zurück



Ruckzuck in der Natur: Wandertipps für Kanadas Großstädte

Die Natur ist in Kanada nie weit von der Haustür entfernt. Die Städte erheben sich am Rande der Wildnis, von Victoria an der Pazifikküste bis Halifax am Atlantik. Sie bieten den Reisenden leichten Zugang zu Wanderungen, wilden Tieren und außergewöhnlichen Landschaften. Das Beste daran: Zum Abendessen sind sie wieder im Hotel.

Der Goldstream Provincial Park liegt nur 20 Autominuten vor Victoria, der lebendigen Hauptstadt von British Columbia auf Vancouver Island. Das 477 Hektar große Schutzgebiet beherbergt Primärwälder, tosende Wasserfälle und zur Laichsaison Flüsse mit tausenden Lachsen. Tauchen Sie in den lauschigen, moosbedeckten Wald ein: auf dem 1,8 Kilometer langen Goldmine Trail. Der einfache, zweistündige Rundwanderweg führt vorbei an verlassenen Goldminen und einer dramatischen Eisenbahnbrücke bis zu einem 47 Meter in die Tiefe donnernden Wasserfall.

Die North Shore Mountains von Vancouver sind nur ein paar Minuten mit dem Auto von den glitzernden Wolkenkratzern der Innenstadt entfernt. Ein beliebtes Abenteuer ist hier die kurze, aber intensive Tour zum Grouse Grind, auch bekannt als Fitness-Stepper von Mutter Natur. Die 2,9 Kilometer lange Wanderung führt steil bergan durch den unberührten pazifischen Regenwald und überwindet dabei 853 Meter Höhenunterschied. Nach dem ungefähr 90minütigen Aufstieg werden die furchtlosen Wanderer auf der Grouse Mountain Skihütte mit einem Gipfelpanorama von Vancouver, eiskaltem Bier und einer bequemen Skyride-Fahrt hinunter belohnt.

Richtung Osten, in den weiten kanadischen Prärien bei Saskatoon, liegt der Meewasin Valley Trail. Der Reader’s Digest zähltdie Wanderung zu den zehn schönsten Kanadas. Die 60 Kilometer lange Strecke wird vom Stadtspaziergang zum Naturwanderweg: Dem Verlauf des Saskatchewan River folgend, schlängelt sie sich hinaus aus der Stadt, vorbei an gepflegten Parks, wilden Hainen und endlosen Aussichten.

Leslie Street Spit ist eine von Menschenhand gemachte Halbinsel im Lake Ontario, am Ufer von Toronto und nur wenige Minuten von der Innenstadt entfernt. Der 500 Hektar große Tommy Thompson Park der Halbinsel umfasst alles von Pappelwäldern und Küstenmooren bis zu Lagunen, Dünen und Wildblumenwiesen. Ein befestigter, 5 Kilometer langer, Weg bietet überraschende Ausblicke auf die Skyline und den See.

Der Mount Royal ist Namensgeber Montreals und der Hausberg der Stadt. Alleine die Aussicht lohnt den Aufstieg. Foto: Remy Scalza

Der Mount Royal ist Namensgeber Montreals und der Hausberg der Stadt. Alleine die Aussicht lohnt den Aufstieg. Foto: Remy Scalza

In Montreal können die Besucher den Namensgeber der Altstadt erklimmen, den Mount Royal. Der einstündige Spaziergang beginnt am innerstädtischen Eingang des Mount Royal Park an der Peel Street und bietet bezaubernde Ansichten der Stadt. Die Anlage wurde von Frederick Olmsted entworfen, dem Planer des New Yorker Central Park. Der bewaldete Mount Royal ist von einem ausgedehnten Netzwerk aus Wanderwegen und Treppen durchzogen, die immer wieder den Blick auf die Stadt darunter freigeben.

Nicht fehlen darf schließlich der Laurie Provincial Park an der östlichen Meeresküste. Er liegt eine halbe Autostunde vor Halifax, der Hauptstadt von Nova Scotia. Gepflegte Wanderwege führen zu den Ufern des Grand Lake: in den Sommermonaten sehr beliebt bei Badegästen und mutigen Felsenspringern. Das ruhige Seeufer lädt ein zum Entspannen und Auftanken mitten in der Wildnis, am Rande einer vibrierenden kanadischen Großstadt.

Anzeige