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Niederösterreichs besondere Hideaways: Wohnwagon, Weinfass und Wipfel-Lodge

Baumhaus in luftiger Höhe, Holzknecht-Hütte im Nirgendwo, Weingut im Barockstil – so unkonventionell sehen Niederösterreichs außergewöhnlichste Unterkünfte aus. Kontrast ist Programm beim Übernachtungsangebot „Hin und weg“. Ob puristisch oder verspielt, einfach oder nobel: Bei den unvergesslichen Auszeiten wählen Erlebnishungrige aus einer bunten Palette – stets mit dem gewissen Etwas.

Wein-Welten

Wo sonst edle Tropfen reifen, schlafen jetzt Gäste. Schließlich lässt sich in einer urgemütlichen Holztonne herrlich träumen, entspannen, kuscheln und vor allem genießen. Das Schlaffass, konzipiert für bis zu vier Personen, steht in der grünen Oase Dumba-Park im niederösterreichischen Wienerwald knapp 25 Kilometer von der österreichischen Landeshauptstadt entfernt. Über die Nähe zum Kletterparadies Tattendorf freuen sich auch Abenteurer. Für die morgendliche Erfrischung schlüpfen die Urlauber unter die Regenwalddusche im Badehaus. WLAN, Strom und Licht sind vorhanden.

Entwickelt von einem Wiener Start-up-Unternehmen, gleicht Wohnwagon-Karl einem Mini-Loft auf sechs Metern. Inmitten der Traisentaler Rebstöcke befindet sich das stylische Öko-Gefährt hinter dem Winzerhaus Schöller in Wagram/Donau Niederösterreich. Genau zwei Personen passen hinein. Die Sonne wärmt das Wasser, bei Kälte bullert der Holzofen, Selbstversorger kochen mit erneuerbarer Energie. Wer das nicht selbst erledigen möchte, kehrt im zehn Minuten entfernten Landgasthaus Huber ein. Bewegungsfreudige erkunden die Rad- und Wanderwege rund um Traismauer.

Die Natur ruft 

Auf Design müssen Gäste in den Baumhaus-Lodges in Schrems  nicht verzichten. – Foto: Baumhaus-Lodge Schrems

Auf Design müssen Gäste in den Baumhaus-Lodges in Schrems nicht verzichten. – Foto: Baumhaus-Lodge Schrems

Budenzauber in Traumlage. Umgeben von den Wiesen bei Lunz am See wohnen die Urlauber in der urigen Holzknechthütte. Aus den Hähnen fließt Quellwasser, ein Bottich im Garten dient zum Waschen. An den Außenwänden stapelt sich das Brennmaterial bis unters Dach, im Sommer bittet eine Feuerstelle mit Grillgitter zum Barbecue. Das nennt man idyllische Abgeschiedenheit mit Komfort im niederösterreichischen Mostviertel. Denn auf Elektrik oder auch eine Internetverbindung muss – falls gewünscht – niemand verzichten, auch wenn er einfaches Ambiente liebt. Der örtliche Dorfwirt beliefert alle, die sich nicht ums Essen kümmern möchten, mit Köstlichkeiten aus der Region.

Der „Wipfel“ der Gemütlichkeit. In den fünf Baumhaus-Lodges im niederösterreichischen Schrems erwachen Gäste wie in einem Nest zwischen den Baumkronen bis zu 18 Meter über dem Boden. Zwischen Buchen, Eichen, Wildkirschen und Fichten tanken Erholungsuchende neue Kräfte, begleitet vom Konzert der Vögel. Die Apartments „an der Mauer“, „am Fundament“ und „am Teich“ stehen als exklusive Urlaubsdomizile ganzjährig zur Verfügung, dazu das Turm- und Klippenhaus. In der Nähe des Ensembles entdecken Interessierte im Naturpark-Zentrum „UnterWasserReich“ die faszinierende Welt der Teiche und Moore des Waldviertels. Oder sie machen sich auf zum Golfen, Schwimmen oder Spazierengehen.

Der Charme ehrwürdiger Mauern

Im historischen Jagdhaus von Schloss Schönau in spannen Gästeexquisit und ungezwungen aus. - Foto: Franz Zwickl

Im historischen Jagdhaus von Schloss Schönau in spannen Gästeexquisit und ungezwungen aus. – Foto: Franz Zwickl

700 Jahre und kein bisschen alt. Der Prandtauerhof in der Wachau/Donau hat eine lange, wechselhafte Geschichte. Seit Ende des 17. Jahrhunderts erstrahlt er als barocker Prachtbau mit zugehöriger Kapelle. Zum vierflügeligen Anwesen mit seinem romantischen Arkaden-Innenhof gehören neben einladenden Zimmern auch das renommierte Weingut Holzapfel samt Destillerie sowie ein Gutsrestaurant mit ausgezeichneter Küche. Es versteht sich von selbst, dass dort die hofeigenen Tropfen und Obstbrände im Glas leuchten.

Residieren wie einst der Adel. Schon Kaiser, Könige und Fürsten wussten das niederösterreichische Schloss Schönau zu schätzen, 30 Kilometer südlich von Wien. Nicht zuletzt, weil es vornehm fernab von jeglichem Trubel in einem 30 Hektar großen, englischen Landschaftsgarten liegt – mit jahrhundertealten Baumriesen, natürlichen Bachläufen und dem „Tempel der Nacht“. Das unterirdische Labyrinth der Gartengrotte aus dem 19. Jahrhundert kann bei nächtlichen Fackelwanderungen erkundet werden. Heute schlummern Besucher in den vier Zimmern des historischen Jagdhauses. Für Abwechslung ist dennoch gesorgt. Sportliche durchstreifen den Wienerwald bei Wanderungen, Kulturfans Österreichs pulsierende Hauptstadt.

Design-Klassiker

Auch die Villa Antoinette mit ihren sechs individuell gestalteten Schlafräumen ist ein Refugium der besonderen Art am Semmering. Das stylisch-schicke Chalet verfügt über einen eleganten Wohnsalon samt Marmorkamin, Home-Cinema, Landhausküche und Spa-Bereich mit Sauna, Dampfbad, Tauchbecken, Außen-Whirlpool sowie -Schwimmbecken. Mitten im Grünen der niederösterreichischen Wiener Alpen gelegen, wird das Palais (ab 1.800 €/Ü) vorzugsweise als Ganzes vermietet, auf Anfrage auch einzelne Zimmer.

Wo die Moderne erwachte. Kein Geringerer als der große Alfred Loos war es, der 1928 die Sommerfrische-Villa im Auftrag eines Wiener Industriellen auf 900 Metern errichtete – das berühmte Looshaus am Kreuzberg in den Wiener Alpen. Seither besticht das Meisterwerk des bekannten Bauhaus-Architekten nahe des niederösterreichischen Luftkurorts Semmering durch gerade Linien, opulente Ornamente waren ihm stets ein Graus. Ein Teil des Original-Interieurs blieb bis heute erhalten. Und so ist das Gebäude Architekturmuseum und charmantes Landgasthaus in einem. Chefin Hanna Sehn verwöhnt die Gaumen mit österreichischen Klassikern und saisonalen Schmankerln. Besonderer Service: Fahrradfreunde leihen sich kostenlos Mountain- oder E-Bikes aus. Ansonsten gilt tief durchatmen und einfach „looslassen“.

Infos unter www.niederoesterreich.info

 

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