Nah-Reisen



Mythos “Bayern-Kini”: Die Legende lebt

Der Spiegelsaal bildet den Höhepunkt der prachtvollen Räumlichkeiten in Schloss Herrenchiemsee. - Foto: Dieter Warnick

Mythos Bayern, was ist das? Darüber soll und wird die Bayerische Landesausstellung im Kloster Ettal Auskunft geben, die am 3. Mai eröffnet wurde und noch bis zum 4. November andauert. Der Titel „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ wurde mit Bedacht und Feinsinn ausgewählt, und wird mit Sicherheit Licht ins Dunkel bringen, sofern es bezüglich jedweder Mythen rund um Bayern noch an Aufklärung bedarf. Weiterlesen



Liebliches Taubertal: Kultur und Geschichte der jüdischen Bevölkerung

Wenkheim I: Seit 1590 gibt es den jüdischen Friedhof in der kleinen Gemeinde Wenkheim bei Werbach im Main-Tauber-Kreis. - Foto: Dieter Warnick

Wer die Region Tauberfranken besucht, der darf sich nicht wundern, wenn er sich größtenteils in Baden-Württemberg bewegt. Tauberfranken ist zu weiten Teilen deckungsgleich mit dem Main-Tauber-Kreis, der vom romantisch dahinfließenden Flüsschen Tauber durchzogen wird. Auch die fränkischen Landkreise Würzburg und Ansbach gehören dazu, wenn auch mit einem viel kleineren Teil. Und wer mit offenen Augen durch die Städte und Dörfer geht, der wird fast überall mit der jüdischen Kultur und Geschichte dieser Gegend konfrontiert. Die ältesten Nachweise jüdischen Lebens finden sich schon 1218 (in Grünsfeld) und 1222 (Wertheim). Weiterlesen



Swinemünde: Das “polnische Rimini” auf Usedom

Moderne Kunst auf der Kurpromenade: Swinemünde hat dort das besondere Flair. - Foto: Dieter Warnick

Wenn man es mit eigenen Augen nicht gesehen hätte, man würde ungläubig den Kopf schütteln. Denn dieses Ambiente würde man nie und nimmer mit einem Seebad in Polen verbinden, schon eher mit der Adriaküste, Mallorca oder Gran Canaria. Ein Strand, so breit wie eine zehnspurige Autobahn und so lang wie eine Marathonstrecke (Auflösung weiter unten), ein Himmel so azur-blau wie das Trikot der italienischen Fußball-Nationalmannschaft, das Wasser so kühl wie ein Glas prickelnder Champagner und der Sand so hell und fein wie bestes Weizenmehl – Herz was willst du mehr. Swinemünde (Świnoujście) heißt dieser Flecken Erde, und er befindet sich auf der polnischen Seite der deutschen Ostsee-Insel Usedom. Weiterlesen



Italien erwandern: Wie ich mit einem italienischen Koch nach Assisi aufbrach

Thomas & Bruno nahe Gubbio.

Florenz, Norditalien. Was für eine Stadt! Balkone beugen sich über den Arno, die Villen auf den angrenzenden Hügeln wetteifern darum, gesehen zu werden. Bis ins Zentrum hinein meint man, die nahen Pinien und Oliven zu riechen. Hochgewachsene Damen tragen heute bereits die Mode von morgen, ihre Handtaschen sind einen Gebrauchtwagen wert. Selbst die Männer umweht ein Parfümduft. Weiterlesen



Eichsfeld: Eindrucksvolle Kulturlandschaft in der Mitte Deutschlands

Das Eichsfeld erstreckt sich im nordwestlichen Teil Thüringens, im Südosten Niedersachsens und im nordöstlichen Hessen. Der größte Teil dieser traditionellen Kurturlandschaft ist ländlich geprägt. – Foto: Thüringen Tourismus GmbH

Der Markt Kipfenberg im Landkreis Eichstätt ist der geografische Mittelpunkt Bayerns. Das ist sicher. Nicht gesichert ist dagegen, welcher Ort der Mittelpunkt Deutschlands ist. Darüber streiten sich die wissenschaftlichen Geister. Sicher ist nur, dass dieser Ort in Thüringen liegt. Größtenteils dort eingebettet ist das malerische, ursprüngliche Eichsfeld – eine in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung unbekannte, aber eindrucksvolle Kulturlandschaft, die im „Dreiländereck“ zwischen Thüringen, Niedersachsen und Hessen liegt. Weiterlesen



Südjütland: Die Suche nach den Bausteinen der Hygge

Dorte Amelung, Frank Hansen und die Inhaber des Lokals, Sune Axelsen und Jesper Kock (von links), präsentieren die Bestandteile einer typischen südjütländischen Kaffeetafel

