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Gröden: Prämierte Kunstwerke für besondere Aussichtspunkte

Auf dem Monte Pana oberhalb von St. Christina in Gröden wurde ein neuer Kunst-Natur-Pfad eröffnet: der Troi UNIKA. Gemeinsam mit den Grundbesitzern und der Künstlervereinigung „UNIKA“ wurde einige Jahre am Weg gearbeitet. Nun steht er bereit und präsentiert sich dem Begeher mit einer Mischung aus wundervollen Naturlandschaft, Kunstwerken und besinnlichen Zitaten, die zum Nachdenken und Abschalten vom Alltag anregen sollen.

Hände aus Holz halten einen eisernen Rahmen. - Foto: Val Gardena/Gröden Marketing

Hände aus Holz halten einen eisernen Rahmen. – Foto: Val Gardena/Gröden Marketing

Für die Gestaltung waren die Künstler der Kunsthandwerks-Vereinigung UNIKA aufgerufen, an einem Ideenwettbewerb teilzunehmen. Insgesamt 26 Werke wurden eingereicht. Zur achtköpfigen Jury zählten die renommierten Grödner Künstler Gerhard Demetz, Simon Moroder und Otto Senoner sowie die Präsidentin des Tourismusvereins St. Christina und die Besitzer der Grundstücke, durch die der Weg führt.

Besonderer Blickfang sind zwei Kunstwerke bekannter Grödner Bildhauer: „Pultredes – Blickpunkte“ von Stephan Perathoner und „Die Feder“ von Eric Perathoner.

Das erste Werkstück stellt eine Vogel- oder Schreibfeder von Eric Perathoner dar, und das zweite Kunstwerk bildet Hände aus Holz ab – geschaffen von Stephan Perathoner – die einen eisernen Rahmen halten. Die beiden Werke zieren zwei Aussichtspunkte entlang des Weges. Dabei sind die Hände so ausgerichtet, dass man durch den Rahmen wie durch eine Kamera einen besonders schönen Blick auf St. Christina und auf die Geislergruppe hat.

Eines der Werkstücke stellt eine Vogel- oder Schreibfeder dar. - Foto: Val Gardena/Gröden Marketing

Eines der Werkstücke stellt eine Vogel- oder Schreibfeder dar. – Foto: Val Gardena/Gröden Marketing

Seit 1994 steht die Künstler- und Kunsthandwerker-Vereinigung UNIKA für die Grödner Handwerkskunst: Sie umfasst Holzbildhauer, Fassmaler, Vergolder und Verzierungsbildhauer mit Leidenschaft zum Detail. Viele Werke der Künstler sind in der Kunstgalerie UNIKA in St. Ulrich ausgestellt. Jede Skulptur bildet die Einzigartigkeit der Kreativität und Kunstfertigkeit ihres Schöpfers ab – Einzelstücke, die auf die Individualität des jeweiligen Meisters verweisen. Die Vielzahl an Skulpturen und Bildern bietet für jeden etwas – ob nun Kunstkenner, Kunstliebhaber oder Laie. Dabei reicht das Spektrum von geistig-kirchlichen bis hin zu weltlichen Motiven sowie von traditionell-plastischer bis zu zeitgenössisch-abstrakter Handwerkskunst. Bei all der Vielfalt an Stil, Form und Darstellung haben diese Kunstwerke eines gemeinsam: Sie sind ausnahmslos handgeschnitzt und einzigartig.

Das Tal der Bildhauer

Nicht von ungefähr ist das Grödnertal weltweit auch als Tal der Bildhauer bekannt, denn das Kunsthandwerk hat hier jahrhundertelange Tradition: Schon mit Beginn des 17. Jahrhunderts etablierte sich in Gröden die Holzschnitzerei als anerkannter Berufszweig. Als Wegbereiter der Holzschnitzer-Kunst in Gröden gelten seit langem die Gebrüder Christian und Bartholomäus Trebinger aus St. Ulrich.

Mit Melchior Vinazer zu Pescosta (1622-1689) bestand schließlich bis ins 19. Jahrhundert die Künstlerdynastie der Vinazer. 1872 entstanden in St. Ulrich und 1907 in Wolkenstein die berühmten Kunst- und Schnitzschulen von Gröden. Mit dem neuen Skulpturenweg auf dem Monte Pana ist der Schnitzkunst aus dem Grödental erneut ein Denkmal gesetzt worden. Kunst und Natur verschmelzen so zu einem ergänzenden Gesamtbild.

Beginn und Ende des Pfades: Parkplatz Hotel Cendeveves auf dem Monte Pana/St. Christina, Höhenmeter: 1630 bis 1690.

Raushier-Reisemagazin

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