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EcoLodge Tembo Kijani: Tansania mal anders

Tansania, Land der Träume – weite Savannen, brüllende Löwen, Elefantenherden, der Kilimanjaro im Hintergrund mit seinem schneebedeckten (oder doch eher wolkenverhangenen?) Gipfel, türkisblaues Meer und weiße endlose Sandstrände mit Kokosnusspalmen wie in der Raffaello-Werbung. Wer kann sich nicht so seinen Traumurlaub vorstellen? Ist dies alles nicht ein bisschen zu schön um wahr zu sein? Gibt es noch Orte in Afrika, in denen man das Löwenrudel ganz alleine entdecken kann – ohne andere Safari-Jeeps, ohne Kamerageknippse – ganz für sich alleine? Die Lösung heißt EcoLodge Tembo Kijani.

Der Strand in Tembo Kijani.

Der Strand in Tembo Kijani.

Gibt es noch Strände, an denen man kilometerweit spazieren gehen kann ohne einer Menschenseele zu begegnen? Gibt es noch die Dörfer, in denen man mit großen Augen angeguckt wird, weil man weiß ist? Gibt es noch die Volksstämme, die nur ihre Stammessprache können und noch nie im Leben fließend Wasser gesehen haben? Ja, aber meistens sind eben diese Orte nicht in der Werbung.

Es fängt da an, wo die asphaltierten Straßen aufhören, wo es keine öffentliche Stromversorgung gibt, wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen, wo Geschichte noch Gegenwart ist.

An der Küste im Norden Tansanias, unbekannt, wenig besucht und noch unentdeckt, der einzige Ort in Ostafrika, an dem Elefanten, Löwen, Büffel, Nilpferde und Giraffen an der Küste ihr zu Hause haben, genau dort, wo die Safari schon am Strand anfängt, liegt eine kleine EcoLodge namens Tembo Kijani.

Nachhaltiger Hotelbetrieb

Beach Bungalow.

Beach Bungalow.

Tembo Kijani ist eine kleine und sehr individuelle Lodge. Die Inhaber und Gastgeber, Sarah, Eyal und ihre kleine Tochter Timna, sind immer irgendwo anzutreffen und am Ende eines Aufenthalts gehen die meisten Gäste als Freunde. Die kleine Familie ist vor vier Jahren nach Tansania ausgewandert um einen nachhaltigen Hotelbetrieb aufzubauen; das Konzept, Design und auch die Umsetzung der EcoLodge lag ganz in ihren Händen und man sieht überall die Liebe zum Detail.

Busch Banda.

Busch Banda.

Mit der Idee die Natur und Umgebung so wenig wie möglich oder – noch besser – gar nicht, zu stören, sind die sieben Bandas und Bungalows ganz individuell in die Natur des Grundstücks eingegliedert, und daher alle auch ein bisschen verschieden. Die Nachhaltigkeit der Lodge zeigt sich nicht nur in der Bauweise, sondern auch in der Stromversorgung aus ausschließlich erneuerbaren Energien, Essen aus regionalen Lebensmitteln, der Unterstützung der Gemeinde vor Ort durch Arbeitsplätze und Ausbildung und aktivem Naturschutz im nahegelegenen Saadani Nationalpark. Aber vor allem ist Tembo Kijani ein kleines Paradies, um sich zu erholen und einfach mal alles zu vergessen.

Das Meer wiegt mit seinem Rauschen in den Schlaf

Frühstück mit Meerblick.

Frühstück mit Meerblick.

Das stete Brausen der Wellen, das Rascheln der Kokosnusspalmen, das fröhliche Gezwitscher der verschiedensten Vögel und das Zirpen der Grillen begleiten einen den ganzen Tag über. Nachts wechseln sich die Buschbabies mit den Vögeln und Grillen ab, aber das Meer wiegt einen mit seinem Rauschen in den Schlaf. Die Zimmer sind auf dem Grundstück verteilt und durch üppiges Buschdickicht voneinander getrennt, so dass Abgeschiedenheit und viel Privatsphäre vorhanden ist; der einzige laute Nachbar mag der Affe oder das Eichhörnchen sein, das gerade vorbeihuscht.

Safari in den Saadani Nationalpark

Giraffen im Saadani Nationalpark.

