Nah-Reisen



Tölzer Land: Ein Blick hinter die Kulissen des Leonhardritts

Im Innenhof des Klosters von Benediktbeuern wird die Pferdesegnung von Bauern, Bäuerinnen und Vereinen in Festtagskleidern sowie mit viel Schmuck für Rösser vom Pony bis zum Kaltblüter zelebriert. - Foto: Dieter Warnick

Im Tölzer Land zu leben, heißt für die allermeisten Menschen: die Traditionen hochhalten (und nicht nur davon reden), das Brauchtum pflegen (und nicht nur bestaunen), alte Sitten hüten (und nicht nur davon schwelgen) sowie uralte Gepflogenheiten bewahren (und sie nicht nur genießen). Auch auf Jahrhunderte alte Überlieferungen wird sehr viel Wert gelegt. Das ist natürlich in anderen (ober)bayerischen Regionen ähnlich, aber das Tölzer Land, und speziell die Stadt Bad Tölz, kann für sich in Anspruch nehmen, auf die älteste und bedeutendste Pferdewallfahrt zurückblicken zu können. Aus diesem Grund wurde der Leonhardiritt im Juli 2016 als immaterielles Kulturerbe der UNESCO in Bayern anerkannt. Weiterlesen



Irland: Grüne Insel mit Ginster, Guinness und atemberaubenden Wanderwegen

Wenn man nach Westirland kommt , wo die Farbmacht der grün-gelben Ginsterflächen einem die Sinne überwältigen, und wenn man dann an einer der menschenleeren Buchten steht – dann kann man den Eindruck haben, es habe sich hier seit ewigen Zeiten kaum etwas verändert… Die irische Westküste mit ihrer wilden Schönheit und all ihren Texturen und Farben, dort wo die Leute noch die gälische Sprache sprechen und Schafe immer Vorfahrt haben, bietet alles, was den Charme von Irland ausmacht, und sogar ein bisschen mehr. Zum Beispiel die höchsten Klippen in Europa. Die Seeklippen von Slieve League an der Südwestspitze der Grafschaft Donegal fallen 601 Meter steil in den Atlantik ab Weiterlesen



Bad Steben: Nicht nur durch die Hölle gehen

Brunnen vor den Arkaden im Kurgarten von Bad Steben. – Foto: Reinhard Feldrapp

Ganz im Norden Bayerns, dort, wo der Freistaat endet und Thüringen nur einen Katzensprung entfernt ist, liegt das beschauliche Bad Steben, eines von fünf bayerischen Staatsbädern (neben Bad Steben sind dies Bad Brückenau, Bad Kissingen, Bad Bocklet und Bad Reichenhall). Die oberfränkische Marktgemeinde mit ihren 3500 Einwohnern hat jede Menge zu bieten. 368 000 Übernachtungen im Jahr, davon 47 000 von Kurgästen, sprechen eine deutliche Sprache. Die Gegend ist mal lieblich, mal wild. Franken pur eben! Weiterlesen



Nazaré: Fantastische Welterbestätten statt gigantischer Wellen

Die Felsenspitze mit dem Leuchtturm, Farol da Nazaré, ragt weit in das Meer und teilt den Strand in einen südlichen und nördlichen Teil.

Gigantische Wellen lockten nach Nazaré. Die mit etwa 30 Metern größte Welle der Welt wurde dort 2011 fotografiert und ins Guinness Book of World Records aufgenommen. Etwas kleiner sollten die Wellen schon sein. Denn unsere Surf-Fähigkeiten waren bescheiden und die Angst vor großen Wellen war beträchtlich. Als wir in Nazaré eintrafen, gab es allerdings nur eine einzige Welle, die kurz vor dem Strand umschlug. Dafür bestand der Strand aus allerfeinsten Sand, war kilometerlang und viele Meter breit. Damit der angespülte Sand nicht allzu sehr in die Höhe wuchs, schoben ihn zwei Planierraupen tagtäglich zurück ins Meer. Weiterlesen



Churfranken: Wo sich Main, Wein und Fachwerk treffen

Weinberge in Klingenberg. – Foto: Churfranken e.V. / Dominik Stapf

Churfranken? Selbst eingefleischte Nordbayern, die weiter östlich oder südlich beheimatet sind, müssen bei dem Begriff angestrengt nachdenken und wissen oft wenig bis nichts darüber. Das liegt daran, dass es die Marke Churfranken als solche erst seit ein paar Jahren gibt, genau genommen seit 2007. Quasi als Werbe-Label, um das touristische Potenzial der Region vollends auszuschöpfen. Das Gebiet, um das es sich handelt, meint das westliche Unterfranken an der Nahtstelle zwischen Odenwald und Spessart – mit der Stadt Miltenberg, den sich in nächster Nähe befindlichen idyllischen Weinorten und dem Main als Schwergewichte. Weiterlesen

