Reisegeschichten



Swarovski Kristallwelten: Ein funkelnder Ort des Staunens

Die Swarovski Kristallwelten sind mittlerweile welbekannt, auch durch ihr einzigartiges Aussehen – dem weithin sichtbaren Kopf des Riesen. - Foto: Dieter Warnick

Inmitten der Tiroler Bergwelt, in der nur 8000 Einwohner großen Markt-gemeinde Wattens vor den Toren Innsbrucks, erwartet die Besucher der Swarovski Kristallwelten – ob bei Sonnenschein oder Regen – ein ständig wechselndes, faszinierendes kristallines Schauspiel. Wo früher Äcker, Felder, Wälder und Wiesen waren, da erstreckt sich seit dem vergangenen Jahr ein 7,5 Hektar großes, weitläufiges Gelände mit zahlreichen neuen Facetten, das Groß und Klein, Jung und Alt, Kristallfans und Kunstliebhaber sowie Reich und weniger Reich in seinen Bann zieht. Weiterlesen

 

Vom Montafon war schon Ernest Hemingway begeistert

Auf dem Gauertaler Alpkulturweg soll der Wanderer so gelenkt werden, dass die sensiblen Alpflächen durch die Besucherströme nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. So wurde ein Themenweg mit 13 Standorten geschaffen; dort begegnet man unerwarteten Objekten, die der Montafoner Künstler Roland Haas entworfen hat. - Foto: Montafon Tourismus/Ines Agostinelli

Dass berühmte Schriftsteller sich gerne zurückziehen, um ihren Gedanken nachzugehen, um Romane zu schreiben oder ihren Werken den letzten Schliff zu geben, ist heute noch so aktuell wie gestern. Bevorzugte “Rückzugsgebiete” sind und waren dabei oft ländliche Gegenden, mitunter einsame Bergregionen. Bei Ernest Hemingway (“Der alte Mann und das Meer”) war dies nicht anders. Der amerikanische Literatur-Nobelpreisträger bevorzugte Mitte der 1920er-Jahre die Abgeschiedenheit und Gastfreundschaft Österreichs. Dort hatte es ihm das Arlberggebiet angetan, und da besonders das Dorf Schruns im Montafon. Weiterlesen



Parque Natural do Caraça: Verschnaufpause im Paradies

Caraça liegt inmitten eines Biosphären-Reservats mit üppiger Flora und Fauna.

In engen Kurven schlängelt sich die Straße durch dichte Wälder, steil bergan, gesäumt von undurchdringlichem Grün. Weit und breit keine Menschenseele, die letzten Fazendas liegen längst hinter uns. Eine Schranke markiert die Zufahrt zu einem kleinen Paradies: dem Parque Natural do Caraça. Doch erst nach weiteren gut 15 Kilometern erreichen wir das Santuário do Caraça – eine Oase der Ruhe und des Friedens im sonst vor Lebenslust und  Hektik brodelnden Brasilien. Weiterlesen



Jesus sagt „Allah“ – Malta zwischen islamischem Afrika und christlichem Europa

Das Gewitter bringt eiskalten Wind und heftigen Regen. Die Palmen sehen aus, als würden ihnen die Köpfe abgerissen. Der Himmel wird immer dunkler und schwarze Wolken türmen sich über dem Hügel von Rabat auf. Durch trockene Rinnsale und Bäche fließt erstes Wasser herab, noch braun und schmutzig. Die Menschen und Tiere suchen Schutz und Versteck vor dem lauten Donner, der plötzlich über sie hereinbricht – dabei war es gerade noch warm, mit Verwöhn-Wetter für Touristen in T-Shirt und mit Sonnenbrille. Weiterlesen



Obertauern: Weg vom Image des reinen Wintersport-„Hotspots“

Der Johanneswasserfall ist ein beeindruckendes Naturschauspiel; das Wasser schießt 60 Meter in die Tiefe. Ein Steig führt sogar hinter das Wildwasser; von dort gelangt man über Stufen auf die nahe gelegene Bundesstraße. - Foto: TVB Obertauern

Obertauern macht ernst und geht in die Offensive. Denn dort, wo sich im Winter neben „Otto Normalverbraucher“ zahlreiche Prominente aus Politik, Film, Fernsehen und der Musikszene tummeln, eben dort wollen die Tourismusverantwortlichen zusammen mit den örtlichen Gastronomen und Hoteliers den Ort in den Radstädter Tauern (90 Kilometer südlich von Salzburg gelegen) auch zu einer „Bühne der Sommerfrische“ aufwerten. Auf diesem Gebiet gibt es, im Gegensatz zu anderen Destinationen in der näheren und entfernteren Gegend, nämlich sehr viel aufzuholen. Weiterlesen



Zu unrecht verfemt: Dinslaken-Lohberg

Der "Rote Hase" von Thomas Schütte auf dem ehemaligen Zechengelände erweckt bei den Besucher Ratlosigkeit und mitunter Verärgerung. Im Hintergrund steht die riesige Kohlenmischhalle, der Premieren-Ort der Ruhrtriennale 2015.

Wir fahr’n, fahr’n, fahr’n auf der Autobahn“ und waren unterwegs auf der A 3 von Amsterdam nach Köln. „Jetzt schalten wir ja das Radio an / Aus dem Lautsprecher klingt es dann“ und später steht es in allen Zeitungen: Nils D. beschrieb „seine Radikalisierung in Dinslaken“, wo er Kontakt zu Islamisten der sogenannten Lohberger Brigade bekam. Später folgte er ihnen nach Syrien, in den Kampf für den IS. Das Oberlandesgericht verurteilte ihn zu viereinhalb Jahren Haft (SZ vom 5./6.03.2016). Weiterlesen

 

Im Norden Hollands: Tulpen und Meer auf dem Noordoostpolder

Rotes Tulpenmeer.

