Südtirol-Geschichten



Gadertal: Tipps für entspannte Urlaubstage in Ladinien

Der Heiligkreuzkofel begrenzt das Gadertal ostseitig. Unterhalb der Westwand liegen die Wallfahrtskirche Heiligkreuz (rechts) und das Schutzhaus Heligkreuz-Hospiz (links). – Foto: Dieter Warnick

Vom Pustertal in Südtirol aus zweigen zwei große Seitentäler ab, und zwar jeweils in der Nähe von Bruneck: das Ahrntal, auch Tauferer Ahrntal genannt, erstreckt sich gen Norden und wird von den Zillertaler Alpen und der Riesenfernergruppe abgeschlossen. Es ist ein Tal, so scheint es, das sich ein bisschen von der Außenwelt abkapseln will. Urige Bergdörfer geben ihm ihr Gepräge, und uralte Traditionen, wie z.B. das Klöppeln, sind noch heute das Markenzeichen der Ahrntalerinnen. Fast genau gegenüber, gen Süden, erstreckt sich ein Tal, das den Gegensatz dazu zu bilden scheint, nämlich das Gadertal, auch Abteital genannt. Mit dem weithin bekannten Skiort Corvara und der Ortschaft La Villa als touristische Zentren, wird das Tal umrahmt von mächtigen Dolomitengipfeln. Die Straßen sind kurvig, die Dörfer (neben Corvara und La Villa sind das Kolfuschg, St. Kassian, Badia und La Val) ein wenig mondän, und die Einwohner sprechen eine eigene Sprache: ladinisch. Wir befinden uns in Ladinien. Rund 30.000 Ladiner wohnen in fünf Tälern (in drei Provinzen), eines davon ist das Gadertal. Weiterlesen



Hochpustertal: Skischaukel Helm-Rotwand als Quantensprung

Die Drei Zinnen sind das wohl meistfotografierte Motiv im Hochpustertal; links die Drei-Zinnen-Hütte. – Foto: Tourismusverband Hochpustertal / H. Oberhofer

Wer schon einmal im Hochpustertal war, der wird begeistert sein und den wird es immer wieder dorthin ziehen. Das sagen die Einheimischen – und sie haben recht. Allein schon die drei Ortschaften Innichen, Toblach und Sexten sind sehenswert, ganz zu schweigen vom faszinierenden Pragser Wildsee, dem beschaulichen Fischleintal, der einladenden Plätzwiese und den famosen Drei Zinnen. Und seit dieser Wintersaison haben die Tourismus-Verantwortlichen mit einer tollen Neuerung aufzuwarten – der Verbindung der beiden Skigebiete Helm und Rotwand. Weiterlesen



In König Laurins Reich fühlen sich nicht nur Kinder wohl

Dreimal in der Woche heißt es in Obereggen: Flutlicht an! – Foto: Paolo Codeluppi

Wer im Südtiroler Eggental rund um die felsigen Schönheiten des Rosengartens und des Latemars unweit der Landeshauptstadt Bozen seinen Ski-Urlaub verbringt, der kann bis in den April hinein gleich drei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ganz abgesehen von dem einmaligen Panorama, das das Weltnaturerbe dem Gast bietet. Weiterlesen



Deutschnofen: Wandern zu kulturhistorischen Kostbarkeiten

Die Pfarrkirche zu den Heiligen Ulrich und Wolfgang wurde vor über 500 Jahren errichtet. – Foto: Helene Thaler

Herbert Pichler ist ein gebildeter Mann. Seine Wortwahl ist pfiffig, seine Ansichten kritisch. Er kennt sich aus. Vor allem in Südtirol, und in erster Linie in seinem Heimatort Deutschnofen. Dort ist er als eloquenter Wanderführer bekannt wie ein „bunter Hund“. Die Gäste hängen an seinen Lippen, wenn er zu erzählen beginnt. Eine kulturhistorische Panoramawanderung. Weiterlesen



Alta Badia: Vom Bergbauerntal zur ersten Adresse betuchter Feinschmecker

Das Abteital ist für Feinschmecker die richtige Adresse.

Einmal im Jahr ist Alta Badia in aller Munde – zumindest bei den Brettlfans auf der ganzen Welt. Dann nämlich – immer wenige Tage vor dem Weihnachtsfest und jetzt wieder am 21. Dezember 2014 – gastiert der alpine Ski-Zirkus im Örtchen La Villa (deutsch: Stern) im Abteital, auch Gadertal oder Alta Badia genannt. Auf der “Gran Risa”, der dortigen Weltcupstrecke – kämpfen die besten Slalom- und Riesenslalomspezialisten um Sieg und Platzierungen, um Weltcuppunkte und ansehnliche Prämien. Das Tal, von dem die Einheimischen behaupten, es sei einzigartig in seiner Art in Südtirol – sie nennen es wegen der dort ansässigen Gourmetköche auch gern das Tal der Sterne – ist die Heimat der Ladiner, und dieser Volksstamm ist ein rühriger Schlag von Menschen. Weiterlesen



Südtiroler Grödnertal: Heimat der Holzbildhauer seit Jahrhunderten

Alpenländische Motive, volkstümliche Gruppen und Einzelfiguren erfreuen sich großer Beliebtheit. Diese vier Zeitgenossen, jubelnde Fans, stehen unweit der Sofiehütte auf der 2450 Meter hohen Seceda. – Foto: Sofiehütte

Im Grödnertal, inmitten des UNESCO-Welterbes der Südtiroler Dolomiten, zwischen weiten Wäldern und atemberaubenden Felsformationen, legen die Einwohner der drei Gemeinden Wolkenstein, St. Christina und St. Ulrich noch sehr viel Wert auf Tradition und Brauchtum. Sie pflegen die ladinische Sprache, die neben Italienisch und Deutsch die dritte Amtssprache ist, sind stolz auf ihre Tracht, die mit zur schönsten im gesamten Alpenraum gehört, beschäftigen sich nachhaltig mit ihrer Volksmusik und geben sich mit Inbrunst einem uralten Handwerk hin. Denn das Grödnertal ist das Tal der Holzschnitzkunst und Bildhauerei in Europa schlechthin. Weiterlesen

 

Planetarium in Gummer: Kleines Dorf bietet Reise ins Weltall

Das gesamte Universum liegt dem Zuschauer bei einem Besuch des Planetarums in Gummer zu Füßen, und die Satelliten, die im Weltall "stationiert" sind, rasen auf den Zuseher zu. - Foto: Othmar Seehauser

Das “Planetarium Südtirol” in Gummer unweit von Bozen ermöglicht es, sich wie ein Raumfahrer zu fühlen: Wer in Südtirol seinen Urlaub verbringt, kennt mit Sicherheit die Landeshauptstadt Bozen mit ihren Laubengängen, die Kurstadt Meran mit den Gärten von Trauttmansdorff, das Kloster Säben, das hoch über Klausen herübergrüßt, den Reschensee mit seinem im Wasser stehenden Kirchturm, die alte Bischofsstadt Brixen mit ihrem gewaltigen Dom und das Pustertal mit den weltbekannten Drei Zinnen. Doch wer kennt Gummer? Wohl niemand. Weiterlesen