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Bregenzer Festspiele: Das Mega-Highlight im Bodensee

Bühnenbild von André Chenier, Opernfestspiele Bregenz; Bregenzer Festspiele / Karl Forster

Bühnenbild zu André Chenier; Bregenzer Festspiele / Karl Forster

Im Juli und August findet am Seeufer von Bregenz in einmaliger Atmosphäre wieder opulentes Musiktheater unter freiem Himmel statt. Ein unvergessliches Erlebnis, wenn die Sonne langsam im Bodensee versinkt, die beleuchteten Passagierschiffe am Pier der größten Seebühne der Welt anlegen und fast 7000 Zuschauer gespannt auf den Beginn des „Spiels am See“ warten.

Glühendes Liebesdrama als politischer Krimi

2012 ragt im Bodensee ein Männerkopf 24 Meter hoch aus dem Wasser. Die Bregenzer Festspiele bieten im Zweijahresrhythmus nochmals wie 2011 die atemberaubende Oper „André Chénier“, die zur Zeit der Französischen Revolution spielt. Es ist gleichermaßen ein glühendes Liebesdrama wie ein historischer Krimi mit über fünfhundert Mitwirkenden. Nicht nur Sänger und Choristen sind beteiligt. Spektakulär die Tänzer, die sich in luftiger Höhe bewegen, und die Akrobaten, die sich mit Salti in den See stürzen. Neben vielen technischen Raffinessen fällt ein riesiger Spiegelrahmen auf, der gefüllt mit einem Wasservorhang als filmische Projektionsfläche dient.

Opernwunder voller mitreißender Melodien

Wie der kaufmännische Direktor Michael Diem verrät, haben allein Bühne und Kostüme sieben Millionen Euro verschlungen. Alles ist möglichst originalgetreu gestaltet: So kostet allein eine der Perücken der pompös gekleideten französischen adeligen Damen bis zu 7000 Euro.

2011 sahen über 120.000 Besucher das fulminante Spiel am See. Im zweiten Jahr rechnet Intendant David Pountney wieder mit so hohen Besucherzahlen. Er ist erfreut, dass die eher unbekannte Oper des italienischen Komponisten Umberto Giordano, 1896 an der Mailänder Scala uraufgeführt, solchen Anklang findet. Die Kritiker der Presse waren 2011 voll begeistert: Von „Hollywood-Musiktheater“, „Opernwunder“ und „fulminanter Inszenierung“ war die Rede. Die mitreißenden Melodien werden unter der Leitung des bekannten Dirigenten Ulf Schirmer von dem großen Orchester der Wiener Symphoniker gespielt.

Neben dem „Spiel am See“ bieten die Bregenzer Festspiele zahlreiche weitere Veranstaltungen: u.a. Orchesterkonzerte und Theaterstücke. Das Gesamtprogramm findet sich unter www.bregenzerfestspiele.com

Informationen:
Aufführungen, jeweils 21 Uhr 15, Dauer: ca. 2 Stunden, keine Pause.
Juli: 19 – 22, 24, 26 – 29, 31;  August: 2 – 5, 7, 9 – 12, 14, 17 – 18.
Kartenbestellung: telefonisch unter 0043 5574 407-6, online unter www.bregenzerfestspiele.com;

Preise: So – Do billiger als Fr und Sa. Die Karten der Kategorie 1 (112 – 132 €) berechtigen auch zum Besuch der Oper im Festspielhaus, falls aus Wettergründen nicht am See gespielt werden kann. Karten der Kategorie 2 – 5 (28 – 110 €) werden in diesem Fall rückerstattet.
Parkplätze: Gebührenpflichtige Großparkplätze stehen zur Verfügung, eine frühzeitige Anreise ist empfehlenswert.
Anreise mit dem Schiff:
ab Lindau bis zur Bühne, buchbar mit der Kartenbestellung.
Führungen auf der Seebühne: während der Festspielzeit täglich 11.30, 14.30 und 15.30. Preis: 6 €. Sehr empfehlenswert!

Raushier-Reisemagazin

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