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Sydney laufend erleben

Mehr als 70.000 Teilnehmer gingen beim von einer Sydneyer Sonntagszeitung veranstalteten Stadtlauf City2Surf an den Start. Auf der 14 Kilometer langen Strecke von der Innenstadt zum Surferstrand Bondi Beach mühten sich nicht nur ambitionierte Läufer ab, sondern auch verkleidete Spaß-Sportler.

Superhelden müssen sich scheinbar nicht aufwärmen

Superhelden müssen sich scheinbar nicht aufwärmen

Als wir knapp eine Dreiviertelstunde nach dem Startschuss noch immer darauf warteten, endlich die Startlinie überqueren und uns auf die 14 Kilometer lange Strecke des von der Sonntagszeitung „The Sun-Herald“ veranstalteten Sydneyer Stadtlaufs City2Surf stürzen zu dürfen, kam über die Lautsprecher bereits eine wenig motivierende Durchsage: Der Sieger – der 29-jährige Martin Dent aus Canberra – hatte nach 41 Minuten und 12 Sekunden bereits das Ziel erreicht. Und wir hatten noch keinen einzigen Meter zurückgelegt.

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Die Siegerin ist im Ziel – es kann losgehen.

Kurz nachdem auch Rebecca Lowe die Strecke vom Hyde Park im Stadtzentrum bis zum Bondi Beach in 47:18 Minuten hinter sich gebracht und damit die Damen-Konkurrenz für sich entschieden hatte, ging es endlich auch für uns los.

Insgesamt war das Feld mehr als 70.000 Läufer groß – ein Rekord beim seit 1971 veranstalteten Rennen. Leicht nachzuvollziehen, dass für einen reibungslosen Start ein gewisser organisatorischer Aufwand nötig ist.

So startete die riesige Läuferflut unterteilt in vier Gruppen mit roten, grünen, blauen und gelben Startnummern aus drei Himmels­richtungen. Wer sich wie wir erst spät angemeldet hatte und zudem erstmals am Lauf teilnehmen wollte, bekam eine gelbe Nummer und musste sich im so genannten „Back of the Pack“ einreihen. Und so kam man eben erst nach einigen Zehntausenden, als der Sieger das Ziel schon erreicht hatte, auf die Strecke.

Nach dem Start entsorgte Kleidung.

Nach dem Start entsorgte Kleidung.

Die Organisatoren hatten einen Gepäcktransport-Service zum Ziel angeboten, allerdings nur bis eine Stunde vor dem Startschuss. Um sich dennoch warm zu halten, so riet die City2Surf-Broschüre, sollte man alte Kleidung anziehen, derer man sich am Straßenrand – aber bitte nicht in die Bäume werfen – entledigen konnte. Diese würde dann einem guten Zweck zugeführt. Auf dem ersten Kilometer kam man sich dann auch prompt vor, als würde man durch einen Altkleider-Container laufen. Viele hatten aber wohl nicht genau genug gelesen und machten sich einen Spaß daraus, ihre Kleiderspende möglichst hoch in den Baumwipfeln zu platzieren.

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