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Naturpark Altmühltal: Neuer GeoRadweg wird im Sommer eröffnet

Ein Fluss, der sich 70 Meter tief in die Felsen gegraben hat, urzeitliche Riffe mitten in einem trockenen Tal oder Gesteinsbrocken, die beim Einschlag eines Meteoriten Kilometer weit hinausgeschleudert wurden: Die Landschaft im Naturpark Altmühltal ist reich an spannenden Spuren der Erdgeschichte. Radler entdecken sie auf dem neuen GeoRadweg Altmühltal, der im Sommer offiziell eingeweiht wird. Die neue Route ist ideal für ausgedehnte Mehrtagestouren sowie für Rundtouren und bietet sich dank der guten Bahnanbindung auch für Tagesausflüge an.

Treuchtlingen ist der Startpunkt der Wallfahrtstour. – Foto: Naturpark Altmühltal / www.naturpark-altmuehltal.de

Treuchtlingen ist der Startpunkt der Wallfahrtstour. – Foto: Naturpark Altmühltal / www.naturpark-altmuehltal.de

Zwei Tourvarianten mit einer Länge von rund 201 beziehungsweise 182 Kilometern führen zwischen dem Rieskrater im Westen und dem Donaudurchbruch im Osten zu zahlreichen geologischen Highlights. Ruhige Landschaften und weniger bekannte Ecken des Naturparkgebiets wechseln sich unterwegs ab mit Wegabschnitten durch das quirlige Altmühltal mit seinen historischen Städten. Los geht die Mehrtagestour in der Stadt Nördlingen im Geopark Ries. Die Wallfahrtsstadt Wemding lädt mit der bekannten Basilika Maria Brünnlein zu einer Pause ein.

Ein Stopp empfiehlt sich auch am Hahnenkammsee an, einer der sieben Stauseen des Fränkischen Seenlands. Weiter geht es über Treuchtlingen und Pappenheim nach Solnhofen. In den Steinbrüchen dort werden nicht nur die als Baumaterial und Lithografiestein geschätzten Solnhofener Platten abgebaut, es kommen auch immer wieder spektakuläre Fossilienfunde ans Licht – allen voran der „Urvogel“ Archaeopteryx. Gleich drei Originale dieses außergewöhnlichen Urzeittiers sind im Museum Solnhofen ausgestellt. Wer noch mehr über die Welt der Fossilien wissen möchte, besucht in Eichstätt das Jura-Museum auf der Willibaldsburg.

Die Welt der Römer

Der neue GeoRadweg Altmühltal führt durch den Rieskrater in die Wallfahrtsstadt Wemding. – Foto: Naturpark Altmühltal / www.naturpark-altmuehltal.de

Der neue GeoRadweg Altmühltal führt durch den Rieskrater in die Wallfahrtsstadt Wemding. – Foto: Naturpark Altmühltal / www.naturpark-altmuehltal.de

Im Altmühltal geht es nun zwischen Fluss und Wacholderheiden in die Welt der Römer: Das teilrekonstruierte Kastell Vetoniana bei Pfünz und das Römer und Bajuwaren Museum auf Burg Kipfenberg geben Einblick in diese Epoche. Nach deren Donau-Überquerung liegen Bad Gögging und Abensberg mit dem markanten Hundertwasser-Turm der Brauerei Kuchlbauer auf dem Weg. Danach warten Kelheim, der Donaudurchbruch „Weltenburger Enge“ und Kloster Weltenburg.

Mit der zweiten Hauptroute lässt sich die Tour auf dem GeoRadweg Altmühltal zu einer großen Radlrunde kombinieren. Die beiden Streckenvarianten verlaufen nur abschnittsweise gemeinsam. All diejenigen, die nur einen Teil des Wegs entdecken möchten, ohne die Unterkunft zu wechseln, können aus vier Rundtourenvorschlägen auswählen.

Mehr Informationen: Informationszentrum Naturpark Altmühltal, Notre Dame 1, 85072 Eichstätt, Telefon 08421/9876-0, info@naturpark-altmuehltal.de, www.georadweg-altmuehltal.de

Raushier-Reisemagazin

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