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Südafrika: Fünf abwechslungsreiche Pflanzen-Routen

Pflanzen sind langweilig!? Ob an der nördlichen Grenze des Landes oder im Garden Route Nationalpark – fünf einmalige Routen durch Südafrika führen zu faszinierenden Farbenspielen und einzigartigen Pflanzenwelten.

  1. Quiver Tree (Kokerboom) Route, Northern Cape – auf den Spuren des Köcherbaums: Im Westen Südafrikas treffen die beiden Wüsten Kalahari und Nama-Karoo auf den grünen Gürtel rund um den Orange River. Hier befindet sich die Quiver Tree (Kokerboom) Route. Charakteristisch für den Kokerboom – deutsch Köcherbaum – sind seine dicken stämmigen Äste und die saftigen Blätter. Diese ermöglichen es dem Baum, bei dem es sich um eine Aloe-Art handelt, in der trockenen Region und den rauen Bedingungen zu überleben. Auf der Route liegen die Orte Keimos, Kanoneiland, Kenhardt, Augrabies, Upington und Marchand. Diese bieten durchaus einige historisch interessante Sehenswürdigkeiten und Museen für einen Zwischenstopp.
  2. Southern Overberg Fynbos Route, Western Cape – ein einzigartiges Biom entdecken: Eine weltweit einzigartige Flora ist im Western Cape entlang der südlichen Spitze Afrikas in der Kapregion zu finden: der Fynbos. Übersetzt heißt „Fynbos“ feines Buschwerk. Die Pflanzen selbst sind Hartlaubgewächse mit immergrünen Blättern und holzigen Samen. Zu ihnen zählen zum Beispiel Eriken und Proteen. Die regelmäßig auftretenden Buschfeuer helfen dem Wachstum: Sie verdrängen das Dickicht und liefern dem Fynbos wichtige Nährstoffe. Insgesamt sind in der Kapregion über 9000 verschiedene Fynbosarten beheimatet, von denen 70 Prozent nur hier zu finden sind. Entlang der Southern Overberg Fynbos Route bietet sich die Möglichkeit diese einzigartige Pflanzenwelt zu entdecken. Die beste Reisezeit ist vom späten südafrikanischen Winter bis zum frühen Frühling, also von Mai bis Oktober.
  3. Harkerville Forest Route, Western Cape – florale Erkundungstour mit Meerblick: Im Garden Route Nationalpark an der Südküste Südafrikas befindet sich ein bequemer, kurzer Wanderweg: der Harkerville Forest Floral Trail. Der nur ein Kilometer lange Rundweg startet an der Kranshoek Picnic Site, die einen Panoramablick auf den Indischen Ozean eröffnet. Die hier zu findende Flora umfasst 470 Pflanzenarten, von denen eine Vielzahl auf der Wanderung bewundert werden können. Alternativ bietet sich der neun Kilometer lange Rundweg Kranshoek Coastal Walk an. Hier sollten Wanderer einen Tag einplanen und über gutes Schuhwerk verfügen.
  4. Baobabs bei untergehender Sonne. - Foto: South African Tourism

    Baobabs bei untergehender Sonne. – Foto: South African Tourism

    Mapungubwe Baobab Route, Limpopo – Alten Bäumen ganz nah: Da ist doch was verkehrt – die wurzelähnlichen Äste, die aus einem gewaltigen Stamm wachsen, machen den Anschein, als würde der Affenbrotbaum (Baobab) aus der Luft in in die Erde wachsen. Auf der Mapungubwe Baobab Route in Limpopo entdecken Wanderer unzählige Exemplare dieser Methusalems, die auch schon mal über 1000 Jahre alt sind. Bei der Tour handelt es sich um eine ein- oder zweitägige geführte Wanderung durch den Mapungubwe Nationalpark ganz im Norden Südafrikas. Nicht nur die Pflanzen machen den Mapungubwe Nationalpark zu etwas Besonderem. Seit Mitte 2003 ist das Schutzgebiet UNESCO Weltnaturerbe. Der Mapungubwe Hill war im 13. Jahrhundert Standort des ersten Königreichs des südlichen Afrikas, dem Mapungubwe Königreich.

  5. Ein Blütenmeer in weiß, pink, orange und gelb erwartet den Besucher im südafrikanischen Frühling. - Foto: South African Tourism

    Ein Blütenmeer in weiß, pink, orange und gelb erwartet den Besucher im südafrikanischen Frühling. – Foto: South African Tourism

    Namaqualand Flower Route, Northern Capeein Wildblumen-Wunder: Ein echtes Farbenmeer kann mit guter Planung und ein bisschen Glück auf der Namaqualand Flower Route bewundert werden. Wenn im südafrikanischen Frühling, zwischen August und September, die rund 3500 Wildpflanzenarten zu blühen beginnen, kommt es in der normalerweise trockenen und wüstenähnlichen Region zu einem unglaublichen Farbenspiel. Denn dann erblüht hier alles in weiß, pink, orange und gelb. Da die Blütesaison vom Winterregen und Sonnenschein abhängt, ist kein Blütenjahr wie das andere. Die Namaqualand Flower Route führt an der Westküste vorbei am Namaqua Nature Reserve, dem Skilpad Nature Reserve und dem Richtersveld Nationalpark.

Raushier-Reisemagazin

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