zurück



Mit Kind und Kegel im goldenen Herbst an die Nordsee

Urlaub mit Kindern ist so eine Sache. Was Erwachsenen das Herz höherschlagen lässt, langweilt Kinder mitunter furchtbar. Stundenlange Märsche zu den Sehenswürdigkeiten des Urlaubsortes sind kein Ersatz für das kindliche Bedürfnis, zu toben, zu spielen und die Welt zu erkunden. Im schlimmsten Fall kehren aus dem Urlaub frustrierte Kinder und erschöpfte Eltern zurück, von Erholung keine Spur. Doch es geht auch anders.

Die Herbstferien sind die beste Gelegenheit, aus den Fehlern der Sommerferien zu lernen und den Familienurlaub dieses Mal so zu gestalten, dass die Kinder ihrem Bewegungs- und Entdeckungsdrang nachgehen können.

Bildrechte: Flickr golden north sea beach, Denmark magnetismus CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Bildrechte: Flickr golden north sea beach, Denmark magnetismus CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Bester Einstieg in einen kindgerechten Urlaub ist die Entscheidung, auf eine Anreise per Flugzeug zu verzichten: Das gilt vor allem für Langstreckenflüge; Kurzstrecken von maximal zwei Stunden Dauer sind aber durchaus machbar. Mit etwas Glück ist es im Oktober noch warm genug, um an der wesentlich näher gelegenen Nordsee schöne Tage zu verbringen, die auch den Kindern Spaß machen. Das gelingt sogar dann, wenn das Wasser schon zu kalt zum Baden ist. Wenn Eltern typische Urlaubsaktivitäten in eine kindgerechte Geschichte einbetten, verwandelt sich der wenig interessante Strandspaziergang unversehens in ein Abenteuer, in dem die Fähigkeiten aller Familienmitglieder gefragt sind.

Die folgenden Unternehmungen brauchen weder aufwendige Ausrüstung noch viel Vorbereitung. Ein bisschen Fantasie, Improvisationstalent, ein Korb oder Eimer zum Transportieren der Strandschätze und ein Bestimmungsbuch für Flora und Fauna reichen aus. Woran Eltern allerdings unbedingt denken sollten, ist wetterfeste Kleidung: Pullover, eine Regenjacke, Gummistiefel und Hosen, die ruhig schmutzig werden dürfen. Und da die Sonne auch im Oktober noch kräftig scheinen kann, ist eine gute Sonnencreme Pflicht, am besten eine mit hohem Sonnenschutz. Für sensible Kinderhaut geeignete Produkte gibt es in großer Auswahl online.

Ein Tag wie Robinson Crusoe: Strandgut sammeln

Wir sind auf einer einsamen Insel gestrandet. Das nächste Schiff wird erst in drei Tagen vorbeikommen. Woraus können wir uns für diese Zeit einen Unterschlupf bauen? Groß und Klein machen sich mit Feuereifer auf die Suche, schließlich hängt der Komfort der nächsten Tage vom Einsatz jedes Einzelnen ab: Holzstöckchen werden zu Zeltstangen und Regenschutz, verwitterte Holzplanken schützen vor scharfem Nordwind, und ist ein Wald in der Nähe, lässt sich aus losem Laub eine bequeme Schlafstätte bauen. Steinchen und Muscheln in unterschiedlichen Formen, Farben und Größen sind Erinnerungsstücke, aus denen sich dann daheim allerlei Dekoratives basteln lässt.

Ich sehe was, was du nicht siehst: Flora und Fauna entdecken

Welche Zugvögel ziehen gerade in dem großen Schwarm in Richtung Schlafplatz? Welches Scheren-Tier versteckt sich dort im Wasser? Was hat es mit den aufgetürmten Spaghetti im Sand auf sich? Holmes und Watson können einpacken, wenn die 3 (oder 2 oder 4 …) Fragezeichen Spuren im Strand nachgehen, Pflanzen bestimmen oder Kegelrobben beobachten und für Oma und Opa fotografieren. Die meisten Kinder lieben Detektivgeschichten, und auf einer improvisierten Schnitzeljagd können sie ihren Forscher- und Entdeckerdrang ausleben. Dafür werden kleine Zettel mit Fragen in ein Kästchen gelegt, aus dem kleine Hände immer einen ziehen. Die Fragen oder Aufgaben sollten dem Alter des Kindes angemessen sein; bei Geschwistern mit größerem Altersabstand sollten es jeweils unterschiedliche sein. Die Beantwortung der obigen Fragen macht sicherlich auch Erwachsenen Spaß.

Auf zu fernen Ufern: Was kleine Seefahrer wissen müssen

Schiffe üben eine einzigartige Faszination aus. Sie erzählen von fernen Ländern, dem Tanz von Wind und Wellen; sie wirken mal majestätisch, mal zerbrechlich. Kleine Seefahrer mit Ambitionen können gar nicht früh genug damit anfangen, die Hochseetauglichkeit eines ankernden Kutters kritisch unter die Lupe zu nehmen oder bei einer Ausfahrt auf einer Jolle zu lernen, wo Backbord und wo Steuerbord ist. Sie können sich auch daran versuchen, ihren ersten Palstek zu knoten.

Unter anderem in Bremerhaven lässt sich hervorragend die Ein- und Ausfahrt von Container- und Kreuzfahrtschiffen beobachten. Vielleicht bekommen die kleinen Weltumrunder in spe dabei die eine oder andere Idee, wohin es im nächsten großen Familienurlaub gehen könnte?

Weitere Informationen: Die Adresse der Besuchergalerie Kreuzfahrt-Terminal Bremerhaven ist: Columbuskaje 1, D-27568 Bremerhaven; Näheres unter www.columbuscruisecenter.com.

Raushier-Reisemagazin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.