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Die besten Routen für den Fahrradurlaub

Die Deutschen sind seit jeher ein Volk der Radfahrer. Rund 75,9 Millionen Fahrräder gab es im vergangenen Jahr in der Bundesrepublik. Dem hat auch die Coronakrise keinen Abbruch getan. Im Gegenteil: Fürs Pendeln, aber auch um sich fit zu halten, sind in den vergangenen Monaten immer mehr Leute aufs Fahrrad gestiegen. Abgesehen vom körperlichen Training lässt sich halt beim in die Pedale treten deutlich leichter Abstand halten als zu Fuß oder in Bus und Bahn.

Auch deshalb gehören Fahrradläden zu den ersten nicht-essentiellen Geschäften, die in Deutschland die Türen wieder öffnen durften. Dabei denkt so mancher Radler bereits an die Zeiten, wenn Ausgangsbeschränkungen überall aufgehoben sein werden.

Urlaub auf dem Fahrrad liegt seit geraumer Zeit bei Alleinreisenden, aber auch Gruppen im Trend und wird nach der Coronakrise auch weiterhin beliebt bleiben, egal, wie nah oder weit es sein darf.

Bikepacking ist dabei vor allem für kürzere Strecken im In- oder Ausland ideal. Mountainbikes oder andere geeignete Räder werden dabei mit Zelt, Kochgeschirr, Essen und ein paar Kleidungsstücken beladen, und los geht es ins Abenteuer. Die meisten Bikepacker übernachten auf einem Zeltplatz oder unter freiem Himmel mitten in der Natur. In Deutschland, wo aus Naturschutzgründen wildes Campen nicht erlaubt ist,  gibt es mittlerweile ein Netzwerk an Trekkingplätzen. Im Grünen und zumeist fernab von Menschenmengen bietet diese Art Urlaub zumindest bei gutem Wetter Erholung pur.

Auch wenn Deutschland nicht zu den sonnigsten Zielen gehört, gibt es hier jede Menge Traumrouten, die ohne komplizierte Anreise abgeradelt werden können. Die wohl bekannteste ist die Romantische Straße, die durch Weinanbaugebiete, malerische Dörfer und Städte aus dem Mittelalter und vorbei an traumhaften Schlössern wie dem bayerischen Neuschwanstein führt.

Rund um den Bodensee lassen sich Natur und Kultur ebenfalls mühelos verbinden. Weil der Großteil der Strecke flach verläuft, ist eine Bodenseetour auch für ungeübte oder sehr junge Radler ein Vergnügen. Die 260 Kilometer lange Strecke führt auch über die österreichische oder Schweizer Grenze.

Wen es weiter wegzieht, sobald die Grenzen wieder überall geöffnet sind, der findet in den Nachbarländern ebenfalls gut ausgebaute Fahrradwegnetze, Übernachtungsmöglichkeiten und Erholung.

Abenteuerlichere Ziele sind auf den anderen Kontinenten zu entdecken. Nicht nur für Autofahrer ist die amerikanische Route 66 ein Traum. Von Chicago nach Santa Monica in Kalifornien führt die 2600 Kilometer lange Route, die dank menschenleerer Abschnitte und schier endlosen Horizonten selbst im Land der Autofahrer noch immer das Gefühl grenzenloser Freiheit erzeugen kann.

Australien, der rote Kontinent, ist ein Land der Extreme. Zu den schönsten Strecken der Welt zählt die Great Ocean Road im Süden, die über 172 Kilometer an der dramatisch-schönen Küste verläuft. Weil die meisten Australier in Städten in Ozeannähe wohnen, ist das Binnenland spärlich besiedelt. So verlockend eine Radtour ins Outback auch ist, sollten sie nie auf eigene Faust und ohne gründliche Planung unternommen werden.

Wer seinen Urlaub lieber weniger abenteuerlich verbringt, findet im eigenen Land jede Menge attraktive Strecken. Extreme Biketouren sind dennoch nicht ausgeschlossen, und wenn sie nur online mit einem Videogame oder Fitnessprogamm abgestrampelt werden. Das macht nicht nur Spaß, sondern ist auch eine gute Vorbereitung für jeden Fahrradurlaub.

Raushier-Reisemagazin

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