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Jeden Kilometer wert

Verschlafen: Ein Seehund aalt sich in der Sonne.

Verschlafen: Ein Seehund aalt sich in der Sonne.

Doch am Ende des Tunnels ist nicht nur die Fahrt durch die Finsternis vorbei, auch die Wolkendecke reißt auf. Am Milford Sound kämpfen sich bereits die Sonnenstrahlen durch, wir besteigen eines der kleineren Ausflugsbote. Nur etwa 20 Passagiere. Die Omnibusse spucken ihre Ladungen auf andere Schiffe.

Gut zwei Stunden tuckern wir dahin, bis aufs offene Meer hinaus und wieder zurück. Die steilen Felswände erstrahlen im sanften Licht der Nachmittagssonne. Der Mitre Peak, fast 1700 Meter hoch, thront über dem Fjord. Zig Wasserfälle speisen den Milford Sound mit Schmelzwasser, hat es kurz zuvor geregnet sind es oft mehrere hundert. In einen fährt der Skipper direkt hinein, an Deck geht es zu wie in einer Autowaschanlage. Die meisten Passagiere haben sich ins Innere gerettet, drei Mädchen gehen kreischen hinter der Reeling in Deckung. Klitschnass werden sie trotzdem.

Delfine, Seelöwen, Pinguine

Der Blick zurück kurz vor der Abreise - der doppelte Mitre Peak (rechts), der höchste Berg am Fjord.

Der Blick zurück kurz vor der Abreise - der doppelte Mitre Peak (rechts), der höchste Berg am Fjord.

Das Wasser glänzt anthrazitfarben, bald taucht eine Schule Delfine auf. Sie reiben ihre Körper am Rumpf des Bootes und zeigen ihren hellen Bauch. Auch Seelöwen und Gelbaugenpinguine bekommen wir noch zu Gesicht. Entgegen unserer ursprünglichen Pläne bleiben wir eine Nacht in Milford und sehen uns den Fjord auch noch in der Morgensonne an. Mittags dann zurück nach Te Anau, und von nun an geht es nur mehr gen Norden. Der Abstecher zum Milford Sound aber war jeden Kilometer wert.

Fotos: Kathrin Schierl

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Raushier-Reisemagazin

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