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Seiser Alm: Ein einzigartiges Landschaftswunder

Die Seiser Alm in Südtirol ist mit 57 Quadratkilometern die größte Hochalm Europas –  und damit ein einzigartiges Landschaftswunder. Hier kann man auf einer Höhe von 1680 bis 2350 Metern wochenlang wandern, kein Weg wird zweimal gelaufen werden müssen. Immer im Blickfeld: Lang- und Plattkofel. Und in der kalten Jahreszeit kommen sowohl die Alpinen als auch die Nordischen voll auf ihre Kosten. Übernachtungsmöglichkeiten gibt es hier oben natürlich auch – für den kleinen oder großen Geldbeutel. Insgesamt gibt es über 360 bewirtschaftete Hütten, Schwaigen und bewirtschaftete Almen.

Die größte Hochalm Europas

Die Seiser Alm ist ein fast baumloses, welliges Hochland mit schier endlos blühenden Almwiesen. - Foto: Hotel Cavallino Bianco

Die Seiser Alm ist ein fast baumloses, welliges Hochland mit schier endlos blühenden Almwiesen. – Foto: Hotel Cavallino Bianco

Auf die größte Hochalm Europas kommt der Besucher bequem und gänzlich unbeschwert in nur 15 Minuten mit der Umlaufbahn von der Ortschaft Seis aus, oder aber mit dem Bus. Mit dem Auto hinauffahren dürfen nur Gäste, die auf der Alm Quartier beziehen; sie bekommen eine Sondergenehmigung.

Bei der Ankunft in Compatsch werden Urlauber und Tagestouristen von einer überdimensionaler Bergstation empfangen. Geschäfte und Läden stehen reichlich zur Verfügung.

Schon nach 500 Metern beginnt die Idylle

Von der Seiser Alm aus hat der Urlauber den Schlern immer im Blickfeld. - Foto: Seiser Alm Marketing/Laurin Moser

Von der Seiser Alm aus hat der Urlauber den Schlern immer im Blickfeld. – Foto: Seiser Alm Marketing/Laurin Moser

Schon nach 500 Metern beginnt die Idylle – ein beeindruckendes Blumen- und Pflanzenmeer wartet. Rasch gewinnen wir “Land”, weil wir die Umlaufbahn auf den “Puflatsch” (2174 Meter) genommen haben. Der “Puflatsch” ist eher eine Randerhebung als ein richtiger Berg, das Panorama dort ist fantastisch – der schönste Aussichtpunkt auf der Seiser Alm.

Das eine oder andere kleine Gewässer darf natürlich nicht fehlen. - Seiser Alm Marketing/Laurin Moser

Das eine oder andere kleine Gewässer darf natürlich nicht fehlen. – Seiser Alm Marketing/Laurin Moser

Im Süden erkennen wir den Schlern und die Rosszähne, im Osten grüßt die Marmolada, die Königin der Dolomiten, herüber, im Norden Raschötz und die Sarntaler Alpen, und im Westen die Ortlergruppe.

Eine fast sechsstündige Wanderung steht uns bevor, die für jung und alt leicht zu machen ist, weil sich die Höhenmeter – wie fast überall auf der Seiser Alm – in Grenzen halten. Vorbei am Aussichtspunkt Engelrast machen wir beim Filln-Kreuz (2130 Meter) eine erste längere Pause, weil die Fernsicht fasziniert. Wir haben einen gigantischen Blick auf das gesamte Grödnertal, sehen St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein mit Dantercepies (2298 Meter) und der Großen Cir-Spitze (2592) gleich einem Adler, der über unsere Köpfe kreist.

Kastelruth liegt uns zu Füßen

An den herrlich blühenden Alpenrosen kommt der Wanderer nicht vorbei. - Seiser Alm Marketing/Laurin Moser

An den herrlich blühenden Alpenrosen kommt der Wanderer nicht vorbei. – Seiser Alm Marketing/Laurin Moser

Von den Hexenbänken aus, die wir in wenigen Minuten erreichen, liegt uns die romantische Ortschaft Kastelruth zu Füßen. Bei den Hexenbänken handelt es sich um Steinformationen in Form von Sesseln mit steinernen Lehnen. Es wir berichtet, dort wäre gern die Oberhexe gesessen, um den Überblick über die gesamte Gegend zu haben.

