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Osloer Nobel Peace Center: Große Ossietzky-Ausstellung

Kaum eine Entscheidung des norwegischen Friedensnobelpreis-Komitees war so bedeutend und umstritten wie die Wahl des deutschen Regimekritikers und Journalisten Carl von Ossietzky im Jahr 1935. An den bedeutendsten Whistleblower der Geschichte erinnert jetzt das Nobel Peace Center in Oslo.

Das Nobel Peace Center in Oslo erinnert an den Journalisten Carl von Ossietzky. - Foto: Nobels Fredssenter Johannes Granseth

Das Nobel Peace Center in Oslo erinnert an den Journalisten Carl von Ossietzky. – Foto: Nobels Fredssenter Johannes Granseth

Vor 80 Jahren wurde der Friedensnobelpreis mit einem Jahr Verspätung und in Abwesenheit des Preisträgers an den deutschen Journalisten und Pazifisten Carl von Ossietzky verliehen, der bis heute international als Vorbild für politischen Mut und Zivilcourage gilt. Mit der Ausstellung „Den farlige prisen – Der gefährliche Preis“, erinnert das Osloer Nobel Peace Center jetzt an Ossietzkys Person und die damaligen Geschehnisse.

„Carl von Ossietzky war einer der bedeutendsten Whistleblower der Geschichte. Er kämpfte und starb für das Recht auf freie Meinungsäußerung und für den Frieden. Er ist noch immer inspirierend für viele Menschen. Doch obwohl das Recht auf freie Meinungsäußerung heute ein hochbrisantes Thema ist, gerät Ossietzky langsam in Vergessenheit. Mit dieser Ausstellung wollen wir ihm den Platz in der Reihe der ikonischen Preisträger zuweisen, den er verdient hat, und dazu beitragen, dass seine Geschichte weiterlebt“, sagt Liv Tørres, Direktorin des Nobel Peace Center.

Die Ausstellung „Den farlige prisen – Der gefährliche Preis“ ist im Nobel Peace Center im Stadtzentrum von Oslo zu sehen. Die umfangreiche Dokumentation holt nicht nur den Preisträger und das dramatische Geschehen um die Nominierung von Ossietzkys in das heutige Bewusstsein, sondern setzt sein mutiges Eintreten gegen Krieg und Gewalt auch in Zusammenhang mit aktuellen politischen Geschehnissen. Die Ausstellung ist bis zum 26. Februar 2017 täglich zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen: www.norwegen.no

Raushier-Reisemagazin

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