Giraffen im Saadani Nationalpark.

Die Natur und ihre Bewohner kann man auch selber entdecken – einfach durch die Lodge mit offenen Ohren und Augen wandern – mit etwas Glück sieht man nicht nur eine große Vielfalt an Vögeln, sondern auch Dik-Diks, grüne Meerkatzen, Weißkehlmeerkatzen, Rotducker, Warane und mehr. Gerne nehmen die Gastgeber ihre Gäste aber auch auf Walking Safaris im nahegelegenen Ökosystem mit. Dort gibt es unterschiedlichste Mangroven, Akazien und Tropenhölzer, aber man kann auch eine lokale Salzgewinnung im sogenannten „Salzsee“ sehen, frischgebrautes Kokosnussbier testen und die großen Rinderherden des Mangati-Stammes auf ihrem Heimweg sehen. Eines der Highlights des Aufenthalts in Tembo Kijani ist allerdings die Safari in den Saadani Nationalpark; man ist nicht nur meistens das einzige Auto im ganzen Park, sondern die Tiere, die man sieht, sieht man von ganz nah (das Fernglas kann man also beruhigt zu Hause lassen).

Löwen im Saadani Nationalpark.

Löwen im Saadani Nationalpark.

Die Vegetation in Saadani ist so ganz anders als in den Nationalparks im Norden Tansanias, viel dichter Busch, Akazienwälder, wenige offene Savannen und daher ist es nicht verwunderlich, wenn man um eine Kurve fährt und plötzlich die Giraffe vor dem Auto steht. Auch auf der Bootssafari auf dem Wami Fluss kommt man den Nilpferden und Krokodilen so nahe, dass man lieber ein bisschen weiter in die Mitte des Bootes rutscht.

Nilpferde im Saadani Nationalpark.

Nilpferde im Saadani Nationalpark.

Insgesamt kann man im Saadani Nationalpark vier der Big Five sehen, nämlich Löwe, Büffel, Elefant und Leopard; Wasserböcke, Riedböcke, Gnus, Buschböcke, Lichtenstein-Antilopen und eine große Anzahl von Giraffen sind hier beheimatet. Da der Park recht jung und auch noch sehr unbekannt ist, kommt man hier tatsächlich in den Genuss einer privaten Safari mit dem Feeling von vor 50 Jahren, als man die Wildtiere noch tatsächlich suchen musste und man nichts weiter als Knacken im Geäst und Schnauben im Busch hören konnte. Den Gintonic zur Safari gibt es allerdings erst als Sundowner wieder vor dem Indischen Ozean zurück in Tembo Kijani.

Naturverbundenheit und Luxus

Elefanten im Saadani Nationalpark.

Elefanten im Saadani Nationalpark.

Obgleich großer Wert auf Natur und Naturverbundenheit in Tembo Kijani gelegt wird, kommt der westliche Luxus nicht zu kurz. So sind die Zimmer mit deutschen Textilien ausgestattet, die Betten den europäischen, und speziell deutschen Gästen auf 2.1m angepasst, Heisswasser und Strom gibt es immer, da auch die Zimmer alle autark von einem Solarpanel mit Strom und einem Solarheizwassersystem mit heißem Wasser gespeist werden. Was den meisten Gästen jedoch in Erinnerung bleibt, ist die Küche der Lodge, die lokale Produkte mit europäischer Cuisine verbindet, und so neue Kreationen hervorbringt und die Gäste jeden Abend aufs Neue verzaubert.

Um ein Stückchen von Tansania wirklich zu entdecken und nicht nur zu bereisen, ist Tembo Kijani und die unentdeckte Nordküste des Landes der ideale Ausgangspunkt.

Für Fragen, Informationen und gerne auch Anregungen zu einem Tansania-Urlaub abseits der Touristen: info@tembokijani.com oder www.tembokijani.com.

Fotos: Tembo Kijani

Raushier-Reisemagazin

2 Gedanken zu „EcoLodge Tembo Kijani: Tansania mal anders

  1. So ein schöner Artikel über Tembo Kijani, deren Entstehung ich von Anfang an mitverfolgt habe. Irgendwann schaffe ich es hoffentlich auch mal hinzufahren. Irgendwann.

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