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Urlaub ohne Missverständnisse: Der Knigge für Reisende

Es ist eine Binsenweisheit: andere Länder, andere Sitten. Allein das Wissen darum, dass bei unseren Nachbarn andere Benimmregeln gelten als hierzulande bewahrt aber noch nicht zwingend davor, schwungvoll in ungeahnte Fettnäpfchen zu treten. Besonders knifflig und unangenehm kann es werden, wenn man in fremden Gefilden zu Tisch ist. Mit diesen Tipps können sich Reisende dagegen als wahre Kenner der jeweiligen Gepflogenheiten hervortun.

Weltkarte Reise-Knigge. Foto: Check24.de

Weltkarte Reise-Knigge. Foto: Check24.de

Allein beim Thema Besteck können Reisende vieles falsch machen, doch in Frankreich – dem Mekka der Gourmets – geht es überraschend entspannt zu. Nicht erst seit den Rezepten von Paul Bocuse ist das Land bekannt für seine „haute cuisine“ und den hohen Stellenwert, den das Essen im täglichen Leben einnimmt. Seit 2010 gehört das „gastronomische Mahl“ sogar zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO. Da dabei das Essen im Mittelpunkt steht und weniger Messer und Gabel, verwenden die Franzosen ihr Besteck häufig für mehrere Gänge. Speisereste wischen wahre Gourmets natürlich nicht an einer Serviette ab, sondern einfach an einem Stück Brot, das in der Regel immer zum Essen gereicht wird.

Dagegen dienen in Sri Lanka und anderen südostasiatischen Ländern häufig direkt die eigenen Finger als Besteck. Das Essen wird dabei zu kleinen Bällchen geformt und möglichst elegant in den Mund befördert. Doch Vorsicht: Niemals mit der Handfläche oder der linken Hand essen – letztere gilt nämlich als unrein. Vorsicht ist auch bei der Handhabung von Stäbchen in Japan oder China geboten: Diese nach dem Essen senkrecht in den Reis zu stecken, gilt als böses Omen und wird bei Todesfällen als Ritus verwendet. Die Stäbchen gehören vielmehr entweder auf ein speziell für sie vorgesehenes Bänkchen oder werden an den Teller oder die Schale gelehnt, wobei das Ende auf dem Tisch aufliegt und die Mundseite nach oben zeigt.

Selbst eine simple Getränkebestellung kann zu peinlichen Situationen führen, zumindest in Spanien. Hier sollten Reisende darauf achten, immer eine „Coca-Cola“ zu bestellen und auf die im deutschen Sprachraum übliche Abkürzung „Cola“ verzichten. Denn „cola“ bedeutet auf Spanisch „Schwanz“. In Italien lässt sich mit einem einfachen Trick dagegen vortrefflich Reisetaschengeld sparen: Wer seinen Kaffee wie die Einheimischen im Stehen an der Bar trinkt, zahlt in der Regel wesentlich weniger als diejenigen, die ihren Espresso am Tisch sitzend bestellen.

Tipps und Infos zu weiteren Ländern gibt es unter urlaub.check24.de/reise-knigge

Raushier-Reisemagazin

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