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Meran: Eine Perle mit vielen Facetten

Eine Perle Südtirols ist zweifelsohne die Stadt Meran und das Burggrafenamt. Die 36.000-Einwohner-Stadt mit ihrem mediterranen Klima ist immer eine Reise Wert, die Region drum herum ein Leckerbissen allererster Sahne. Eine besondere Attraktion sind die Gärten von Schloss Trauttmansdorff – Südtirols beliebtestes Ausflugsziel.

: Das Kurhaus liegt direkt an der Kurpromenade. - Foto: Frieder Blickle

Das Kurhaus liegt direkt an der Kurpromenade. – Foto: Frieder Blickle

Meran, nach Bozen die zweitgrößte Stadt in Südtirol, hat jede Menge zu bieten, und zeigt sich in vielen Facetten: Kulturbegeisterte sowie Film- und Musikfreunde kommen das gesamte Jahr über auf ihre Kosten, mit Ausstellungen jedweder Art werden Touristen angelockt. Dank ihrer geschützten Lage im Talkessel und durch die geringe Luftfeuchtigkeit ist die Stadt der zwei hier einmündenden Täler (Passeier- und Ultental), der Beginn des Vinschgaus und des Etschtals, für einen Kuraufenthalt prädestiniert. Der Status eines heilklimatischen Kurortes könnte nicht höher sein. Mit seinen radonhaltigen Quellen hat sich Meran im Laufe der Jahrzehnte zu einem Thermalbad mit modernem Kurzentrum entwickelt.

Die Stadt der kurzen Wege

Das Meraner Land hält für jeden Urlauber etwas Besonderes bereit. - Foto: Frieder Blickle

Das Meraner Land hält für jeden Urlauber etwas Besonderes bereit. – Foto: Frieder Blickle

Die Innenstadt profitiert natürlich auch von ihren kurzen Wegen. Alle Sehenswürdigkeiten, ob die Laubengänge mit ihren romantischen Arkaden, die Kirche St. Nikolaus mit ihrem großzügigen Pfarrplatz, die Barbarakapelle, die Spitalkirche zum Hl. Geist, die Landesfürstliche Burg, die diversen Kureinrichtungen oder die, von außen betrachtet, etwas heruntergekommene (das gilt nicht für den Innenbereich) Galopprennbahn, sind in wenigen Minuten zu erreichen.

Meran bei Nacht. - Foto: Alex Filz

Meran bei Nacht. – Foto: Alex Filz

Meran wuchert natürlich auch mit seinem Umland. Im Frühjahr entzückt ein selten gesehenes Blütenmehr das Auge des Besuchers, zur Zeit der Apfelernte ist ein besonderer Duft in der Luft, und wenn der Wein gelesen wird und sich das Laub der Bäume verfärbt hat, ist das Burggrafenamt ein entzückender Winkel dieser Erde. Das Burggrafenamt hat seinen Namen daher, weil das Gebiet einst von den Burggrafen auf Schloss Tirol verwaltet wurde.

Beschauliche Dörfer

Fliegenfischen in der Passer. - Foto: Marketinggesellschaft Meran

Fliegenfischen in der Passer. – Foto: Marketinggesellschaft Meran

Absolut einen Besuch wert sind auch die beschaulichen Dörfer rund um Meran. Etwa Dorf Tirol (nur sechs Kilometer entfernt), auf einer Sonnenterasse gelegen, Schenna, umgeben von den Gipfeln des Ifinger und Hirzer, Marling, nur 30 Gehminuten von Meran entfernt, eingebettet in Weinreben und Apfelbäumen, ferner Lana, Hafling, Naturns oder Burgstall, um nur noch einige Ortschaften zu nennen.

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind Südtirols Ausflugsziel Nummer eins. - Foto: Marketinggesellschaft Meran

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind Südtirols Ausflugsziel Nummer eins. – Foto: Marketinggesellschaft Meran

Ein Publikumsmagnet allererster Güte sind die Gärten von Schloss Trauttmansdorff – ein duftendes Erlebnis. Oberhalb der Stadt gelegen, gedeihen in der botanischen Landschaft Millionen von einheimischen und exotischen Pflanzen, die, wie es scheint, um die Wette blühen. Kurzweilige Stunden erwarten den Besucher. Die außergewöhnliche Kulisse der Meraner Berge verstärkt den Eindruck und sorgt beim Hobbygärtner für bleibende Eindrücke.