Wie Tapas zieren die kleinen Brötchen, aus denen bescheiden die Käsescheiben zu erkennen sind, die Tische. Umrahmt werden sie von Kuchenstücken, die ein Fünfjähriger als portionsgerechtes Häppchen empfindet. Liebevoll zubereitet und zu Hunderten auf den Tischen verteilt. Mit Blaubeeren und Sahne gefüllt oder auch nur als fester Teig mit Zucker dekoriert. Jesper Kock und Sune Axelsen dekorieren die Tische mit ihrem Team, das für die Feier zuständig ist, die ein- bis zweimal jährlich im Zentrum von Sonderborg stattfindet. Südjütländische Kaffeetafel wird die Zusammenkunft genannt, zur der sich im Laufe des frühen Nachmittags Dutzende von Menschen einfinden, die miteinander reden, gemeinsam singen und eben die kulinarischen Leckerlies vertilgen, für die es eine festgelegte Rezeptfolge gibt. Weiterlesen



Großarltal: „Im Tal der Almen“ gibt es viel zu erleben

Hüttschlag ist ein Bergsteigerdorf und somit Ausgangspunkt für herrliche Wanderungen und Bergtouren. - Foto: www.großarltal.info

Ohne markige Sprüche geht in der Tourismusbranche nichts mehr. Da wird –  vielleicht sogar ohne einen adäquaten Vergleich vorgenommen zu haben – geworben mit dem Berg, der die längste Skiabfahrt und die steilste Downhillstrecke zu bieten hat; oder es wird philosophiert über ein spektakuläres Gebirge mit den schroffesten Zacken und Zinnen. Oder es wird auf eine Bergflanke aufmerksam gemacht, die den spektakulärsten Klettersteig ihr Eigen nennt. Oder eine Talschaft rühmt sich, das beste Radwegenetz von allen zu haben. Oder – wie am westlichsten Zipfel Portugals gesehen, wo die letzte Imbissbude vor Amerika zu einer allerletzten Stärkung einlädt. Und, und, und… Dem Feriengast wird es heutzutage also nicht gerade leicht gemacht, aus den Superlativen das Richtige für sich auszuwählen. Es geht aber auch anders.  Weiterlesen

 

Fassatal: Auf Skiern zwischen drei Welten

Eine gewaltige Bergwelt wartet auf die Gäste des Fassatals.

3256 Meter! Höher geht es in den Dolomiten nicht. Auf jeden Fall nicht mit Skiern. Wir stehen auf der Marmolada, blicken von der Hütte, die wirkt als stamme sie noch aus der Zeit zwischen den Weltkriegen, auf die steile Südseite des Massivs und auf die weiten Skihänge des einzigen Gletschers im Gebiet von Dolomiti Superski. Weiterlesen



Wildschönau: Als sich die komplette Landesregierung den Allerwertesten abfror

Breit öffnet sich dem Betrachter das beschauliche Alpachtal. - Foto: Wildschönau Tourismus

Die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg waren, das ist ja hinlänglich bekannt, vom Bemühen geprägt, die verloren gegangene Ordnung wiederherzustellen. Ferner die am Boden liegende Wirtschaft in Gang zu bringen und die Schäden an der Infrastruktur zu beheben. Das war in den vielerorts zerbombten Städten so, auf dem flachen Land ebenso und natürlich auch in den Bergen. Ab1947 begann der Nachkriegsboom, auch Wirtschaftswunder genannt. Weiterlesen



Garmisch-Partenkirchen: Hier wächst der Likör auf der Bergwiese

Historisches Ensemble – die Ludwigstraße im Ortsteil Partenkirchen. - Foto: Markt Garmisch-Partenkirchen / Marc Hohenleitner

Wer Garmisch-Partenkirchen nur auf Wintersport, Sommerfrische, die Zugspitze und Olympia 1936 reduziert, der wird ziemlich unwissend die Heimreise antreten. Denn die Marktgemeinde mit ihren 29 000 Einwohnern und 10 000 Gästebetten hat weit mehr zu bieten als nur Wandern, Skifahren, urige Wirtshäuser oder sonnenüberflutete Straßencafés. Weiterlesen

 

Finnmark: Die nördlichste aller Herausforderungen

Nord-Norwegen ist durchaus reizvoll und lädt zur einen oder anderen Wanderung ein.

Wenn man die Finnmark, den nördlichsten Zipfel von Norwegen besucht, muss man schon einiges an Masochismus und Fatalismus mitbringen, denn einfach wird einem das nicht gemacht. Abgesehen von der Strecke, die man da zurückzulegen hat (von Oslo sind es weitere zwei Stunden Flug) ist vieles an diesem Land gewöhnungsbedürftig. Wer es gerne warm und sonnig – oder wenigstens schneefrei und klar – mag, ist hier meist fehl am Platz: Bei 14 Grad und bedecktem Himmel würden sich die Norweger am liebsten alle Kleider vom Leib reißen (was sie aber nicht tun, nicht einmal in der Sauna) und freuen sich über den herrlichen Sommertag. Bei einer sommerlichen Durchschnittstemperatur von elf Grad irgendwie verständlich. Weiterlesen