Reisegeschichten

Parque Natural do Caraça: Verschnaufpause im Paradies

Caraça liegt inmitten eines Biosphären-Reservats mit üppiger Flora und Fauna.

In engen Kurven schlängelt sich die Straße durch dichte Wälder, steil bergan, gesäumt von undurchdringlichem Grün. Weit und breit keine Menschenseele, die letzten Fazendas liegen längst hinter uns. Eine Schranke markiert die Zufahrt zu einem kleinen Paradies: dem Parque Natural do Caraça. Doch erst nach weiteren gut 15 Kilometern erreichen wir das Santuário do Caraça – eine Oase der Ruhe und des Friedens im sonst vor Lebenslust und  Hektik brodelnden Brasilien. Weiterlesen

Jesus sagt „Allah“ – Malta zwischen islamischem Afrika und christlichem Europa

Dingli

Das Gewitter bringt eiskalten Wind und heftigen Regen. Die Palmen sehen aus, als würden ihnen die Köpfe abgerissen. Der Himmel wird immer dunkler und schwarze Wolken türmen sich über dem Hügel von Rabat auf. Durch trockene Rinnsale und Bäche fließt erstes Wasser herab, noch braun und schmutzig. Die Menschen und Tiere suchen Schutz und Versteck vor dem lauten Donner, der plötzlich über sie hereinbricht – dabei war es gerade noch warm, mit Verwöhn-Wetter für Touristen in T-Shirt und mit Sonnenbrille. Weiterlesen

Obertauern: Weg vom Image des reinen Wintersport-„Hotspots“

Der Johanneswasserfall ist ein beeindruckendes Naturschauspiel; das Wasser schießt 60 Meter in die Tiefe. Ein Steig führt sogar hinter das Wildwasser; von dort gelangt man über Stufen auf die nahe gelegene Bundesstraße. - Foto: TVB Obertauern

Obertauern macht ernst und geht in die Offensive. Denn dort, wo sich im Winter neben „Otto Normalverbraucher“ zahlreiche Prominente aus Politik, Film, Fernsehen und der Musikszene tummeln, eben dort wollen die Tourismusverantwortlichen zusammen mit den örtlichen Gastronomen und Hoteliers den Ort in den Radstädter Tauern (90 Kilometer südlich von Salzburg gelegen) auch zu einer „Bühne der Sommerfrische“ aufwerten. Auf diesem Gebiet gibt es, im Gegensatz zu anderen Destinationen in der näheren und entfernteren Gegend, nämlich sehr viel aufzuholen. Weiterlesen

Zu unrecht verfemt: Dinslaken-Lohberg

Der "Rote Hase" von Thomas Schütte auf dem ehemaligen Zechengelände erweckt bei den Besucher Ratlosigkeit und mitunter Verärgerung. Im Hintergrund steht die riesige Kohlenmischhalle, der Premieren-Ort der Ruhrtriennale 2015.

Wir fahr’n, fahr’n, fahr’n auf der Autobahn“ und waren unterwegs auf der A 3 von Amsterdam nach Köln. „Jetzt schalten wir ja das Radio an / Aus dem Lautsprecher klingt es dann“ und später steht es in allen Zeitungen: Nils D. beschrieb „seine Radikalisierung in Dinslaken“, wo er Kontakt zu Islamisten der sogenannten Lohberger Brigade bekam. Später folgte er ihnen nach Syrien, in den Kampf für den IS. Das Oberlandesgericht verurteilte ihn zu viereinhalb Jahren Haft (SZ vom 5./6.03.2016). Weiterlesen