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Reisen und Medikamente – Was ist erlaubt, was nicht?

Die Reiseapotheke gehört normalerweise mit zum Standard eines jeden Gepäcks. Ob Kopfschmerztabletten, Heilsalbe, oder aber verschreibungspflichtige Medikamente – Für sie alle gibt es je nach Reiseziel bestimmte Auflagen, die man kennen sollte. Außerdem: Was passiert, wenn ein bestimmtes Medikament nicht mitgenommen wurde, man es vor Ort aber benötigt?

Innerhalb der letzten Jahre haben die Fluggesellschaften immer mehr Auflagen erstellt, was die Mitnahme von Medikamenten und Flüssigkeiten angeht. Reist man in die USA, gibt es viele Vorschriften, die man ohnehin beachten muss. Hier dürfen beispielsweise nur Flüssigkeiten bis zu einer Menge von 100 Millilitern mitgenommen werden, verpackt in einem wiederverschließbaren Kunststoffbeutel. So ähnlich sieht es auch mit Medikamenten aus. Alles muss möglichst nachvollziehbar sein, um bei der Einreise keinerlei Schwierigkeiten zu bekommen.

Die Übersicht – Was darf man mitnehmen?

Pixabay.com / jarmoluk /

Foto: Pixabay.com / jarmoluk

Bei all den Vorschriften verliert man schnell mal den Überblick. Daher hier eine kleine Liste, welche Bestimmungen es gibt, unabhängig davon, in welches Land man verreist:

  • rezeptpflichtige Medikamente: Sie dürfen in der Regel mitgenommen werden, sofern sie in der Originalverpackung verbleiben und klar ist, wofür das Medikament eingesetzt wird. Außerdem ist für verschreibungspflichtige Medikamente ein Arzt-Attest erforderlich, abgefasst in englischer Sprache. Entsprechende Formulare hierfür findet man beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.
  • rezeptfreie Medikamente: Schmerzmittel wie Aspirin oder Paracetamol, sowie ein gewöhnliches Nasenspray dürfen mitgeführt werden, ohne dass man sie beim Zoll deklarieren muss. In diese Kategorie gehören auch Naturheilmittel, wie eine Heilsalbe für die Haut, oder Nahrungsergänzungsmittel.

Wichtig: Die Menge der mitgenommenen Medikamente sollte einen bestimmten Umfang nicht überschreiten. Generell gilt, dass man nur das mitnehmen sollte, was man in etwa drei Monaten verbraucht. Einzige Sonderregelung: Die Anti-Baby-Pille darf in den meisten Ländern für einen Zeitraum von sechs Monaten mitgenommen werden.

Wer größere Mengen an Medikamenten zwingend mitnehmen muss, sollte früh genug einen entsprechenden Antrag hierfür stellen.

Was tun, wenn man während der Reise ein Medikament benötigt?

Wer über längere Zeit verreist, könnte irgendwann das Problem bekommen, dass er ein Medikament benötigt. Sei es, weil er krank wird, oder weil er es schlichtweg zu Hause vergessen hat.

Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten ist es erforderlich, einen ansässigen Arzt aufzusuchen, der einem das nötige Rezept ausstellen kann. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten ist es daher sinnvoll, ein Schreiben des eigenen Arztes mitzunehmen, wo dieser in englischer Sprache abgefasst hat, welche Medikation der Reisende benötigt. Wird der Reisende unterwegs jedoch erst krank, ist vor der Ausstellung des Rezepts selbstverständlich eine entsprechende Untersuchung erforderlich.

Dagegen sind rezeptfreie Medikamente ohne Probleme in Drogerien, größeren Supermärkten, oder aber Apotheken erhältlich.

Auslandskrankenversicherung ist ebenfalls empfehlenswert

Wer im Ausland unterwegs ist, für den ist der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung zu empfehlen. Diese sichert den Reisenden ab, wenn er unterwegs krank wird und eine ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen muss. Doch Vorsicht: Manche Leistungen werden trotz Krankenversicherung nicht übernommen. Daher ist es immer sinnvoll, vor dem Abschluss die Papiere gründlich durchzulesen.

Raushier-Reisemagazin

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