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Reiseplanung Südamerika: Tipps für Backpacker von Sprache bis Route

Rundreisen durch Südamerika versprechen jede Menge Abwechslung. Ob Chile, Brasilien, Peru, Argentinien oder Paraguay: Es gibt viel zu entdecken. Woran Backpacker denken sollten und welche Routen sich für ein unvergessliches Abenteuer besonders lohnen, nachfolgend thematisiert.

Achtung Sprachbarriere: Vielerorts wird Spanisch gesprochen!

Die Gletscher Patagoniens - für viele ein Traumziel. Foto: pixabay.com

Die Gletscher Patagoniens – für viele ein Traumziel. Foto: pixabay.com

Wer davon ausgeht, in Südamerika genüge Englisch zum Verständigen, hat sich noch nicht besonders intensiv mit der Planung seiner Reise auseinandergesetzt. Bis auf Brasilien wird in diesem Teil Amerikas nämlich Spanisch gesprochen. Dahingehend einige Grundlagen zu beherrschen, ist kein Fehler. Im Gegenteil: Sie erleichtern das Reisen ungemein, weil neben der Kommunikation mit Einheimischen auch das Lesen von Schildern, Menükarten und Co. möglich wird. Für einen leichten, aber dennoch effektiven Einstieg in die Sprache, lohnt sich die Nutzung einer Sprachlern-App wie Babbel. Bei Letzterem handelt es sich zwar um eine kostenpflichtige Variante, die Lernmethode ist jedoch praxisbezogen und beruht auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die Applikation bietet abwechslungsreiche Spanisch-Übungen innerhalb 57 Kursen wie Land & Leute oder Grammatik. Für eine Reise durch Brasilien, sollte ergänzend Portugiesisch gelernt werden.

Sicherheitshinweise: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Machu Picchu. Foto: pixabay.com

Machu Picchu. Foto: pixabay.com

Das Beherrschen der Landessprache trägt bereits maßgeblich dazu bei, sich in bestimmten Situationen richtig äußern zu können und die persönliche Sicherheit zu gewährleisten. In der Landessprache beispielsweise mit Ärzten sprechen zu können, erleichtert vieles. Ergänzend dazu, ist es wichtig sich ausreichend mit den Reisezielen auseinanderzusetzen. Wer gut informiert anreist und weiß, welche Regionen Touristen besser meiden sollten, beugt vielen gefährlichen Situationen vor. Zudem sollte vor der Reise eine gute Auslandskrankenversicherung abgeschlossen werden. Inklusive Rücktransport nach Deutschland! Ansonsten kann es bei einem Unfall oder einer schweren Erkrankung richtig teuer werden. Je nach Dauer der Reise ist eine Langzeit-Police erforderlich. Wissenswertes zum Thema Krankenversicherung auf Reisen lassen sich im Backpacker-Blog Planet Backpack nachlesen. Bloggerin und „Digitale Zen Nomadin“ Conni empfiehlt eine Langzeitauslandskrankenversicherung der HanseMerkur. Spezielle Sicherheitstipps für Frauen, die allein durch Südamerika reisen möchten, wurden im Backpacker-Reiseblog veröffentlicht. Die Autorin war ein Jahr in Südamerika unterwegs. Grundsätzlich sollte das Risiko nicht unterschätzt werden. Wer sich an folgende Tipps hält, macht bereits einiges richtig:

  • Gepäck und Drinks nie aus den Augen lassen!
  • Wertsachen nicht offen bei sich tragen!
  • Zum Geld abheben immer in die Bank gehen!
  • Sperr-Notruf für Bankkarten griffbereit haben: +49 116 116!
  • Kopien von Papieren (Pass usw.) mitnehmen und in einer Cloud verfügbar machen!
  • Über betrügerische Tricks informieren!
  • Nachts möglichst nicht allein unterwegs sein!

