Reisegeschichten

Fès: Letzte Ausfahrt Mittelalter

Die Altstadt erstreckt sich auf hügeligem Gebiet. Hier die alte Stadtmauer von Fes / © Foto Georg Berg.

Links baumeln abgetrennte Kamelköpfe am Haken, rechts duftet Safran. Auf den Ständen  türmt sich eine Melange exotischer Gewürze. Es riecht nach Getreide, Seifen, nach süßen Backwaren und duftendem Couscous. Und immer wieder der Geruch eines scharfen Suds in einer Tajine, einem aus Lehm gebrannten Schmorgefäß mit gewölbtem Deckel. Die Talaa Kebira, die große Steige, ist die Hauptader der Medina von Fès. Es herrscht drangvolle Enge. Es türmen sich Bananen, Feigen und Datteln zu waghalsigen, farbenfrohen Pyramiden. Und die Luft vibriert von den aufgeregten Stimmen der Händler.

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„Da soll noch einer sagen, ich mach‘ keine eigenartigen Sachen“

Zu Lebzeiten schon in Holz verewigt: Sepp Maier, rechts das Original. - Foto: Dieter Warnick

In Bad Bayersoien steht das größte hängende Museum Deutschlands und sein Initiator ist sogar im Guinnessbuch der Rekorde verewigt. Der Altbayer sagt auf seine unnachahmlich herzliche Art „A oids Glump“ und der oft vorlaute Franke „Su a Graffl“. Der Norddeutsche dagegen würde sich nicht ganz so despektierlich ausdrücken, es vielleicht mit „ziemlich alte Sachen“ umschreiben, aber genau dasselbe meinen und genauso darüber denken. Wer also auf „Raritäten“ der vergangenen 170 Jahre steht, der muss den Maier Sepp besuchen und dem größten hängenden landwirtschaftlichen Museum Deutschlands einen Besuch abstatten. Weiterlesen

Karongi – Der wohl schönste Ort Ruandas

Unterwegs auf dem Kivu-See - los geht's.

Eine dreistündige, holprige Busfahrt über unzählige Hügel in einem der beliebten Minibusse trennt Karongi von der Hauptstadt Kigali. In der Kleinstadt angekommen, fällt vor allem eins auf: Stille. Die malerische Kleinstadt Karongi (bis 2006 Kibuye) liegt im Westen Ruandas an der Küste des Kivu-Sees. Mit einer beschaulichen Größe von ca. 50.000 Einwohnern ist sie ein beliebtes Reiseziel für in- und ausländische Touristen. Weiterlesen

Hospitalschiff Gil Eannes: Im Dienste der Stockfisch-Flotte

Die Gil Eannes ankert als Museumsschiff im Hafen von Viana do Castelo im Norden Portugals.

Eitrige Schnittwunden, faulige Zähne und Knochenbrüche: Für die Mediziner an Bord des Hospitalschiffs Gil Eannes waren das die harmloseren Malaisen; bei heftigem Seegang mussten die Ärzte schon mal einen Blinddarm entfernen. Von 1955 an kreuzte die Gil Eannes für drei Jahrzehnte im Dienst der portugiesischen Kabeljau-Flotte durch den Nordatlantik. Heute ankert sie als Museumsschiff im Hafen von Viana do Castelo im Norden Portugals und gibt staunenden Touristen Einblick in die raue Welt des Stockfisch-Fangs. Weiterlesen