Reisegeschichten

Türkei per Liegerad: 1500 Kilometer mit Garfield

Eine Tour über 1500 Kilometer - mit dem Liegerad. Foto: Thomas Bauer

„Gehst du Türkei oder gehst du Aldi?“ Die Reaktionen waren gemischt, als ich von meinem Vorhaben erzählte, der türkischen Mittelmeerküste per Liegerad zu folgen. Viele warnten mich: Ich würde unterwegs von Lastwagen in Straßengräben gedrängt, von Hunden zerfetzt, von der PKK in die Luft gesprengt, von Syrern beschossen und mein geklautes Liegerad auf den Basaren suchen. Da mich Widerspruch aber stets stärker antreibt als jeder gute Ratschlag, stehe ich jetzt im Garten eines Hotels in ĺzmir und blicke auf meine Errungenschaft herab: ein windschnittiges „Trike“ der tschechischen Firma AZUB, das mir zwar nur knapp übers Knie reicht, dafür aber stolze zweieinhalb Meter lang ist und aussieht, als habe mein Vorwärtsdrang Gestalt angenommen. Weiterlesen

Wasser-Kur hat Konjunktur: Bad Wörishofen und Pfarrer Sebastian Kneipp

Da geht´s lang. In Bad Wörishofen dreht sich alles um Pfarrer Kneipp. – Foto: Kur- und Tourismusbetrieb Bad Wörishofen

In Deutschland gibt es mit Sicherheit keine Stadt, die für ihren Tourismus derartig abhängig ist von einer Person, die aber in ebenso großem Maße von dieser historischen Figur profitiert: Die Rede ist von Bad Wörishofen und Pfarrer Sebastian Kneipp. Denn das 15 000-Einwohner-Städtchen im Unterallgäu hängt mit allen Fasern seiner Existenz und seines Wohlstandes an dem legendären Pfarrer, der für die Bewohner seit weit über 100 Jahren ein Segen ist. Weiterlesen

Bergiger Balkan: Unentdecktes Mazedonien

Sonnenuntergang im Südwesten Mazedoniens. Auf den Bergen und kleinen Hügeln befinden sich nicht selten Kreuze, Kapellen oder kleine Klöster, die weithin sichtbar sind als Zeichen der vorwiegend orthodox geprägten Bevölkerung in Mazedonien.

Steil und staubig ist die schmale Straße, die über den Bergpass führt. Tief und grün, aber nicht sehr bewaldet schmiegen sich die Täler an die gelbbraunen Berghänge des Osogovo-Gebirges mit seinen bis zu 2.200 Metern hohen und schneebedeckten Spitzen.  Mazedonien, das Land der Berge und Seen. Unentdeckt und seit der Trennung 1991 von Jugoslawien noch wenig bereist von Besuchern aus dem Westen. Das kleine Land mit seinen knapp 20.000 Quadratkilometern ist abwechslungsreich und hat viele Gesichter. Hier in den Bergen im Osten des Landes an der Grenze zu Bulgarien sind die Menschen landwirtschaftlich geprägt, orthodoxe Kirchen und Klöster erheben sich aus der Landschaft. Weiterlesen