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Feier zu Ehren des St. Magdalener-Weins

Am Samstag, 27. September, feiert man den St. Magdalener mit einem dichten Verkostungsprogramm. Geplant sind Verkostungen in allen Bozner Kellereien und bei den Winzern der Umgebung, die auf diese alte fruchtige Rotweinsorte setzen.

Ein Tag der Offenen Tür in den Kellereien und bei den Weinproduzenten ist dem klassischsten aller Bozner Weine gewidmet: der neunten Bozner Seligkeit, wie der Volksmund weiß. – Foto: Verkehrsamt der Stadt Bozen

Ein Tag der Offenen Tür in den Kellereien und bei den Weinproduzenten ist dem klassischsten aller Bozner Weine gewidmet: der neunten Bozner Seligkeit, wie der Volksmund weiß. – Foto: Verkehrsamt der Stadt Bozen

Den Namen hat der Wein vom Anbaugebiet um das Weindorf St. Magdalena – heute eine Fraktion von Bozen. Wie kommt man aber dazu, den St. Magdalener -Wein die „neunte Bozner Seligkeit“ zu nennen? In seinem „Altbozner Bilderbuch“ skizziert der Wiener Journalist und Literat Karl Theodor Hoeniger 1933, was den Stolz eines jeden Bozners ausmache, nämlich acht Habseligkeiten: ein Sommerfrischhaus am Ritten, ein Haus unter den Lauben, ein eigener Kirchenstuhl, eine Loge im Stadttheater, ein Familiengrab in bevorzugter Lage, ein Weingut in Gries oder Zwölfmalgreien, die Ehe mit einer Boznerin und so viel Wäsche, um nur alle paar Monate waschen zu müssen. Der Österreicher hatte Südtirol zur Wahlheimat erkoren und selbst eine Boznerin geheiratet. Als ironische Draufgabe meinten die Bozner später, der St. Magdalener -Wein sei die neunte dieser Bozner Seligkeiten.

Der Weinklassiker aus Bozen, der „König der Vernatschweine“ ist ein Terroirwein, bei dem Lage und Tradition den Charakter bestimmen. Er verdankt seine samtige Struktur und elegante Körperfülle dem Mineralgehalt des Bodens, den Sonnenschein-Stunden in seiner speziellen Hanglage und den natürlichen Hefen aus dem Weinberg, mit denen die Trauben vergoren werden. Das ursprüngliche St. Magdalener-Gebiet befindet sich nördlich von Bozen auf gut durchlüfteten, leicht erwärmbaren Moränenschuttböden aus Porphyr- und Dolomitgestein. Um Bozen finden Weinreben seit mehr als zwei Jahrtausenden ideale Voraussetzungen, weshalb sie schon lange die Landschaft prägen.

Infos: Verkehrsamt der Stadt Bozen, Tel.: (+39 0471) 30 70 00, E-Mail: info@bolzano-bozen.it

Raushier-Reisemagazin

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