Südtirol-Geschichten

Brixen: Die älteste Stadt Südtirols

Optischer Leckerbissen: Der Domplatz mit Rathaus.

Wer zum ersten Mal in der alten Bischoftsstadt Brixen Station macht, wird schier erschlagen. Von den gewaltigen Baudenkmälern, die den Betrachter in seinen Bann ziehen. Beispiele gefällig? Vom mächtigen Dom, dem großartigen Kreuzgang, der mittelalterlichen Hofburg mit seinem herrlich angelegten Hof- oder Herrengarten oder dem Weißen Turm. Das imponierendste Bauwerk steht allerdings vor der Stadt, etwa drei Kilometer nördlich: das Kloster Neustift. Weiterlesen

Canazei: Jeden Tag auf einer anderen Piste

Abendstimmung im Fassatal.

Geographisch ist es ein Gebirgseinschnitt, doch das weitläufige, von eindrucksvollen Bergen umgebene Tal im Norden Italiens von Molina bis Canazei hat sich zwei Namen gegeben: Von Molina bis Moena erstreckt sich das Fleimstal (Val di Fiemme) mit den Orten Cavalese und Predazzo, und von Moena bis Canazei das Fassatal (Val di Fassa). Der typisch trientinische Landstrich bildet die Grenze zu Südtirol, hier geht es vom Deutschsprachigen ins Italienische über. Vor allem aber pflegen die Einheimischen dort die ladinische Sprache. Weiterlesen

Biathlon-Schnupperkurs: 50 Meter können verdammt weit weg sein

Und los gehts: Kimme – Korn und Schuss. - Foto: Dieter Warnick

Wie angenehm es doch ist, daheim im Fernsehsessel zu sitzen und sich Biathlon anzusehen. Eine Sportart, die sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem Event gemausert hat, das die Massen anzieht, egal ob an den Fernsehgeräten oder live vor Ort. Eine Sportart begeistert Millionen. Die TV-Quoten sind stabil hoch, das Zuschaueraufkommen in den Weltcup-Orten kaum zu überbieten. Ob in Ruhpolding oder Oberhof, ob in Oslo oder Trondheim, ob in Chanty-Mansijsk, Antholz, Pokljuka, Hochfilzen, Östersund, Kontiolahti oder an einem anderen Weltcuport – Biathlon erfreut sich nach wie vor einer äußerst großen Wertschätzung. Aber erst derjenige, der es ausprobiert hat, wie es ist, diesen Sport zu betreiben, kann ein wenig nachvollziehen, was jeder einzelne dieser Sportler leistet. Ein Schnupperkurs ist da genau das Richtige. Weiterlesen

Die Sarntaler sind ein bodenständiges Bergbauernvolk

: "Fesche Madln" und "resche Buam" - im Sarntal führt der Weg über die Musik zueinander.

Die Sarner, so steht es überall geschrieben, und so behaupte(te)n es auch die Einheimischen selbst, früher wie heute, sind bemerkenswerte Menschen. Und sie haben Recht, wenn man sie etwas näher kennengelernt hat. Einmalig und unnachahmlich sind sie, schlagfertig und witzig, gastfreundlich und hilfsbereit – aber auch schüchtern und zurückhaltend, mitunter rau und unnahbar, vor allem aber: der Tradition und dem Brauchtum verpflichtet, und mit einer ausgeprägten Liebe zu ihrer Heimat. Ein bodenständiges Bergbauernvolk eben!
Weiterlesen

Weißhorn: “Ohne Kampf kein Sieg”

Es ist geschafft, das Gipfelkreuz des Weißhorns ist erreicht. - Foto: Tourismusverein Deutschnofen

Diese Pause haben wir uns redlich verdient. Wir sitzen auf der Gurndinalm, löschen unseren Durst mit einem großen Glas Holundersaft und stillen unseren Hunger mit Strauben. Eigentlich ist uns ja nach etwas Deftigem zu Mute, aber, so hat man uns gesagt, wenn wir in der Nähe der Gurndinalm wären, müssten wir unbedingt die Strauben probieren, es wären die besten weit und breit. Weiterlesen