Wie angemalt wirkt die Landschaft mit ihren farbenprächtigen Matten aus roten, gelben, violetten oder orangenen Tulpenblüten, die sich scheinbar bis zum Horizont auf den Feldern des Noordoostpolders ausgerollt haben. Es ist Frühling im Norden Hollands. Und besonders in dieser Region wachsen die beliebten Blumen, bevor sie geerntet in alle Welt versendet werden. Besonders am 27. April, dem Königstag, stehen die Tulpen hier in voller Blüte und erfreuen Augen und Sinne. Weiterlesen



Umarme Piran: Ein wahres Kleinod im venezianischen Stil

Abendstimmung über Piran; die Alpen scheinen zu glühen. – Foto: Tourismusverband Portorož

Wer Venedig kennt, aber Piran nicht, der sollte dies schnellstmöglich nachholen. Und wer Venedig liebt, der wird auch Piran sofort in sein Herz schließen.  Den Besucher erwartet ein wahres Kleinod, die Architektur des Hafenstädtchens ist stark von den Venezianern beeinflusst. Nicht nur zahlreiche Plätze und Paläste, die verwinkelte Altstadt, die dominante Stadtmauer, acht Kirchen oder sieben Stadttore machen den Ort so sehenswert, sondern auch im Besonderen viele Kleinigkeiten wie säulenartige Balustraden, hallenähnliche Loggien und fein ziselierte Spitzbögen. Weiterlesen



Ein Tête à Tête mit Lissabon

Der Bahnhof am Rossio bei Dämmerung.

Nachdem drei Wochen Klausurstress noch in meinen Knochen steckten, kam ein langes Wochenende in Lissabon gerade recht. Eigentlich sollte die Entspannung schon auf dem Weg zum Flughafen mit einem Piccolo beginnen, leider machte uns ein Bombenfund aus dem Zweiten Weltkrieg einen Strich durch die Rechnung, sodass wir gehetzt und gerade rechtzeitig am Flughafen ankamen, um dann die Durchsage zu hören, dass leider nicht nur der gesamte Verkehr Hamburgs nur noch tröpfchenweise funktionierte, sondern der Flughafen ab 19.00 Uhr für einige Zeit keine Lande- oder Starterlaubnis mehr erteilen würde, da in Hamburg eine Bombe entschärft werden muss. Weiterlesen



Ladinien – ein Land, das es gar nicht gibt

Das Land der Ladiner erstreckt sich auf etwa 1300 km2. Auf der Fanes-Alm scheint die Zeit still zu stehen. – Foto: Luis Kostner

Die Welt treibt mitunter schon seltsame Blüten. Da gibt es arme und reiche Länder, große und kleine, miteinander verfeindete und miteinander befreundete, es gibt Entwicklungsländer und Hochtechnologieländer, es gibt Zwergstaaten und Fürstentümer, Inselstaaten, ja sogar den Vatikanstaat gibt es. Aber es gibt auch ein Land, das es gar nicht gibt. Es liegt mitten in Norditalien, ist umgeben von beeindruckenden, majestätischen Dolomitengipfeln, erstreckt sich über fünf Täler, dessen Bewohner über drei Provinzen verstreut leben, und es ist von München aus in drei Autostunden zu erreichen. Dieses Land heißt Ladinien. Es ist kein offizieller Staat, doch pflegen die Ladiner ihre eigene, uralte Sprache, und ihre alpine Kultur. Die Ladiner sind Südtiroler und damit italienische Staatsbürger. Ihre Fahne hat die Farben blau (für den Himmel), weiß (für die schneebedeckten Berge) und grün (für die Wiesen) – eine Ehrerbietung für die einmalige Dolomitenlandschaft! Weiterlesen



Belfort: Löwenjagd in pittoresker Altstadt

Die Zitadelle von Belfort aus der Luft. Foto: Jean Becker

Das Panorama ist atemberaubend. Am Gipfel der Zitadelle, gelegen auf einem Felsvorsprung, ragt das imposante Wahrzeichen der ostfranzösischen Stadt, der Löwe von Belfort, weithin sichtbar aus der Felswand heraus. Im Jahr 1881 hatte der Colmarer Bildhauer Auguste Bartholdi die elf Meter hohe und 22 Meter lange Sandsteinskulptur errichtet, um an den Widerstand gegen die Belagerung preußischer Truppen im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 zu erinnern. Weiterlesen



San Martino di Castrozza: Im Bann der bizarren Pala

Und los geht`s. Bei herrlichem Sonnenschein und perfekten Schneeverhältnissen sollte der Skifahrer früh starten. - Foto: Silvano Angelani

Das Panorama könnte nicht spektakulärer, die Berge nicht majestätischer und die Pisten nicht verlockender sein. Ski zu fahren in San Martino di Castrozza, vor der atemberaubenden und bizarren Palagruppe mit Blick auf die Bergspitzen Vezzana, Rosetta, Sass Maor, Val di Roida, Madonna und des Colbricon, ist ein ganz besonderes Erlebnis. In jeder Hinsicht. Das schroffe Gebirge scheint einen fast zu erdrücken, so nah steht das 3200 Meter mächtige Massiv vor uns. Ein Furioso von Türmen, Zacken, Kanten, Riffen und Graten. Das Skigebiet, im italienischen Trentino gelegen, ist der südlichste Teil der zwölf Talschaften des Skikarussells Dolomiti Superski. Und es rühmt sich seiner niemals eiskalten Temperaturen und unzähliger Tage mit herrlichem Sonnenschein. Weiterlesen