Schloss Trauttmansdorff mit Seerosenteich. - Foto: Ebner Deco und Fotoservice

Schloss Trauttmansdorff mit Seerosenteich. – Foto: Ebner Deco und Fotoservice

Am Eingang erwartet uns das Touriseum, das Südtiroler Landesmuseum für Tourismus. Es ist das erste Museum des Alpenraums, das sich umfassend und ausschließlich der Geschichte des Tourismus widmet. Die Besucher werden mitgenommen auf eine Zeitreise durch 200 Jahre, beginnend mit dem Fremdenverkehr in den Bergen bis zum heutigen Tage.

Schloss Trauttmansdorff hat dadurch Berühmtheit erlangt, weil Kaiserin Elisabeth von Österreich im Jahr 1870 sieben Monate im Schloss residierte. Sissi, so ist überliefert, gefiel es dort so gut, dass sie das Schloss sogar kaufen wollte. Dieses Vorhaben blieb ihr aber verwehrt.

Die Pracht der Natur ist ein Augenschmaus

Geologisches Mosaik in den Gärten von Trautmansdorff. - Foto: Josef Pernter

Geologisches Mosaik in den Gärten von Trautmansdorff. – Foto: Josef Pernter

Die Pracht der Natur ist zu jeder Jahreszeit ein Augenschmaus der besonderen Art – für alle Sinne und jedes Alter. In dem weitläufigen, zwölf Hektar großen Areal, tut sich ein Wegenetz von sieben Kilometern auf. Spiralförmig – bei einem Höhenunterschied von bis zu 100 Metern – schlängeln sich die Pfade und Spazierwege die Anhöhe hinauf. 80 Gartenlandschaften verbinden sich mit Kunst und Natur, in den freien Himmel hineinragende Aussichtspunkte, von Matteo Thun konzipiert, lassen den erstaunten Besucher scheinbar über der Parkanlage schweben.

Auf dem Meraner Höhenweg lässt es sich vortrefflich wandern. - Foto: Mario Entero

Auf dem Meraner Höhenweg lässt es sich vortrefflich wandern. – Foto: Mario Entero

Der 1952 in Bozen geborene Stararchitekt und Designer Matteo Thun hat sich in den Gärten von Trauttmansdorff von seinen Sinnen locken lassen und diesem natürlichen Amphietheater seinen Stempel aufgedrückt. Thun war Schüler von Oskar Kokoschka (1886 bis 1980), dem berühmten österreichischen Maler, Grafiker und Schriftsteller des Expressionismus. 1975 promovierte der Bozener an der Universität Florenz zum Doktor der Architektur.

Die ganze Welt in einem Garten

Auch der Marlinger Waalweg bietet viel Entspannung. - Foto: Alex Filz

Auch der Marlinger Waalweg bietet viel Entspannung. – Foto: Alex Filz

Auf Schloss Trauttmansdorff trifft man quasi die ganze Welt in einem Garten. In den Waldgärten beispielsweise verströmen die Laub- und Nadelgehölze aus Nordamerika und Ostasien einen Hauch von Exotik. Unglaubliche 90 Grad steil sind die Reis- und Teeterassen. Der nördlichste Olivenhain Italiens gedeiht am sonnigen Hang unterhalb des Schlosses. Zypressen und Pinien verbreiten mediterranes Flair. Wasserläufe führen hinab zum Seerosenteich. Lotusblumen “räkeln” sich im Wasser, ein Palmenwald säumt das Ufer. Und dem Thema Wein schenken die Gärten – wie sollte es auch anders sein in einer Region der erlesensten Trauben – besondere Aufmerksamkeit. In einer begehbaren Schatzkammer werden 3000 Jahre Südtiroler Weinkultur anhand antiker Traubenkerne dargestellt.

Informationen: Marketinggesellschaft Meran, Gampenstr. 95, I-39012 Meran, Tel.: (0039 0473) 20 04 43; info@meranerland.com

 

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