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Alle Jahre wieder die Qual der Winterjackenwahl

Die Temperaturen fallen, die Nächte sind länger geworden und man muss sich jedenfalls warm anziehen um nicht zu frieren. Und dann plant man eventuell auch noch einen Winter-Städtetrip oder eine Winter-Reise. Spätestens dann stellt man sich zwangsläufig die Frage, welche Jacke am besten wärmt und trocken hält. Daune, Kunstfaser oder Wolle? Ein gekonnter Blick auf das Textilpflegesymbol hinterlässt oft nur Fragezeichen. In diesem Beitrag gibt es die wichtigsten Vor- und Nachteile auf einen Blick.

Daunenjacken – wärmend, aber anfällig

Foto: Photo by Paige Cody on Unsplash

Foto: Photo by Paige Cody on Unsplash

Zu Daunenjacken wird seit jeher gerne gegriffen. Sie halten warm, büßen dabei aber nichts von ihrem Tragekomfort ein. Da man nur eine verhältnismäßig geringe Menge an Daunen benötigt, um bereits beachtliche Isolationswerte zu erzielen, sind die Jacken im Allgemeinen auch sehr leicht. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man sie, wenn man sie auf Reisen mitnimmt, sehr klein zusammenfalten kann, ohne Angst haben zu müssen, wie sie sich beim Auspacken wieder aufpolstert. Dies schaffen Daunenjacken, wie beispielsweise die Off-White Jacken für Herren, tadellos.

Qualität gibt es wie so oft nicht umsonst und so sind Daunenjacken in Relation zu anderen Füllstoffvarianten eher teuer. Außerdem sind sie wasserempfindlich, was im Winter mit ungeplantem Regen oder nassem Schneefall zum Problem werden kann. Diese Feuchtigkeitsanfälligkeit sorgt auch dafür, dass die Jacken speziell gereinigt werden sollten. Daunen sind ein Naturprodukt und oft sind die Produktionsumstände nicht besonders transparent oder erfordern zumindest Eigenrecherche, wenn man auf Nachhaltigkeit Wert legt.

Kunstfaserjacken – wasserunempfindlich, aber nicht kompakt

Auf Tierwohl muss man bei Kunstfaserjacken nicht achten, ganz im Gegenteil können sie sogar beim Thema Nachhaltigkeit mithalten. Die Füllstoffe werden heutzutage oft ohne chemische Prozesse und sogar aus recyceltem Industrie- oder Hausmüll gewonnen. Das macht sich am Preis bemerkbar, aber auch an der Robustheit: Kunstfaserjacken können nass werden und wärmen trotzdem. Und falls man in einen Regen gekommen ist, trocknen sie auch schnell wieder.

Beachten muss man allerdings, dass Kunstfasern synthetisch sind und das bedeutet, dass ihr Ausgangsmaterial auf Erdöl basiert. Dies wird bei der Entsorgung ausgedienter Jacken zum Problem, da sie am Ende verbrannt werden müssen. Da man im Vergleich zu Daunenjacken mehr Füllmaterial benötigt, macht das die Jacken schwerer und der Tragekomfort leidet darunter etwas. Mit Kunstfaserjacken zu verreisen ist kein Problem, allerdings brauchen sie mehr Platz, was man beachten sollte.

Wolljacken – atmungsaktiv, aber schwer

Die Wolle ist ein Klassiker und die Nutzung des Naturmaterials durch den Menschen reicht weit zurück – und das nicht nur im Winter. Dies liegt zum einen daran, dass Wolle trotz ihrer sehr hohen Wärmeeigenschaft sehr klimaregulierend ist und das bedeutet, dass sie im Winter sogar kühlend wirken kann. Wolle ist selbstreinigend und im Gegensatz zu den anderen Füllstoffen nimmt sie keine Gerüche auf, weshalb es ausreicht, sie über die Wintermonate regelmäßig auszulüften. Wolle ist organisch abbaubar und kommt natürlich vor.

Bei Wolle gibt es große Qualitätsunterschiede. Obwohl man ihr einen großen Tragekomfort nachsagt, kann das wolltypische Kratzen auf der Haut auftauchen, wenn die Jacke die Haut beispielsweise an Hals oder Händen berührt. Zudem sind Wolljacken im Vergleich zu den Vorgängern eher schwer und lassen sich kaum komprimieren. Als Reisejacken, ob nun getragen oder im Koffer verstaut, sind Wolljacken daher nicht unbedingt die erste Wahl.

 

Raushier-Reisemagazin

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