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Skigebiet Hochzeiger: Bestens geeignet für Familien mit Kleinkindern

Wer sich zu früher Stunde, so gegen 7.30 Uhr, schon ins Skigebiet Hochzeiger im Pitztal wagt, dem liegen nicht nur jungfräulich präparierte Pisten zu Füßen, nein, dem könnte es auch passieren, dass er bei der Auffahrt mit der modernen 8er-Gondelbahn oder bei einer der schwungvollen Abfahrten Benni Raich begegnet, jenem Benni Raich, der in seiner aktiven Zeit (bis 2015) unbestritten ein österreichischer Sportheld war.

Benni Raich genießt Heldenstatus

Auf Pitzis Pistenregelweg lernen Kinder, was sie auf- und außerhalb der Pisten beachten müssen – Foto: Holzknecht

Auf Pitzis Pistenregelweg lernen Kinder, was sie auf- und außerhalb der Pisten beachten müssen – Foto: Holzknecht

Der 41-Jährige ehemalige Ausnahmekönner – Raich ist zweimaliger Olympiasieger (Spiele in Turin 2006), er wurde dreimal Weltmeister (2005 und 2007) und sicherte sich in der Saison 2005/06 den Sieg im Gesamtweltcup – genießt im Pitztal Heldenstatus.

Benni Raich ist der bekannteste Sportler des Pitztals. Seine Trophäensammlung ist umfangreich. – Foto: Dieter Warnick

Benni Raich ist der bekannteste Sportler des Pitztals. Seine Trophäensammlung ist umfangreich. – Foto: Dieter Warnick

Geboren wurde er in Arzl, einer 3000-Seelen-Gemeinde in der Nähe von Imst, und ist  seiner Heimat immer treu geblieben.

Heute wohnt er mit seiner Frau Marlies (Mädchenname Schild) und seinen kleinen Kindern immer noch hier. Er geht unter die Leute, ist umgänglich und alles andere als arrogant – und, da er so gar nicht menschenscheu ist, ist er auch hin und wieder auf der Skipiste anzutreffen, wie ein ganz normaler Gast, und bringt seinem eigenen Nachwuchs das Skifahren bei. Seine Frau ist im Übrigen mit 35 Slalomsiegen in dieser Disziplin eine der erfolgreichsten Läuferinnen der Weltcup-Geschichte; zudem ist sie zweimalige Weltmeisterin.

„Pitzis Morgenrunde“

Maskottchen Pitzi verfolgt die jungen Skifahrer auf Schritt und Tritt. – Foto: Dieter Warnick

Maskottchen Pitzi verfolgt die jungen Skifahrer auf Schritt und Tritt. – Foto: Dieter Warnick

Wer sich also kurz nach dem Wachwerden auf „Pitzis Morgenrunde“ begibt, so heißt nämlich das exklusive Skifahren für Frühaufsteher, der sollte auf einiges vorbereitet sein: Auf unverspurte Hänge und  menschenleere Pisten, auf den Vorstand der Bergbahnen, den Pistenchef oder den einen oder anderen Beschneiungsprofi (alle  zeigen gern ihre Lieblingspisten und geben wertvolle Insider-Tipps)  – oder eben Benni Raich.

Skilehrer Johann und seine Gefolgsleute. – Foto: Dieter Warnick

Skilehrer Johann und seine Gefolgsleute. – Foto: Dieter Warnick

Sind alle Teilnehmer an „Pitzis Morgenrunde“ auf dem Berg, wird die Gondelbahn geschlossen, bis der reguläre Betrieb beginnt. Die Teilnehmer (das Angebot kostet 35 Euro) haben dann das Skigebiet 75 Minuten für sich allein – wann hat man das denn schon einmal? Und Ratschläge aus erster Hand obendrein…

Benni Raich ist im Pitztal allgegenwärtig. Nach ihm ist eine Piste benannt, die, wie sollte es anders sein, sehr anspruchsvoll und vom Schwierigkeitsgrad her eine „Schwarze“ ist; auf dieser trainierte er seit Kindheitstagen, und wann immer er von den Weltcuprennen nach Hause kam. Ebenso trägt eine 94 Meter hohe Fußgänger-Hängebrücke mit einer Spannweite von fast 140 Metern über die Arzler Pitzeklamm, die höchste ihrer Art in Europa ist, seinen Namen. Nicht genug: Vier Gondeln der Bergbahn sind mit seinem Konterfei und seinen Erfolgen verziert.

Schneesicher bin in der April

Das Skigebiet Hochzeiger ist weitläufig und meist auch für weniger geübte Fahrer ohne große Probleme zu bewältigen. – Foto: Dieter Warnick

Das Skigebiet Hochzeiger ist weitläufig und meist auch für weniger geübte Fahrer ohne große Probleme zu bewältigen. – Foto: Dieter Warnick

„Das Skigebiet ist überschaubar und bis in den April hinein schneesicher. Die Pisten vielseitig und abwechslungsreich, es gibt gute Hänge zum Geländefahren. Und die Ausblicke sind gewaltig. Für mich ist der Hochzeiger immer noch ein Geheimtipp.“ Raich weiß, wovon der spricht.

