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Herrenchiemsee Festspiele: “Von Gott und Göttern – Barocke Wege”

Die Welt des Barock – eine Zeit des Glanzes und eines neuen Klangs wird vom 18. bis 30. Juli 2017 auf Herrenchiemsee  wieder zum Leben erweckt. Auf „Barocke Wege“ führt das Programm unter der Leitung von Enoch zu Guttenberg. König Ludwigs berühmter Spiegelsaal wird zur Kulisse für anspruchsvolle Musikerlebnisse.

Der Spiegelsaal von Schloss Herrenchiemsee wird zur Kulisse für anspruchsvolle Musikerlebnisse. Foto: Regine Körner

Der Spiegelsaal von Schloss Herrenchiemsee wird zur Kulisse für anspruchsvolle Musikerlebnisse. Foto: Regine Körner

Mozarts „Jupiter-Symphonie“ sowie ein Monteverdi-Abend sind sicherlich Höhepunkte der Festspiele, ebenso wie der Abend „Baroque Twitter“ mit einer Vielzahl barocker Musikhappen von Vivaldi bis Scarlatti. Dem Motto „Von Gott und Göttern“  ist es geschuldet, dass geistliche Musik – etwa die „Johannes-Passion“ an zwei Abenden im Münster auf der Fraueninsel – einen Teil des Programms ausmacht. Das unvollendete Treppenhaus des Prunkschlosses ist Schauplatz des Konzerts „Die Kunst der Fuge“.

Auf dem Programm stehen Werke von Bach, Mozart und Beethoven. Das ausführliche Programm finden Sie unter: www.herrenchiemsee-festspiele.de

Hintergrund zum Thema des Herrenchiemsee-Festivals: Die Welt des Barock war eine Aufbruchszeit! Es war eine Zeit des Glanzes und eines neuen Klangs. Die Welt gewann an Weite. Neben Gott wuchsen Götter! Es kamen die „Aufklärer“: Kopernikus, Kepler, Newton, Galilei, Descartes, Leibniz und viele andere bis Voltaire.

Die Mathematik, das neue Ordnungsprinzip, das Maß aller Dinge, begründete die neue Pracht der Schlösser und ihrer Parkanlagen, die eigenmächtige Prägung von Natur und Landschaft als Folge des gestalterischen Diktats der Regenten, allen voran des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Mit Schloss Herrenchiemsee wollte sich Ludwig II., einen Traum erfüllen: Eine Kopie von Versailles zu errichten.

Das Anschauliche daran bestach. Weit in die Zukunft wirkte diese Faszination des Willens, gottähnlich Neues aus dem Nichts zu erzeugen. Ludwig I I. von Bayern sah sich in dieser Tradition. Doch sein Insel-Versailles offenbart die Entfremdung von der Welt und die Erfahrung, dass der Mensch keinen festen und natürlichen Standort auf Erden hat. Deshalb schuf sich der Mensch im Barock die Bühne, die Welt des Theaters und der Feste, die Oper und das Konzert.

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