Ladinien – ein Land, das es gar nicht gibt

Das Land der Ladiner erstreckt sich auf etwa 1300 km2. Auf der Fanes-Alm scheint die Zeit still zu stehen. – Foto: Luis Kostner

Die Welt treibt mitunter schon seltsame Blüten. Da gibt es arme und reiche Länder, große und kleine, miteinander verfeindete und miteinander befreundete, es gibt Entwicklungsländer und Hochtechnologieländer, es gibt Zwergstaaten und Fürstentümer, Inselstaaten, ja sogar den Vatikanstaat gibt es. Aber es gibt auch ein Land, das es gar nicht gibt. Es liegt mitten in Norditalien, ist umgeben von beeindruckenden, majestätischen Dolomitengipfeln, erstreckt sich über fünf Täler, dessen Bewohner über drei Provinzen verstreut leben, und es ist von München aus in drei Autostunden zu erreichen. Dieses Land heißt Ladinien. Es ist kein offizieller Staat, doch pflegen die Ladiner ihre eigene, uralte Sprache, und ihre alpine Kultur. Die Ladiner sind Südtiroler und damit italienische Staatsbürger. Ihre Fahne hat die Farben blau (für den Himmel), weiß (für die schneebedeckten Berge) und grün (für die Wiesen) – eine Ehrerbietung für die einmalige Dolomitenlandschaft! Weiterlesen

Ridnauntal: Wo es gluckst, schäumt und tost

Im Ridnauntal spielt das Element Wasser eine dominierende Rolle.

Ganz im Norden von Südtirol, nur etwa 15 Kilometer südlich des Brenners und unweit von Sterzing gelegen, führt ein Tal quasi zwei Mal ans Ende der Welt. Über Gasteig (970 Meter hoch gelegen) kommend, führt uns eine gut ausgebaute Straße in die Ortschaft Stange, das Tor, wenn man so will, das die “Kreuzung” bildet, von der die beiden Täler weggehen. Links herum kommt man über Pardaun, Jaufensteg und Bichl nach Flading (1482 Meter). Bald geht es nur noch zu Fuß weiter, weil die Straße endet. Vor uns liegen die hohen Gipfel der Ötztaler und Stubaier Alpen – wir befinden uns am Ende des Ratschingstals. Weiterlesen

Petersberg und Deutschnofen: Urlaub mit Drive

Ein beliebtes Wanderziel ist die Haniker Schwaige.

Wer in absoluter Ruhe ausspannen und jeglichen Rummel vermeiden will, wer Massentourismus scheut, wer einfach nur die Seele baumeln lassen möchte, der ist hier perfekt aufgehoben. Wer leichte bis mittelschwere Wanderungen bevorzugt, sowieso. Erst recht derjenige, der sich anschickt, sein Golf-Handicap zu verbessern. Und wer sich als Hobby-Geologe betätigen oder sein frühgeschichtliches Wissen auffrischen will, auch der braucht nicht lange zu überlegen, wo er seinen Urlaub verbringen will: In Petersberg und im nur sechs Kilometer weit entfernten Deutschnofen hat er alles auf ein Mal. Auch Biker und Walker kommen in einer Traumkulisse unberührter Natur voll auf ihre Kosten; Gourmets sind in Südtirol eh’ gut aufgehoben. Das muss nicht extra erwähnt werden. Weiterlesen

Gadertal: Tipps für entspannte Urlaubstage in Ladinien

Der Heiligkreuzkofel begrenzt das Gadertal ostseitig. Unterhalb der Westwand liegen die Wallfahrtskirche Heiligkreuz (rechts) und das Schutzhaus Heligkreuz-Hospiz (links). – Foto: Dieter Warnick

