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Wenn ich den See seh’ – das H20-Paradies Mecklenburgische Seenplatte

Wiederkehrende Touristen wissen: Deutschland ist nicht nur ein besonders grünes, sondern auch ein blaues Reiseziel. Schätzungen zufolge gibt es bundesweit zwischen 15.000 und 30.000 über einen Hektar große stehende Gewässer. Viele davon gehen auf eine Zeit von vor 18.000 Jahren zurück, als die norddeutsche Tiefebene noch ein riesiges Gletschergebiet war.

Zu diesem glazialen Einzugsbereich gehört mit 2.044 natürlichen Pools natürlich auch die Mecklenburgische Seenplatte in Meck-Pomm, nebst Brandenburg und Baden-Württemberg eines der seenreichsten Bundesländer. Die Teilnehmer einer Umfrage auf der Webseite Seen.de haben wie jedes Jahr ihre Favoriten aus dem „Land der tausend Seen“ gewählt: Die Müritz, der Tollensesee und der Plauer See stellen mit den sie umgebenden Naherholungs- und Touristenorten dabei die Top 3.

Die Müritz: Herzstück der Seenplatte

Die Müritz ist mit ihren 117 Quadratkilometern Fläche nicht nur der größte komplett in Deutschland gelegene See, sie wurde beim diesjährigen Seen.de-Ranking auch landesweit unter die besten Zehn gewählt. Über eine ganz besondere Art, das „kleine Meer“ zu erkunden, nämlich mit dem Hausboot, schreiben wir schon an anderer Stelle.
Kompakter wird es mit dem Kanu. Das muskelkraftbetriebene Wasserfahrzeug eignet sich perfekt, um den Müritz-Nationalpark auszukundschaften. Alternativ bietet sich auch eine Wander- oder Fahrradtour entlang der zahlreichen Wiesen und Moore sowie durch die 150 Jahre alten Buchenwälder an.

Der Tollensesee: Toll, weil kostenlos

Mit 13 Quadratkilometern ist der Tollensesee zwar deutlich kleiner als die Müritz, aber nicht minder malerisch. Die mehrere Jahre in Folge als „ausgezeichnet“ bescheinigte Wasserqualität lädt zum Schwimmen ein, was an den hiesigen sieben Badestellen immer noch völlig kostenlos möglich ist. Ein besonderes Highlight für Neopren-Enthusiasten ist übrigens ein Tauchgang in die ehemalige Torpedoversuchsanstalt im nördlichen Teil des Gewässers.

Über den weitläufigen Kulturpark geht es in die „Viertorestadt“ Neubrandenburg, deren Befestigungsanlage aus dem 14. Jahrhundert noch immer existiert. Das umfangreiche kulturelle Angebot und die zahlreichen Ausgehmöglichkeiten – etwa in die neugestaltete Konzertkirche oder das Kommunale Kino Latücht – wissen nicht nur Touristen zu schätzen. Schaut man sich die Wohnungen in Neubrandenburg mit Blick ins gepflegte Grüne an, will man sich glatt selbst in der Geburtsstadt Fritz Reuters niederlassen.

Der Plauer See: Luftkur und Wasserspaß

Als „Tor zur Seenplatte“ galt er schon immer, 2011 ernannte ihn der Global Nature Fund auch noch zum „lebendigsten See des Jahres“, ein Glanzbeispiel für die Übereinbringung von Tourismus und Natur also. Unter der 38 Quadratkilometer weiten Wasseroberfläche tummelt sich eine vitale Population von Karpfen, Barschen, Schleien und Hechten, die man auch gerne an Land ziehen darf – Angelschein vorausgesetzt.
Das „Plau“ im See kommt übrigens von der namensgebenden Stadt direkt am Westufer. Das alte Fischer- und Flößerdorf dient heute als gut besuchter Luftkurort. Bei einer gemütlichen Promenade entlang der Elde kann man sein Bedürfnis nach Frischluft mit der Besichtigung von Geschäften und Restaurants in historischen Fachwerk- und Backsteinhäusern kombinieren.


Bildrechte: Flickr am Tollensesee Dornenwolf CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Raushier-Reisemagazin

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