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Refugium Lindenwirt im Bayerischen Wald: Saunieren wie der Zar von Russland

Wer abseits, und doch nahe einer Tourismus-Hochburg, ein Hotel betreibt, zudem sehr erfolgreich, muss aus besonderem Holz geschnitzt sein. So wie das Ehepaar Geiger, das mit dem Refugium Lindenwirt in Drachselsried im Bayerischen Wald ein Schmuckkästchen führt und das besondere Sauna-Ritual Banja bietet.

Großzügige Hotelanlage: das Refugium Lindenwirt. Fotos: guenterstandl.de

Großzügige Hotelanlage: das Refugium Lindenwirt. Fotos: guenterstandl.de

In Unterried, einem kleinen Dorf unweit von Drachselsried, einer etwas größeren Ortschaft mit immerhin 2000 Einwohnern, sagen sich nämlich Fuchs und Hase gute Nacht. Hier findet der Urlauber Ruhe pur. Doch ehe es soweit ist, muss das Domizil ja erst gefunden werden, wenn man zum ersten Mal in der Gegend ist. Das eine oder andere Hinweisschild mehr würde da weiterhelfen!

Ganz anders geht es im nur sechs Kilometer entfernten Bodenmais, dem wohl bekanntesten Urlaubsdomizil im Bayerischen Wald, zu. Mit seinen zahlreichen Vier- und Drei-Sterne-Hotels und den vielen anderen, zum Teil hochklassigen Unterkünften, ist die Marktgemeinde im Landkreis Regen weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt, und bei Gästen aus nah und fern äußerst beliebt. Die Übernachtungszahl von fast einer Million spricht Bände.

Unternehmerischer Weitblick

Der Naturteich lädt ein zu einem Sprung ins kühle Nass. Fotos: guenterstandl.de

Der Naturteich lädt ein zu einem Sprung ins kühle Nass. Fotos: guenterstandl.de

Vor diesem Hintergrund ist es mit Sicherheit ein großes Wagnis, in der Peripherie ein Vier-Sterne-Wellnesshotel zu etablieren. Da gehört nicht nur eine große Portion Mut dazu, auch unternehmerischer Weitblick ist gefragt. Neuerungen und Umgestaltungen positiv gegenüber zu stehen,  ist das A & O, Investitionsfreudigkeit sowieso. Und die Geigers haben in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen Neuland betreten, und werden es auch in Zukunft tun. Denn für den 44-jährigen gelernten Küchenmeister und seine zehn Jahre jüngere Frau ist Stillstand Rückschritt.

Aus einem einfachen Bauernhof mit Wirtshaus ist in den vergangenen 60 Jahren peu à peu ein Hotel geworden, das keine Wünsche offen lässt. Mit der Aufgabe der Landwirtschaft in den 1980er Jahren haben sich die Eltern von Christian Geiger dem Tourismus verschrieben, den der Junior gemeinsam mit seiner Gattin beschleunigt hat und immer noch forciert.

Für Kurzurlauber ideal

Schon der Rezeptionsbereich hat einen großen Wohlfühlcharakter. Fotos: guenterstandl.de

Schon der Rezeptionsbereich hat einen großen Wohlfühlcharakter. Fotos: guenterstandl.de

Das Hotel Lindenwirt verfügt über 130 Betten, die an 50 Wochen (über die Weihnachtsfeiertage ist für kurze Zeit geschlossen) im Jahr gut belegt sind, und, so versichert Maria Geiger, „wir vor allem an den Wochenenden immer fast ausgebucht sind.“ Dann reisen in erster Linie Kurzurlauber aus dem gesamten bayerischen Gebiet an, denn von München aus sind es kaum mehr als zwei Autostunden, und auch aus dem Fränkischen ist man schnell im Gebiet des Großen und Kleinen Arbers.

Viele Stammgäste

Der klassische Lindenwirt-Wochenend-Kurzurlauber – 60 Prozent der Gäste sind Stammkunden – reist mit dem Anspruch an, sich zwei oder drei Tage verwöhnen zu lassen, das Tilia-SPA-Angebot (Tilia kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Lindenblüte) zu genießen, Ruhe zu haben und auszuspannen; im Sommer ferner zum Wandern, Mountainbiken oder im hoteleigenen, 270 Quadratmeter großen Naturbadesee, Abkühlung zu suchen; in den kalten Monaten sind Winter- oder Schneeschuhwanderungen sehr beliebt.

Raushier-Reisemagazin

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