Vom Pustertal in Südtirol aus zweigen zwei große Seitentäler ab, und zwar jeweils in der Nähe von Bruneck: das Ahrntal, auch Tauferer Ahrntal genannt, erstreckt sich gen Norden und wird von den Zillertaler Alpen und der Riesenfernergruppe abgeschlossen. Es ist ein Tal, so scheint es, das sich ein bisschen von der Außenwelt abkapseln will. Urige Bergdörfer geben ihm ihr Gepräge, und uralte Traditionen, wie z.B. das Klöppeln, sind noch heute das Markenzeichen der Ahrntalerinnen. Fast genau gegenüber, gen Süden, erstreckt sich ein Tal, das den Gegensatz dazu zu bilden scheint, nämlich das Gadertal, auch Abteital genannt. Mit dem weithin bekannten Skiort Corvara und der Ortschaft La Villa als touristische Zentren, wird das Tal umrahmt von mächtigen Dolomitengipfeln. Die Straßen sind kurvig, die Dörfer (neben Corvara und La Villa sind das Kolfuschg, St. Kassian, Badia und La Val) ein wenig mondän, und die Einwohner sprechen eine eigene Sprache: ladinisch. Wir befinden uns in Ladinien. Rund 30.000 Ladiner wohnen in fünf Tälern (in drei Provinzen), eines davon ist das Gadertal. Weiterlesen

Hochpustertal: Skischaukel Helm-Rotwand als Quantensprung

Die Drei Zinnen sind das wohl meistfotografierte Motiv im Hochpustertal; links die Drei-Zinnen-Hütte. – Foto: Tourismusverband Hochpustertal / H. Oberhofer

Wer schon einmal im Hochpustertal war, der wird begeistert sein und den wird es immer wieder dorthin ziehen. Das sagen die Einheimischen – und sie haben recht. Allein schon die drei Ortschaften Innichen, Toblach und Sexten sind sehenswert, ganz zu schweigen vom faszinierenden Pragser Wildsee, dem beschaulichen Fischleintal, der einladenden Plätzwiese und den famosen Drei Zinnen. Und seit dieser Wintersaison haben die Tourismus-Verantwortlichen mit einer tollen Neuerung aufzuwarten – der Verbindung der beiden Skigebiete Helm und Rotwand. Weiterlesen

In König Laurins Reich fühlen sich nicht nur Kinder wohl

Dreimal in der Woche heißt es in Obereggen: Flutlicht an! – Foto: Paolo Codeluppi

Wer im Südtiroler Eggental rund um die felsigen Schönheiten des Rosengartens und des Latemars unweit der Landeshauptstadt Bozen seinen Ski-Urlaub verbringt, der kann bis in den April hinein gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ganz abgesehen von dem einmaligen Panorama, das das Weltnaturerbe dem Gast bietet. Weiterlesen

Deutschnofen: Wandern zu kulturhistorischen Kostbarkeiten

Die Pfarrkirche zu den Heiligen Ulrich und Wolfgang wurde vor über 500 Jahren errichtet. – Foto: Helene Thaler

Herbert Pichler ist ein gebildeter Mann. Seine Wortwahl ist pfiffig, seine Ansichten kritisch. Er kennt sich aus. Vor allem in Südtirol, und in erster Linie in seinem Heimatort Deutschnofen. Dort ist er als eloquenter Wanderführer bekannt wie ein „bunter Hund“. Die Gäste hängen an seinen Lippen, wenn er zu erzählen beginnt. Eine kulturhistorische Panoramawanderung. Weiterlesen

Alta Badia: Vom Bergbauerntal zur ersten Adresse betuchter Feinschmecker

Das Abteital ist für Feinschmecker die richtige Adresse.

Einmal im Jahr ist Alta Badia in aller Munde – zumindest bei den Brettlfans auf der ganzen Welt. Dann nämlich – immer wenige Tage vor dem Weihnachtsfest und jetzt wieder am 21. Dezember 2014 – gastiert der alpine Ski-Zirkus im Örtchen La Villa (deutsch: Stern) im Abteital, auch Gadertal oder Alta Badia genannt. Auf der “Gran Risa”, der dortigen Weltcupstrecke – kämpfen die besten Slalom- und Riesenslalomspezialisten um Sieg und Platzierungen, um Weltcuppunkte und ansehnliche Prämien. Das Tal, von dem die Einheimischen behaupten, es sei einzigartig in seiner Art in Südtirol – sie nennen es wegen der dort ansässigen Gourmetköche auch gern das Tal der Sterne – ist die Heimat der Ladiner, und dieser Volksstamm ist ein rühriger Schlag von Menschen. Weiterlesen