Gepäck, Ausrüstung und Unterkünfte

Majestätisch - der Condor schwebt über den Anden. Foto: pixabay.com

Majestätisch – der Condor schwebt über den Anden. Foto: pixabay.com

Beim Gepäck sollte das Motto gelten „Weniger ist mehr“. Je leichter der Rucksack, desto komfortabler die Rundreise. Mehr als 65 Liter Volumen sind in der Regel übertrieben. Wichtig sind Tragekomfort, robuste Materialien und eine praktische Aufteilung der Fächer. Kleidung, Equipment und Co. sollten sich gut sortieren lassen. Rucksäcke mit Brust- und Hüftgurt steigern den Komfort, Kompressionsriemen erlauben die bedarfsgerechte Anpassung des Volumens und garantieren, dass das Gewicht möglichst nah am Rücken getragen wird. Das beugt Verspannungen und Rückenschmerzen vor. Welche Kleidungsstücke in den Rucksack wandern, hängt von persönlichen Ansprüchen, Wetter und den Vorhaben ab. Nicht fehlen, sollten unter anderem folgende Extras:

  • gültiger Reisepass / Visum (je nach Einreisebestimmungen des Landes)
  • Flugtickets
  • Buchungsbestätigungen
  • Übersetzung des Dokuments zur Auslandskrankenversicherung
  • Kamera
  • Ersatz-Akkus
  • Ladegeräte
  • Kopfhörer
  • Reiseadapter
  • kleines Zahlenschloss
  • Drybag
  • Reiseapotheke
  • Produkte zur Körperpflege

Wer draußen nächtigt, muss außerdem Zelt, Schlafsack und ähnliches organisieren und sich über lokale Vorschriften informieren. Günstig übernachten, klappt in Südamerika insbesondere in Hostels. Diese gelten als vergleichsweise modern. Nicht selten ist das Verhältnis zwischen Gastgeber und Gästen sehr familiär. Es wird gemeinsam gegessen und der Austausch untereinander bringt interessante Erkenntnisse zu Land und Leuten zum Vorschein.

Kreditkarte mitnehmen!

Die Währungen unterscheiden sich in Südamerika, was die Zahlung mit Bargeld teilweise kompliziert macht. Kreditkarten vereinfachen das Reisen ungemein. Sie sollten das Abheben von Geld überall ermöglichen. Bei der Wahl des Geldinstituts ist auf Service Wert zu legen. Im Ernstfall ist schnelle Hilfe wichtig, um finanzielle Schäden zu verhindern oder zumindest einzudämmen.

Reiserouten für Südamerika – Anregungen für Einsteiger und Genussmenschen

In Peru. Foto: pixabay.com

In Peru. Foto: pixabay.com

Backpacker, die zum ersten Mal durch Südamerika touren oder keine Lust auf Stress haben, sollten sich die Routen im Reiseblog Southtraveler näher anschauen. Dort wurden attraktive Touren arrangiert, die trotz Sehenswürdigkeiten und Hotspots ausreichend Zeit zum Genießen bieten. Die Vorschläge kurz zusammengefasst:

  1. 4 Wochen Südperu / Bolivien: Lima -> Ica -> Nazca -> Arequipa -> Colca Canyon -> Puno -> Copacaba -> La Paz -> Rurrenrabaque -> Puno -> Cusco -> Machu Picchu -> Lima
  2. 4 Wochen Patagonien, Argentinien, Chile: Buenos Aires -> Bariloche -> Esquel -> Futaleufú -> Coyahaique -> Chile Chico -> Perito Moreno -> El Chaltén -> El Calafate -> Puerto Natales -> Torres del Paine -> El Calafate -> Buenos Aires
  3. 4 Wochen Chile, Bolivien, Argentinien: Santiago -> Calama -> San Pedro Atacama -> Uyuni ->Tupiza -> Villazon -> Salta -> Cafayate -> San Miguel de Tucumán -> San Juan -> La Serena -> Santiago

Empfehlungen für Unterkünfte hat Blogger Daniel bei den Routenvorschlägen ebenfalls hinterlegt.

Weitere Inspiration für Fernreisen:

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