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Berlin – Deutschlands Hotspot für Vegetarier

Die mit 3,5 Millionen Einwohnern größte Stadt Deutschlands ist nicht nur die politische Hauptstadt der Bundesrepublik, sondern auch die kulinarische Hauptstadt für Vegetarier und Veganer – und zwar international.

Zumindest ergibt sich dieses Ergebnis aus einer Abstimmung aus dem Jahr 2015, bei der über 320.000 Leser inklusive der Redakteure des amerikanischen Feinschmecker-Blattes „Saveur“ zur Abstimmung gebeten wurden. Hier ergab die Umfrage, dass sich der Hotspot für alle Freunde der fleischlosen oder tierproduktlosen Küche in der Mitte unserer Hauptstadt befindet.

Berlin im Wandel

Berliner Wahrzeichen - das Brandenburger Tor.

Berliner Wahrzeichen – das Brandenburger Tor.

Dass sich Berlin nun mit diesem neu erworbenen Titel schmücken darf, ist jedoch kein Ereignis, welches aus heiterem Himmel passierte. Vielmehr muss gesagt werden, dass diese Auszeichnung das Produkt eines Prozesses ist, welcher sich über viele Jahre erstreckte. Berlin hat sich im Laufe der Zeit zu einem Treffpunkt für Künstler, Freigeister, alternativ Lebender und sonstige Menschen entwickelt. Aufgrund dieser interessanten Konstellation von Lebensmodellen, politischen Strömungen und Einstellungen hat sich eine besondere Toleranz entwickelt, die sich auch in der kulinarischen Ausrichtung beziehungsweise dem kulinarischen Angebot niederschlägt. „Berlin ist die erste westliche Großstadt, wo Vegetarismus eine komplette kulinarische Gleichstellung mit der traditionellen fleischhaltigen Ernährung erreicht hat“, schreibt das Gourmetmagazin zur Erklärung für den verliehenen Titel.

Breites Angebot

Ebenso ein Berliner Original: die Currywurst.

Ebenso ein Berliner Original: die Currywurst.

Berlin liebt die Currywurst, Buletten finden sich auf vielen Tageskarten und der Döner ist der beliebteste Snack für „auf die Faust“, also zum Mitnehmen auf die Hand. Doch mittlerweile hat sich eine Infrastruktur an vegetarischen und veganen Restaurants beziehungsweise Imbissen entwickelt, die sich nicht verstecken muss. In Zahlen bedeutet dies, dass es rund 300 Restaurants und Imbisse in Berlin gibt, die vegetarische Gerichte und Snacks anbieten. In der rein veganen Variante beläuft sich diese Zahl auf etwa 30.

Zu diesen Restaurants gehört zum Beispiel auch das „Lucky Leek“, welches sowohl vegetarische als auch vegane Kost anbietet. Hierbei konnte das am Prenzlauer Berg ansässige Restaurant derart überzeugen, dass es mit einem Michelin Stern ausgezeichnet wurde. Gerichte gibt es zwischen 8 und 25 Euro, Menüs gibt es ab 33 Euro. Hinzu kommt eine gute Auswahl an passenden Weinen. Weitere Informationen unter www.lucky-leek.com/

Ebenfalls vegetarisch und auch vegan kocht das Restaurant „Seerose“ in Kreuzberg. Besonders interessant ist hierbei die Möglichkeit, sich selbst am Buffet-Tresen ein Gericht zusammenzustellen und ganz den eigenen Wünschen gemäß zu kreieren. Das Aushängeschild des Restaurants ist jedoch das vegetarische Moussaka, welches auch in der veganen Variante angeboten wird. Weitere Informationen unter www.seerose-berlin.de/

Statt Restaurantbesuch

Zu diesen zahlreichen Restaurants tritt jedoch auch die Möglichkeit, sich das vegetarische/vegane Essen in die eigenen vier Wände liefern zu lassen. Viele der Restaurants arbeiten zu diesem Zwecke mit unterschiedlichen Lieferdiensten zusammen, wodurch das Essen prinzipiell in der gesamten Stadt genossen werden kann. Dieser Trend wird sich wahrscheinlich in der Zukunft fortsetzen, weshalb der Titel Berlins für die nächste Zeit gesichert sein dürfte.

Raushier-Reisemagazin

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