 

Wandern in Norwegen – Die fünf schönsten Orte

Foto: pixabay

Hohe Berggipfel, sandige Strände, Wasserfälle, steile Klippen, und tiefe Tälern. Ein kurzer Blick auf die abwechslungsreiche Landschaft Norwegens zeigt, dass Norwegen eines der atemberaubendsten Länder der nordischen Region ist. Das zwingt einen gerade dazu, das Ganze aus erster Hand zu erleben. Am besten natürlich zu Fuß. So lässt sich die ganze Schönheit Norwegens am besten greifen. Weiterlesen

   

Bad Reichenhall: Kunstakademie als kultureller Leuchtturm

Bad Reichenhall verfügt über eine großzügig gestaltete Fußgängerzone, schöne Plätze und viele Brunnen; ein Besuch lohnt allemal. – Foto: Berchtesgadener Land Tourismus / Tom Lamm

Bad Reichenhall hat viele Gesichter. So viele, dass Besucher mitunter aus dem Staunen nicht herauskommen. Das, was sie als erstes erwartet, ist gelebte Tradition und bäuerliches Brauchtum, das dort gepflegt wird. Logisch, ist die Große Kreisstadt im Berchtesgadener Land doch ein Inbegriff oberbayerischer Lebensphilosophie. Und sie hat das Ambiente einer modernen Kurstadt. Weiterlesen



Łódź: Eine Stadt in neuer Blüte

Gewaltige Fabrikstädte im Backstein-Look, uralte Schlote, schlossartige Villen von Textilbaronen:  Die Industriekultur von Łódź, Polens drittgrößter Stadt, versetzt ins Staunen. Noch vor  kaum zweihundert Jahren lebten hier nur wenige Hundert Einwohner.  In der Mitte des 19. Jahrhunderts aber entwickelte sich das Städtchen 130 Kilometer südlich von Warschau vom Provinznest zum „Manchester Polens“, und das innerhalb weniger Jahre. Bis in die späten 1980er-Jahre rauchten die Schlote, dann setzte der Niedergang ein. Nach einer Phase der Verwahrlosung und Ratlosigkeit besinnt sich die Stadt heute auf ihr industrielles Erbe – und pflanzt den Fabrikruinen neues Leben ein. Weiterlesen



Skigebiet Hochzeiger: Bestens geeignet für Familien mit Kleinkindern

Familien mit jüngeren und älteren Kindern sind am Hochzeiger perfekt aufgehoben. – Foto: Daniel Zangerl

Wer sich zu früher Stunde, so gegen 7.30 Uhr, schon ins Skigebiet Hochzeiger im Pitztal wagt, dem liegen nicht nur jungfräulich präparierte Pisten zu Füßen, nein, dem könnte es auch passieren, dass er bei der Auffahrt mit der modernen 8er-Gondelbahn oder bei einer der schwungvollen Abfahrten Benni Raich begegnet, jenem Benni Raich, der in seiner aktiven Zeit (bis 2015) unbestritten ein österreichischer Sportheld war. Weiterlesen



Wangerooge im Winter: Die Perle der südlichen Nordsee

Zerklüftete Dünenlandschaften trifft man auf Wangerooge vor allem im Osten der Insel an. - Foto: Kurverwaltung Wangerooge | Kees van Surksum

Karsten muss es wissen, denn er hat hier das Licht der Welt erblickt, und genießt jetzt, nach einigen beruflichen Abstechern auf das Festland, seinen Ruhestand: “Wenn man hier geboren ist, will man eigentlich gar nicht weg. Aber den meisten bleibt gar keine andere Wahl. Um so angenehmer ist es, wenn man zurückkommt.”  Für den rüstigen Rentner ist Wangerooge nichts anderes als Heimat – so einfach ist das. “Für mich gibt es keinen schöneren Platz als unsere kleine Insel. Sie ist ja schließlich die Perle der südlichen Nordsee!” Und weil es dort so gemächlich und beschaulich zugeht und der Artenreichtum an Tieren und Pflanzen so enorm groß ist, gehört die Insel zum Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer. Weiterlesen