Die Seiser Alm ist so groß wie 8000 Fußballfelder; im Hintergrund Lang- und Plattkofel. - Seiser Alm Marketing/Clemens Zahn

Die Seiser Alm ist so groß wie 8000 Fußballfelder; im Hintergrund Lang- und Plattkofel. – Seiser Alm Marketing/Clemens Zahn

Bei den nächtlichen Sitzungen waren die Hexenbänke der Ort, an dem mit Furcht erregendem Geschrei und Hexenbeschwörung laut gefeiert wurde. Ohne Probleme geht es zurück nach Compatsch, vorbei an der Arnika- und Puflatschhütte, wo es in jedem Fall lohnenswert ist, einen Stopp einzulegen.

Auf dem Rückweg haben wir immer das sogenannte “Joch” vor unseren Augen, ein weiteres herrliches Wandergebiet auf der Seiser Alm. Ausgangspunkt ist wiederum Compatsch. Von hier aus kann man, wenn man will, stetig berauf gehen, bis zum Fuße des Plattkofels oder gar zum Gipfelkreuz. Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier die Worte der Stunde. Auch die Rosszähne (2657 Meter) sind ein lohnendes Ziel, erst Recht die Saltner Hütte oder die Schlernhäuser (2450 Meter).

Die Gostner Schwaige: Urig und zünftig

Eine kleine Ruhepause bei fantastischer Aussicht ist immer willkommen. - Seiser Alm Marketing/Laurin Moser

Eine kleine Ruhepause bei fantastischer Aussicht ist immer willkommen. – Seiser Alm Marketing/Laurin Moser

Wir jedoch wandern gemütlich und kommen auf unserer zweiten Tour auch auf immerhin sechs Stunden. Ist erst die Laurin- und die Panoramanhütte erreicht, geht es weiter Richtung Tuene Hütte, die wir aber rechts liegen lassen, weil wir zur Gostner Schwaige (1930 Meter) wollen, die, so haben uns Einheimische gesagt, eine der urigsten und zünftigsten Hütten der gesamten Alm ist. Und man dort sagenhaft gut speisen könne.

Das Dach eines Heuschobers – ein pfiffiges Plätzchen zum Verschnaufen. - Seiser Alm Marketing/Laurin Moser

Das Dach eines Heuschobers – ein pfiffiges Plätzchen zum Verschnaufen. – Seiser Alm Marketing/Laurin Moser

In der Tat. Erst erwartet uns ein einheimischer Musikant mit seiner Ziehharmonika, dann eine von Spitzenkoch Franz Mulser zubereitete Spargelterrine mit Frischkäse, Pfifferlingen und angeräuchertem Saibling auf mariniertem Salat mit essbaren Blüten. Wir sind baff, denn so etwas auf einer schlichten Berghütte vorzufinden, überrascht uns dann doch. Das Festmahl ist nicht ganz preiswert, ebenso ein Viertel Blauburgunder oder Lagrein, aber wir sagen uns, dass wir es uns einfach verdient haben.

Hubschrauber an der Sanon Hütte

Für Radfahrer ist die Seiser Alm ein ideales Revier. - Seiser Alm Marketing/Laurin Moser

Für Radfahrer ist die Seiser Alm ein ideales Revier. – Seiser Alm Marketing/Laurin Moser

Neben der Gostner Schwaige sollte auch die Sanon Hütte Erwähnung finden, die genauso ursprünglich daherkommt wie die Gostner Schwaige. Raffael Kostner bewirtschaftet sie zusammen mit seiner Frau Maddalena, und Koch Daniel überzeugt mit Südtiroler und ladinischen Gerichten ebenso wie mit seinen hausgemachten Kuchen und dem selbst hergestellten Frischkäse. Seit 1987 ist die Sanon Hütte Basis einer Hubschrauberstaffel, weil Raffael Kostner, damals Leiter des Bergrettungsdienstes Gröden, während der Sommer- und Wintersaison dort die Notrufzentrale installierte. Heute gehören seine Brüder Marco und Gabriel zu den bekanntesten Rettungsfliegern Südtirols.

Informationen:Informationsbüro Seiser Alm, Compatsch 50, I-39040 Seiser Alm, Tel.: (0039 0471) 72 79 04;  www.seiseralm.it

Raushier-Reisemagazin

2 Gedanken zu „Seiser Alm: Ein einzigartiges Landschaftswunder

  1. Der Beitrag ist wirklich sehr schön, interessant und hilfreich danke an dieser Stelle!!!
    Seht euch auch meine Seite an, da findet jeder sein Produkt im Vergleichstest mit Ratgeber!!!

    In Grüßen
    Ed

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