Hinauf ins Skigebiet (der höchste Punkt ist die Aussichtskanzel mit 360-Grad-Rundblick auf 2378 Metern) geht es von Liss aus, der 1462 Meter hoch gelegenen Talstation. Dort gibt es alles, von der noblen Unterkunft bis hin zu einigen Lokalen und Schirmbars; Skiverleihe dürfen natürlich auch nicht fehlen. Zentraler Anlaufpunkt auf dem Berg ist die Mittelstation (2000 Meter). Dorthin führen alle Pisten; sich zu verfahren ist unmöglich.

Phänomenale Hochgebirgskulisse

Von der Skistation Liss aus geht es hinauf ins Skigebiet. – Foto: Dieter Warnick

Von der Skistation Liss aus geht es hinauf ins Skigebiet. – Foto: Dieter Warnick

Der Hochzeiger punktet vor allem als familienfreundliche Region mit einer überdurchschnittlich hohen Sonnenscheindauer. Hoch über dem Bergdorf Jerzens gelegen präsentiert sich eine weite und offene Gegend mit 40 Pistenkilometern, vielfältigen anderen Wintersport-Möglichkeiten und eine phänomenale Hochgebirgskulisse. Mehr als 90 Prozent aller Abfahrten befinden sich über 2000 Meter. Prägend in der Landschaft ist die Zirbe (sie wird gerne als „Königin der Alpen“ bezeichnet), ein Baum, der die Menschen hier schon seit Jahrhunderten durchs Leben begleitet. Der geschlossene Zirbenwald oberhalb von Jerzens schützt das Dorf seit seiner Entstehung vor Lawinen und Muren.

Risikofreudige Fahrer benötigen bei der Zirbenfallabfahrt mit teilweise 80 Prozent Gefälle eine große Portion Mut. Gleich nebenan geht es wesentlich flacher zu. Hier finden Anfänger und Kinder optimale Bedingungen vor.

Zahlreiche blaue Pisten

Familien mit jüngeren und älteren Kindern sind am Hochzeiger perfekt aufgehoben. – Foto: Daniel Zangerl

Familien mit jüngeren und älteren Kindern sind am Hochzeiger perfekt aufgehoben. – Foto: Daniel Zangerl

Das Skigebiet Hochzeiger ist nicht nur wegen seiner zahlreichen blauen Pisten (leicht) ein idealer Ort, um den Einstieg in den alpinen Wintersport zu wagen, sondern in erster Linie, weil Bambini und etwas ältere Kinder die Hauptpersonen sind. Um sie wird sich besonders viel Mühe gegeben. Kids bis Jahrgang 2013 haben freie Fahrt; kauft ein Elternteil einen Skipass, erhalten Kinder der Jahrgänge 2009 bis 2012 einen Bambini-Freiskipass.

Schneeschuhwandern im Tiefschnee und eine märchenhafte Aussicht – so kann der Tag beginnen. – Foto: Skischule Hochzeiger

Schneeschuhwandern im Tiefschnee und eine märchenhafte Aussicht – so kann der Tag beginnen. – Foto: Skischule Hochzeiger

Stehen die Nachwuchs-Cracks schon sicher auf den Skiern, dann ist der Pistenregelweg für jeden ein Muss. Maskottchen Pitzi erklärt zusammen mit den Skilehrern auf kindgerechte Weise die Grundsätze der Verhaltensregeln auf den Pisten. So lernen die Jüngsten bereits ganz früh, wie wichtig es ist, Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten. Und noch ein Schmankerl gibt’s: In der Früh einen Skikurs belegen und nachmittags betreutes Spielen im Schnee!

Ohne die Arbeit der Pistenbullyfahrer wäre so manche Abfahrt nur sehr beschwerlich zu bewältigen. Eines dieser „martialischen Mainzelmännchen“ wiegt zwölf Tonnen, ist viereinhalb Meter breit, hat 500 PS – und kostet 450 000 Euro. – Foto: Albin Niederstrasser

Ohne die Arbeit der Pistenbullyfahrer wäre so manche Abfahrt nur sehr beschwerlich zu bewältigen. Eines dieser „martialischen Mainzelmännchen“ wiegt zwölf Tonnen, ist viereinhalb Meter breit, hat 500 PS – und kostet 450 000 Euro. – Foto: Albin Niederstrasser

Informationen: Tourismusverband Pitztal, Unterdorf 18, A-6473 Wenns, Tel.: (0043 5414) 8 69 99; E-Mail: info@pitztal.com; Internet: www.pitztal.com. – Hochzeiger Bergbahnen Pitztal, Liss 270, A-6474 Jerzens, Tel.: (0043 5414) 8 70 00; E-Mail: info@hochzeiger.com; Internet: www.hochzeiger.com.

Extras: Jeden Donnerstag findet um 13 Uhr eine Technikführung statt, die einen Blick hinter die Kulissen (Seilbahnen, Beschneiung, Pistengeräte) ermöglicht. – Jeden Montag, Mittwoch und Freitag besteht ab 16.30 Uhr die Möglichkeit, einen Pistenbullyfahrer zu begleiten.

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