zur einen oder anderen Wanderung ein.

Wenn man die Finnmark, den nördlichsten Zipfel von Norwegen besucht, muss man schon einiges an Masochismus und Fatalismus mitbringen, denn einfach wird einem das nicht gemacht. Abgesehen von der Strecke, die man da zurückzulegen hat (von Oslo sind es weitere zwei Stunden Flug) ist vieles an diesem Land gewöhnungsbedürftig. Wer es gerne warm und sonnig – oder wenigstens schneefrei und klar – mag, ist hier meist fehl am Platz: Bei 14 Grad und bedecktem Himmel würden sich die Norweger am liebsten alle Kleider vom Leib reißen (was sie aber nicht tun, nicht einmal in der Sauna) und freuen sich über den herrlichen Sommertag. Bei einer sommerlichen Durchschnittstemperatur von elf Grad irgendwie verständlich. Weiterlesen



Die Region Valsugana im Trentino: Hier beginnt Italien

Abheben und wie ein Adler schweben...

Hinter jeder Kurve eine Überraschung: atemberaubende Bergwelt, mediterrane Städte und smaragdgrüne Seen. Der Levicosee und der Caldonazzosee im Valsugana haben alles, was auch den Gardasee so attraktiv macht – sind aber weniger überlaufen. Sie dürfen als einzige Gewässer im Trentino die Blaue Fahne Europas hissen. Weiterlesen

  

Im Weinviertel wird eingeschenkt und aufgetischt

Besonders gemütlich geht es bei den vielen Kellergassenfesten zu, die in jedem Dorf oder größerem Ort zur Zeit der Weinlese stattfinden. - Foto: Weinviertel Tourismus / Lahofer

Der Name Weinviertel sagt es ja schon: In dieser Region dreht sich alles um Wein, Weißwein, in erster Linie um den Grünen Veltliner (und mit Abstrichen Welschriesling und Weißburgunder). Die Weinbauern im Osten Österreichs verdanken Auskommen und Wohlstand ihrem kostbarsten Gut – dem ertragreichen Löss- oder Lehmboden. Denn, das ist ja hinlänglich bekannt, ist der Boden, auf dem die Rebstöcke gedeihen, die Grundlage jeglichen Weinbaus. Die mineralreichen, dominanten Lössböden und das milde Klima bilden die perfekten Bedingungen, um kräftige, füllige Weine hervorzubringen, unter anderem den Grünen Veltliner. Auf weit über 90 Prozent der gesamten Weinbaufläche wird hier Weißwein angebaut, für die rote Traube bleibt da nicht mehr viel übrig.

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Unterwegs im Wattenmeer: einmal Abenteuer und zurück!

Und dann passiert es: Bei wenig bewölktem Himmel versinkt die rotglühende Sonne langsam im Wattenmeer. Was für ein Anblick!

„Da, ein Seehund!“, ruft plötzlich einer der Teilnehmer. Was? Wo denn? Ja, da! – schallt es durch die Gruppe und alle zücken ihre Kameras. „Ja, ja, ein Seehund“, wiederholt Gerke Ennen mit gepielter Begeisterung. Schließlich hat der erfahrene Wattführer für die Teilnehmer seiner Wattwanderung gerade einen Schlangenseestern aus der Nordsee gefischt. Dafür ist er tief in die Nordseewellen gestapft, um seinen kleinen Kescher immer wieder durch das auflaufende Wasser zu ziehen. Er wird am Ende nicht der einzige mit nasser Hose sein. Weiterlesen