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Der Camping-Check – wo lohnt sich ein Camping-Urlaub besonders?

Egal, ob Single oder Familie – deutsche Haushalte sind gern unterwegs. Wie stark das Reisen in der Bevölkerung verankert ist, zeigen Untersuchungen zentraler Reiseverbände. Für das Jahr 2014 beziffert der Deutsche Reiseverband auf DRV.de beispielsweise eine Zahl von knapp 55 Millionen Reisenden. Mit 69,5 Prozent gehen viele der Trips ins Ausland. Aber: Knapp ein Drittel der Urlaubsreisen bleibt in Deutschland.

Wer in der näheren Umgebung Ferien macht, kann genauso viel entdecken wie im Rahmen einer Fernreise. Zum Programm der Inlandsreiseveranstalter gehören:

  • Städtereisen
  • Binnenkreuzfahrten
  • Ferien mit der Familie
Auch in Deutschland gibt es sehr viele Möglichkeiten für einen gepflegten Camping-Urlaub - wie hier in Neckargmünd. Foto: @ LeBaillif (CC0-Lizenz)/ pixanay.com

Auch in Deutschland gibt es sehr viele Möglichkeiten für einen gepflegten Camping-Urlaub – wie hier in Neckargmünd. Foto: @ LeBaillif (CC0-Lizenz)/ pixanay.com

Immer wieder gern als Alternative zum klassischen Familienurlaub wird aufs Camping zurückgegriffen. Schließlich handelt es sich hierbei um eine vergleichbare günstige Art des Urlaubs. Mit einem Zelt sind Haushalte mit Kindern oder Camper höherer Altersklassen allerdings kaum noch unterwegs. Es darf ruhig ein Wohnwagen sein – oder auch das Wohnmobil. Laut CIVD.de (Caravaning Industrie Verband e.V.) lag deren Zulassungsquote in den Monaten Januar bis November 2015 knapp zehn Prozent über dem Vorjahr. Wie sehen die klassischen Reiseziele für Camper aus?

Deutschland – ein Paradies für Camper?

Viele Campingfans suchen sich ihre Reiseziele innerhalb Deutschlands. Mit geschätzt knapp 2.900 Campingplätzen, welche über die gesamte Bundesrepublik verteilt sind, ist das Angebot relativ großzügig ausgebaut. Besonders stark ausgeprägt ist die Infrastruktur im Bereich der deutschen Küsten – also entlang von Ostsee und Nordsee. Aber auch in anderen Urlaubsregionen (wie an der Havel oder im Spreewald) ist das Camping eine klassische Übernachtungsalternative zum Hotel und der Ferienwohnung.

Was ist im Zusammenhang mit dem Camping zu beachten? Ganz wichtig sollte jedem Outdoor-Fan eine Erkenntnis sein: In Deutschland kann wildes Campen verboten sein. Wer sich dem widersetzt, muss mit Bußgeldern rechnen. Klassische Beispiele sind Nationalparks. Prinzipiell ist es immer anzuraten, sich im Vorfeld hinsichtlich der Lage in den einzelnen Bundesländern zu informieren. Ebenfalls zum Problem wird Camping auf fremden

  • Waldgrundstücken
  • Ackerflächen
  • Grünflächen oder
  • in Parkanlagen.

Prinzipiell ist auf ausgewiesene Campingplätze auszuweichen.

Camping in Frankreich

Zu den Reisezielen, die gerade im Sommer gern von Campern angesteuert werden, gehört unser Nachbar Frankreich. Aufgrund der relativ ausgedehnten Küstenlinie mit ihren verschiedenen Klimazonen zieht es jedes Jahr Tausende nach Frankreich. Zumal die Küche einen ganz eigenen Ruf genießt und auch kulturell selbst eher unbekannte Landstriche eine reizvolle Anziehungskraft entfalten können. Auf Yellohvillage.de wird eine große Auswahl an Campingmöglichkeiten in Frankreich aufgezeigt. Somit dürfte letztlich auch nahezu jede Region abgedeckt werden.

Auch in Frankreich gibt es sehr schöne Urlaubsziele. Camping in der Normandie bietet viele Möglichkeiten für einen unvergesslichen Urlaub am Meer! Foto: @ Asteroide_B612 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Auch in Frankreich gibt es sehr schöne Urlaubsziele. Camping in der Normandie bietet viele Möglichkeiten für einen unvergesslichen Urlaub am Meer! Foto: @ Asteroide_B612 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Zu beachten sind an dieser Stelle in erster Linie die besonderen Verkehrsregeln – etwa für Gespanne/Fahrzeuge höherer Gewichtsklassen (Wohnmobil), die in Frankreich besonderen Geschwindigkeitsbegrenzungen unterliegen können. Darüber hinaus ist es mehr als angebracht, sich im Vorfeld zu den Regelungen in Bezug auf:

  •  Anschnallpflicht
  • Promillegrenzen
  • Handy am Steuer
  • Warnwestenpflicht

zu informieren. Ebenfalls einzuholen sind Auskünfte den Umgang mit offenem Feuer – sprich den Grill – betreffend. Dies kann auf Campingplätzen verboten sein und im Fall einer Zuwiderhandlung Geldbußen nach sich ziehen. Wer sich hier entsprechend vorbereitet, kann böse und vor allem teure Überraschungen geschickt vermeiden.

Italien – als Camper entspannt am Mittelmeer

Von Deutschland aus direkt ans Mittelmeer – Italien ist bereits seit Jahren ein in Deutschland sehr beliebtes Reiseziel. Diese Tatsache gilt gerade im Hinblick auf das Camping. Seit Deutsche das Reisefieber packt, geht es mit dem Haus auf Rädern auch nach Bella Italia. Die Adria ist nur eine der Destinationen, die sich für einen Campingurlaub nutzen lassen.

Inseln wie Sardinien, die Campingplätze der Toskana oder die Region rund um den Gardasee eignen sich perfekt für einen entspannten Urlaub – ohne Hotelrezeption und Zimmerservice. Wer mit dem Wohnmobil oder einem Wohnwagen im Schlepptau anreist, sollte hier unbedingt an Fährverbindungen denken. Des Weiteren ist das Autobahnnetz in Italien mautpflichtig. Hier gilt, dass ein Wenden vor Mautstellen teuer werden kann. Es drohen:

  • Bußgelder (mehrere tausend Euro)
  • Fahrverbote
  • Fahrzeugstilllegungen

Um den Urlaub entspannt genießen zu können, muss sich der Reisende unbedingt zu den Verkehrsregeln informieren.

Fazit: Campingferien wollen gründlich vorbereitet sein

Ferien und Urlaub sollen Spaß machen sowie entspannen. Camping ist eine Alternative zum Hotel, die man mögen muss. Andernfalls ist Frust vorprogrammiert. Aber selbst wenn man die freien Tage gern auf dem Campingplatz verbringt – es gibt Hürden und Hindernisse, die einfach für Frust sorgen. Gerade im Ausland muss der Campingurlaub gründlich vorbereitet werden. Andernfalls werden die Ferien nicht nur teuer. Es kann sogar zu einem Entzug der Fahrerlaubnis kommen. Und im schlimmsten Fall wird das Fahrzeug einfach stillgelegt. Aber auch auf den Campingplätzen gelten mitunter sehr spezielle Regeln. Es zahlt sich deshalb aus, das Campen immer – auch in Deutschland – gründlich und bis ins Detail vorzubereiten.

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